ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Astrologie ist ein Tun-Wort!

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 2)

Selten geht man rein zum Spaß zu einem Astrologen oder weil man zu viel Geld hat. Meist ist es irgendeine Unzufriedenheit, die die Menschen zur Astrologie führt:

Manche haben das Gefühl, im falschen Leben zu stecken, ohne das näher erklären zu können. Andere wiederum kennen einfach ihre Stärken nicht oder hängen in partnerschaftlichen oder beruflichen Problemen fest. Wieder andere verspüren den dringenden Wunsch nach einer Veränderung, ohne genau zu wissen, wo es eigentlich langgehen könnte. Was am meisten aber weh tut, sind die sich ständig wiederholenden gleichen Konflikte, aus denen man nicht herausfindet.

Vom Horoskop erhoffen sich Menschen dann Antworten. Weil sie entweder bereits von der Astrologie überzeugt sind oder weil sie von jemand anderem den Tipp bekommen haben, dass ihnen das sehr geholfen habe.

Was Astrologie „bringt“

Und ja! Astrologie gibt uns Antworten, vor allem ganz viel Aufschluss über uns selbst:

  • Ein Horoskop zeigt den PLAN, mit dem wir hier angekommen sind. Mit unseren Anlagen, Stärken, Schwerpunkten und Stolpersteinen,
  • was uns grundsätzlich gut tut, unser Wohlbefinden erhöht - kurz: was wir lieben und was total gut zu uns passen würde, können wir daraus erkennen,
  • es zeigt uns unsere partnerschaftlichen Wünsche - aber auch die Probleme, die wir im Zusammenhang mit unseren Beziehungen auflösen müssen,
  • wir finden in ihm klare Hinweise, wie ein erfüllender Beruf für uns aussieht,
  • aber auch Zeiten der Entwicklung sind zu sehen und was wann am besten zu tun wäre und was man besser bleiben lassen sollte,
  • auch die Ursachen von Krisen lassen sich erkennen und daraus Lösungswege entwickeln.

Astrologie zeigt, klärt, richtet aus. Sie ist ein fantastisches Mittel, mehr über sich in relativ kurzer Zeit zu erfahren. Aber das TUN, die Umsetzung der Inhalte des Horoskops, das liegt immer an uns! Ein Horoskop zeigt nie, dass uns etwas in den Schoß fallen wird, von selbst und "von oben" :-).

Glauben Sie auch, es liegt an den Sternen?

Ich könnte wahnsinnig werden, wenn so getan wird, als würden „die Sterne“ darüber entscheiden, was im Leben passiert. Immer wieder begegnen mir solche Aussagen wie: "Ich möchte mal wissen, was die Sterne mir so bringen". Ein individuelles Horoskop ist doch kein Lieferdienst! Es ist eine To-Do-Liste fürs Leben.

Da stehen dann zum Beispiel so Dinge drin, dass man anderen etwas beibringen soll und was genau das sein könnte. Oder dass man einen fantastischen Vater abgeben kann, sich als erfolgreiche Unternehmerin etablieren oder die Welt in einem wichtigen Aspekt aus den Angeln heben könnte.

Und die Astrologie kann noch etwas, was sonst niemand kann: Sie zeigt uns die Zeitfenster, in der Entwicklungen stattfinden sollen, aber es wird nie gesagt, was genau in diesem Zeitfenster dann konkret „passiert“. Öffnet sich zum Beispiel ein Zeitfenster für neue Kontakte, heißt das nicht, dass jetzt die große Liebe kommt, öffnet sich ein Zeitfenster für berufliche Entwicklungen, bedeutet das nicht, dass wir ohne unser Zutun einen raketenhaften Aufstieg hinlegen werden oder unser Chef uns mit einer saftigen Gehaltserhöhung überrascht.

Das persönliche Horoskop mit seinen Inhalten ist immer nur eine Blaupause, eine Skizze, ein Entwurf, den wir dann in unser Leben übertragen müssen. Es zeigt den Auftrag, den wir ausführen dürfen - tun wir das, was das Horoskop als Potenzial anzeigt, schaffen wir uns die Basis für ein erfülltes und auch materiell erfolgreiches Leben.

Wenn sich nichts ändert, liegt das an Ihnen!

Die Gründe, weshalb sich im Leben dann trotz astrologischer Beratung doch nichts ändert und Menschen nicht zufriedener werden, sind natürlich sehr vielfältig. Schauen Sie einfach mal, ob hier etwas auf Sie zutreffen könnte:

Es gibt Menschen, die sich zu wenig zutrauen. Immer wenn es darum geht, einen Schritt in die richtige Richtung zu machen, tauchen Zweifel in ihnen auf. Oft merkt man das daran, dass man immer wieder von etwas spricht, aber die dazu notwendigen Schritte aufschiebt. Dazu gehören aber auch diejenigen, die wirklich glasklar wissen, wo sie hinwollen und plötzlich wie ein störrischer Esel sich mit einem „kann ich nicht“ weigern, eine Fähigkeit, die es für den neuen Weg braucht, zu lernen.

Dann gibt es diejenigen, die ein starkes Sicherheitsbedürfnis haben. Das sind jene von uns, die zwar freier leben möchten (egal, ob beruflich oder privat), aber plötzlich Angst haben, dass sie das nicht schaffen könnten und dann verhungern würden. Das sind dann auch die, die eine Garantie wollen, ob ein Plan auch wirklich von Erfolg gekrönt sein wird und man hinterher über mindestens das gleiche Einkommen verfügt wie vorher.

Oft befürchtet man auch den Gegenwind seiner Umgebung. Den von Kollegen und Freunden, aber besonders auch den, der aus der eigenen Familie oder Partnerschaft kommt. Man ahnt den Widerstand, will aber seinen Frieden (und die Liebe der anderen) erhalten, also lässt man es doch besser sein. Andere Menschen sind oftmals nicht verzückt, wenn wir uns verändern wollen - und das kann durchaus unangenehme Folgen für uns haben. Also lassen wir es doch besser bleiben.

Natürlich gibt’s auch Menschen, die die Anstrengung scheuen. Ich habe selten erlebt, dass Entwicklung und Veränderung so ganz von alleine und ganz easy stattfinden. Mehr aus seiner Komfortzone raus zu sollen, kann unbequem sein und man hält dann dieses innere Unbehagen vorschnell für ein „Zeichen“, dass es eben nicht sein soll.

Manchmal ist man aber auch nur einer esoterischen Halbwahrheit aufgesessen. Auch wenn viele sagen, dass man sich seine Ziele visualisieren und positiv denken soll (was in der Tat keine schlechte Idee ist), ist es trotzdem nicht das, was wirklich Bewegung ins eigene Leben bringt. Hier verhält man sich eher wie ein Kind, das fest darauf vertraut, dass der Weihnachtsmann die Eisenbahn bringt (die möglicherweise eintrifft, aber nur, weil die Eltern den Wunsch in die Tat umgesetzt haben).

Fazit: Astrologie ist etwas für aktive Menschen, die bereit sind, die Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen und auch bereit sind, durch innere Widerstände hindurchzugehen.

Denn auch - und gerade hier - gilt: Die Sterne werdens nicht richten, s´ghört zu unsren eignen Pflichten. MIT der Astrologie im Kreuz bekommen wir aber eine große Rückenstärkung, das wirklich Richtige für uns zu tun und auf einem guten Weg zu sein. Auf genau dem Weg, der zu uns passt und der uns glücklich und zufrieden macht.

Dieser Artikel wurde am 08.10.2018 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

Zurück

Kommentare

Kommentar von Ivonne |

Liebe Frau Grotsch,

vielen Dank für die erfrischenden Zeilen. Auch wenn man sich das nicht gerne eingesteht, aber wer möchte nicht gerne hören was er alles kann, welche Möglichkeiten er hat und was er erreichen kann. Dann lese ich weiter und da steht genau das, warum es nicht klappt. Meine Augen werden zu Schlitzen, weil ich es am liebsten gar nicht lesen will. DENN ES STIMMT! So ab und zu braucht es wieder mal einen Schubs. Vielen Dank dafür:-)

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Yvonne,

jetzt haben Sie mir ob Ihres herrlichen Humors ein Lächeln ins Gesicht gezaubert :-).

Liebe Grüße - und los geht´s!

Sylvia Grotsch

Kommentar von Bernd |

Oh wie wahr ! Und wie erfrischend klar dargestellt - vielen Dank, Frau Grotsch.
Hätte ich all dies schon früher in meinem Leben gewusst, ich hätte es mehr genutzt. Als älteres Semester und Stier-Geborener mit Aszendent Schütze haben in mir immer die Bequemlichkeit und Sturheit mit der Neugier und dem Drang fürs Abenteuer draußen in der großen weiten Welt gekämpft ... und sie tun es auch jetzt noch.
Dabei gibt es bestimmt einen guten Weg, beides harmonisch miteinander zu verbinden - aber die sich ständig wiederholenden Konflikte zeigen, dass ich den noch nicht gefunden habe.
Nochmals vielen Dank für diesen illustrativen Artikel !

Antwort von Sylvia Grotsch

Lieber Bernd,

oh ja, da gibt es Möglichkeiten! Unterwegs sein in "Mutter Natur" ... vielleicht auch ein Häuschen direkt am Auto dran :-).

Das muss Sie jetzt nicht ansprechen, nur als Beispiel, wie man scheinbare Widersprüche miteinander kombinieren kann.

Herzlich Grüße

Sylvia Grotsch

Einen Kommentar schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Ihre eigene Webadresse können Sie gerne im Feld "Webseite" eintragen.

Wenn Sie hier einen Kommentar schreiben, werden folgende Daten von Ihnen gespeichert: gewählter Benutzername, Datum und Uhrzeit des Kommentars, E-Mail-Adresse, anonymisierte IP-Adresse.

(bitte mit http://)