ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Wassermannzeit. Sein Leben ändern - jetzt!

Fotoquelle: JanneG / pixabay.com

von Sylvia Grotsch

20. / 21. Januar bis 18. / 19. Februar

Ende Januar und auch noch im Februar ist der Winter (normalerweise) am härtesten. Bäche und Seen sind gefroren. Schnee begräbt ganze Landstriche unter sich, ein eisiger Wind schneidet uns ins Gesicht. Aber ganz plötzlich und über Nacht beginnt es zu tauen. Das Eis zerspringt, Schneewasser strömt in die Täler und setzt die eben noch weißen Landstriche unter Wasser. An wärmeren Tagen beginnen die ersten Vögel mit ihrer Balz.

An einigen Tagen hat die Luft einen besonderen Duft und flüstert uns zu, dass es jetzt nicht mehr lange dauert und es wieder Frühling wird. Die Natur erwacht aus ihrer Starre, die Wurzeln der Pflanzen beginnen wieder Wasser aus der Erde bis in die Äste und Zweige hineinzuziehen. Bei einigen Pflanzen zeigen sich bereits die ersten Knospen, hier und da breitet sich schon ein leicht grüner Hauch auf dem Boden aus.

Auch wenn immer noch die wärmer werdende Luft mit klirrender Kälte abwechselt, ist eines klar: Es bahnt sich ein Wechsel an. Bei uns steigt mit zunehmender Tageslänge die Stimmung, bei vielen meldet sich die Lust nach Veränderung.

Unsere Seele hat ein Frühwarnsystem

Die vielleicht wichtigste Frage in der Wassermannzeit ist daher, ob wir unsere eigene Macht leben. Oder ob wir immer noch „liebe Kinder“ sind, die anderen gefallen wollen und die tun, was man von ihnen erwartet.

Sie wissen aber manchmal gar nicht, ob das, was Sie den lieben langen Tag tun, wirklich „Ihres“ ist? Oder ob Sie vieles einfach nur tun, weil man Ihnen mal gesagt hat, dass das so sein muss? Es gibt einen ganz klaren Gradmesser, der uns sagt, wenn wir nicht unser Leben leben: Es ist dieses kleine nagende Unbehagen. Eine Art Unzufriedenheit, die wir uns manchmal nicht gleich erklären können.

Wenn wir also unzufrieden sind mit einem Bereich unseres Leben – das kann der Beruf sein, der wöchentliche Besuch bei den Schwiegereltern, unsere Partnerschaft, der von der Freundin geschenkte Wochenendtrip nach Paris – dann sollten wir darüber nicht hinweggehen. Stattdessen sollten wir uns in einer ruhigen Minute mal fragen: „Was stört mich eigentlich so daran? Was fehlt mir eigentlich?“ Und: “Wenn ich Mut hätte und könnte, wie ich wollte, was würde ich anders haben wollen?“

Sie möchten die Unzufriedenheit aber am liebsten auf die Seite schieben? Weil Sie denken, dass Sie doch dankbar sein müssten? Weil der Job gut bezahlt ist, die Schwiegereltern sich immer so viel Mühe geben, ihr Partner verlässlich und solide, die geschenkte Reise nach Paris doch ein tolles Geschenk ist?

Den größten Fehler, den Menschen oft machen, ist zu meinen, nur weil sie etwas haben oder etwas von anderen bekommen, müssten sie ALLES daran gut finden. Ja, es ist toll, dass Sie einen gut bezahlten Job haben, nach dem sich andere die Finger schlecken würden. Das heißt aber nicht, dass er wirklich auf Dauer zu Ihnen passt. Wir können durchaus dankbar für etwas sein und trotzdem spüren, dass der Anzug irgendwie nicht richtig sitzt. Dass uns etwas daran stört und dass wir es anders haben wollen.

Wir können gar nicht mit allem und schon gar nicht auf Dauer mit etwas zufrieden sein, weil wir uns kontinuierlich weiterentwickeln. Niemand weiß das so gut, wie wir Astrologen! Denn wir sehen über die astrologische Prognose die Phasen, wo es im Leben eines Menschen knirscht. Wo er raus will aus alten Schuhen und sich auf etwas Neues einlassen möchte.

Ein Checkup – und wie Sie damit am besten umgehen

In meine Coachings empfehle ich Menschen immer folgendes Vorgehen. Nehmen Sie ausreichend Papier, knicken Sie es in der Mitte. Links schreiben Sie hin, was in Ihrem Leben gut läuft und womit Sie zufrieden sind. Rechts kommt alles hin, womit Sie unzufrieden sind. Und zwar alles! Denken Sie nicht gleich: „Ach was … so schlimm ist das nicht!“ Schreiben Sie einfach alles auf, was Ihnen spontan in den Sinn kommt. Lassen Sie sich Zeit dafür. Es kann sogar sein, dass Ihnen ein paar Tage später noch weitere Punkte einfallen.

Das können so kleine Dinge sein, wie das schreckliche Rot Ihrer Küche, das Sie morgens gleich beim Frühstück empfängt. Oder die Hundehaare, die der Cocker-Spaniel Ihres Liebsten jedes Wochenende auf Ihrem Teppich hinterlässt. Das kann die ständig miese Stimmung unter Ihren Kollegen im Büro sein.

Vielleicht stehen da aber auch sogar so große Brocken wie „mein Job“, „meine Beziehung“, „mit mir“. Vielleicht gefällt Ihnen Ihre Wohnung nicht, Ihr eigenes Aussehen, vielleicht sind Sie mit dem Maß an Erfolg, den Sie haben, nicht zufrieden.

Natürlich habe ich hier keine Allerweltstipps, wie Sie das nun mal so ganz locker verändern könnten. Die großen Themen brauchen ein sorgsames und geplantes Vorgehen. Aber ich empfehle Ihnen dringend, sich um eine Klärung zu kümmern. Nichts ist belastender für uns als eine Unzufriedenheit, die chronisch wird. Holen Sie sich dazu vielleicht auch Unterstützung und Hilfe von außen. Sehr oft finden wir dann Lösungen, auf die wir alleine nicht gekommen wären.

Die Liste sollte Sie immer begleiten. Denn Sie können sich jederzeit einen kleinen Punkt davon vorknöpfen. Sie wollen nicht schon wieder routinemäßig die Schwiegereltern an Ostern besuchen? Sie fühlen sich alleine auf Ihrer morgendlichen Fitnessmatte im Wohnzimmer? Das Sofa ist eigentlich auch noch gut, aber ziemlich abgesessen? Sie nervt all das Zeug, das Ihr längst erwachsener Sohn bei Ihnen deponiert hat? Sie langweilt der ewig gleiche Urlaubsort, der Englisch-Kurs auf der Volkshochschule, das sich immer wiederholende Gejammer Ihrer Freundin? Oder was grummelt da in Ihnen? Und was daran würden Sie jetzt am liebsten verändern?

Legen Sie los!

Welchen Punkt der Liste könnten Sie gleich heute angehen? Nutzen Sie die Zeit des noch jungen Jahres, sich stärker mit sich und Ihrer Vision von einem erfüllteren Leben zu befassen. Wenn Sie feststellen, dass Sie mit etwas unzufrieden sind, dann heißt das nicht, dass Sie jetzt gleich komplett Ihr Leben auf den Kopf stellen müssen. Es reicht auch, erstmal kleinere Änderungen vorzunehmen, die Ihnen ein Stück mehr Freiraum geben. Um mehr von dem zu machen, was Sie innerlich zufrieden macht. So wächst dann mit der Zeit die Kraft, sich auch um die größeren Kurskorrekturen zu kümmern.

Manchmal passiert es aber auch, dass sich eine ehemalige, größere Unzufriedenheit auflöst - weil Sie an anderen, kleineren (Bau-)Stellen Ihres Lebens sich gut um Ihr Glück gekümmert haben.

Ich wünsche Ihnen ganz viel Erfolg dabei! Brauchen Sie noch ein wenig moralische Unterstützung? Hier habe ich drei Buchtipps für Sie:

Dieser Artikel wurde am 19.01.2014 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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