ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Warum ich nicht über die Attentate von Paris schreibe

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 3)

Am Samstagvormittag war ich mit einer Freundin verabredet. Sie fragte mich etwas, was vielleicht auch Sie mich fragen könnten: „ Waren die Attentate von Paris für dich erkennbar? Kann man da aus astrologischer Seite nicht warnen? Dein Wochenendbericht hat doch ganz heiter geklungen!“

Abends erreichten mich über Facebook einige private Nachrichten, die alle in eine ähnliche Richtung gingen: „Konnte man die Ereignisse von gestern astrologisch erkennen, wenn schon nicht das genaue Ereignis, dann vielleicht doch diese unglaubliche Aggressivität?“

Der Wochenendbericht

Zur Beantwortung muss ich ein bissel weiter ausholen: Der Wochenendbericht sagt NIE Ereignisse voraus, sondern untersucht lediglich die Mondstellung. Die Mondstellung zeigt immer, wofür wir alle, als „Kollektiv“ empfänglich sind.

Der Mond stand im Augenblick der Attentate im Tierkreiszeichen Schütze. Da unternimmt man gerne etwas, geht gerne aus, auch Sport-Events passen perfekt in dieses Zeitfenster. "Das Leben ist schön, lasst es uns feiern", so kann man die allgemeine Stimmung umschreiben (in die natürlich nicht jeder verfallen muss, das Ganze ist eher als "Trend" zu verstehen).

Wofür wir besonders "offen" sind, das ist also immer das Thema meiner Wochenendberichte, denn der Mond zeigt auch, wie und womit wir am besten regenerieren können, was uns seelisch nährt, bevor wir in die kommende Woche starten.

Was Mundan-Astrologen können

Solche Ereignisse, wie sie sich am Freitagabend in Paris zugetragen haben, werden über andere astrologische Betrachtungsweisen sichtbar. So werden zum Beispiel immer auf Sonnen- und Mondfinsternisse vollständige Horoskope erstellt und diese werden mit einer bestimmten Technik („Astrokartografie“) über die ganze Weltkugel projiziert.

Und ja, Astrologen, die sich mit „Mundan-Astrologie“ (= Astrologie des Weltgeschehens) beschäftigen, können darüber dann die neuralgischen Punkte in der nächsten Zeit auf unserer Erde erkennen, Punkte, die gefährdet sind für Natur- und andere Katastrophen.

Zum Beispiel ließ sich aufgrund dieser Mundantechniken für die Zeit um den 11. September 2001 herum ein „erschütterndes Ereignis“ für die USA vorhersagen. Nachzulesen in einer älteren Ausgabe der Astrologie-Zeitschrift ASTROLOGIE HEUTE, die VOR dem Ereignis erschienen war (leider weiß ich die Nummer nicht mehr, aber wer wirklich die Aussage nachprüfen will, wird sicher fündig werden).

Es wird daher ganz bestimmt eine astrologische Untersuchung über die Attentate in Paris geben. Und ich bin mir sicher, dass dabei aufschlussreiche astrologische Zusammenhänge zu erkennen sein werden. Wer solche Untersuchungen immer sehr gut macht, ist Claude Weiss, der einmal im Monat oben genannte Zeitung herausgibt. Diese Zeitschrift können Sie abonnieren (frag Tante Google) oder in Esoterik-Buchläden kaufen.

Was Individual-Astrologen machen

Ich befasse mich mit Konflikten, Kriegen und Terroranschlägen meist nur im Nachhinein, indem ich die Ausführungen anderer Astrologen zum entsprechenden Vorfall lese. Claude Weiss erstellt solche Mundan-Analysen so hervorragend, da kann ich mir die entsprechenden astrologischen Untersuchungen sparen.

Außerdem: Mundan-Astrologie ist für Nicht-Astrologen komplett unverständlich - ich würde mir also sehr viel Arbeit machen, aber nur einige Leser/innen könnten dem folgen. Dieser Blog hier soll (jedenfalls so gut es geht) auch für die Allgemeinheit verständlich sein.

Damit wir uns richtig verstehen - das bedeutet nicht, dass mich mundane Ereignisse nicht interessieren! Selbstverständlich beobachte ich sehr genau, was da draußen geschieht und bringe es in Zusammenhang mit aktuellen Konstellationen. Aber ich möchte keine Zeit darauf verwenden, Artikel über Katastrophen zu schreiben. Irgendwann muss man sich entscheiden, worauf man in seiner Arbeit seinen Fokus richtet.

Meine Fokus liegt darauf, Menschen in ihrer individuellen Entwicklung und bei Problemlösungen zu unterstützen. Mir ist wichtig, andere durch diese heftige Zeit zu begleiten, in dem ich immer wieder ihren Blick auf das Konstruktive richte.

Wie wir die Pluto-Uranus-Konstellation nutzen können

Wir haben zurzeit immer noch die Pluto-Uranus-Konstellation am Himmel. Pluto-Uranus-Zeiten waren auch in der Vergangenheit Zeiten der Revolutionen, des Terrors, der Kriege und der Unterdrückung - und des Aufbegehrens dagegen. Mit Pluto-Uranus am Himmel sind wir als Gesellschaft aufgefordert, uns diesen Themen zu stellen, vor allen Dingen auch den Ursachen, die diesen Ereignissen zugrunde liegen.

Aber Pluto-Uranus verlangt eben nicht nur, uns der Gewalt in der Welt, sondern auch unseren eigenen Unterdrückungsmechanismen zu stellen. Dem Terror unserer Gedanken, mit dem wir unsere guten Ideen, unsere Wünsche und Sehnsüchte nach freier Entfaltung blockieren. Jenem Geplapper in unserem Kopf, das uns einredet, weshalb wir aus diesen und jenen Gründen nicht das tun können, was wir gerne tun würden …

Ein Schritt nach dem anderen

Wenn ich sehe, dass die Pluto-Uranus-Konstellation einen wichtigen Punkt im Horoskop meines Klienten, meiner Klientin berührt, dann frage ich immer: Was möchtest du verändern in deinem Leben? Mit welchen Gedanken und veralteten Konzepten hältst du dich gefangen? Wovor hast du Angst?

Dabei wird es im Leben des Einzelnen selten darum gehen, alles radikal zu verändern („kurz und klein“ zu schlagen) - aber es geht immer darum, kleine Schritte in mehr Freiheit zu wagen und aufzuhören, sich mental selbst in Schach zu halten.

So sehr wir uns wünschen, dass die Aggressivität gegen das Leben auf unserem Planeten aufhört - fangen wir bei uns an, das ist das Einzige, was jeder von uns beeinflussen kann.

Mein Mitgefühl gilt den Opfern und ihren Angehörigen. Ich wünsche den Franzosen viel Kraft, die Trauer und den Schock zu verarbeiten, um das Leben dann wieder neu feiern zu können.

Dieser Artikel wurde am 15.11.2015 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Christiane Lieke |

Liebe Sylvia
Ich verfolge deine Seite schon länger und oft gar es parallelen zwischen dem was du geschrieben hast und dem was passiert ist. Aber letzten Samstag , den 07.11. war der Hammer . Ich habe seit Juni fast gar keinen Kontakt zu meinem Sohn , er möchte einfach nicht und gibt mir auch keine Begründung. Das ist das, was mir nein genick bricht.
Er hatte am 03.11. geb und wollte mich aber auch nicht sehen. Dann kam plötzlich und unerwartet die Anfrage von ihm , ob ich meine Familie bei mir zum Kaffee einladen könnte , er habe aber nicht viel zeit. Du schriebst, dass am Samstag ab 16.14 Uhr es lockerer wird. Die Gäste kamen um 15.00 Uhr
Es war völlig verkrampft, weil wir ihn alle schon lange nicht mehr gesehen haben. Nur meine Zwillingsschwester musste Arbeiten um kam später. Hatte mit ihr um kurz vor 16.00 Uhr gerechnet.
Sie klingelte genau um 16.14 Uhr
Und die anderen gingen bald
Ab 16.14 war es viel besser
Das war so klasse
Genau die Uhrzeit

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Christiane,

das ist schön, dass da jetzt wieder Bewegung drin ist. Ich vermute, du beziehst dich auf meinen Wochenendbericht? Ja, manchmal gibt es da erstaunliche Parallelen zu eigenen Leben, muss aber natürlich nicht immer so sein. Da hängt auch viel noch vom eigenen Horoskop ab. Manchmal steht man stärker zu den Faktoren des Wochenendberichts "in Resonanz" (wie das wohl bei dir am 7.11. war), manchmal schwächer, manchmal gar nicht.

Alles Gute und herzlich Grüße,

Sylvia

Kommentar von Andrea-Sophie |

Liebe Sylvia,
vielen Dank für die ausfühliche Erklärung der verschiedenen Horoskoparten.
Für mich, die sich jetzt erst mit der Astrologie beschäftig, ist der Beitrag sehr lehrreich, ebenso wie Dein Newsletter.
Einen schönen Tag, trotz allem, und viele Grüsse aus Bayern
Andrea-Sophie

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Andrea-Sophie,

ich freue mich, wenn du das eine oder andere Gute für dich hier rauspicken kannst. Und ja, dass ich mal den "Unterschied" etwas klarer machen sollte, das kam mir dann auch erst, als ich die eine und andere Anfrage nach der astrologischen Ursache der Attentate bekam.

Klar, irgendwann sind wir Astrologen auch "Allrounder" und kennen uns in den verschiedenen Zweigen unserer Zunft aus, aber nicht jeder - ich zum Beispiel - will jeden Zweig dann auch bespielen.

Ich wünsch dir bei deinen Astro-Studien ein fröhliches und erkenntnisreiches Vorankommen:-).

Herzlich,

Sylvia

Kommentar von Uwe Grimm |

Hallo Frau Grotsch,
ein interessanter Gedanke, sich den eigenen inneren Terror anzuschauen und kleine Schritte, hin zu mehr Freiheit zu machen.
Ich glaube, daß Pluto nicht nur der "Bad Guy" des Universums ist. Schließlich ist er der einzige Planet der Herz zeigt (siehe die neuesten Aufnahmen der New Horizon-Mission). Für mich ist Pluto auch die Energie in uns, die alles - was wir individuell oder kollektiv in den Keller (Unterwelt) gesperrt haben - ans Licht bringt. Da wir das vermeintlich Häßliche und Traumatische natürlich im Keller eingesperrt lassen wollen, muß der Gegendruck von Unten umso größer sein, bishin zum Terror, den wir dann im Inneren spüren oder im Außen erleben.
So barbarisch dieser Anschlag in Paris war, so gibt es natürlich auch hier eine andere Seite der Medaille. Viele islamistische Terroristen sind keine ausländischen Söldner, sondern kommen aus Frankreich, Belgien, Deutschland etc., also mitten aus unserer Gesellschaft. Hier haben Sie - wie Pluto bei der Aufteilung der Welt - wirtschaftlich, sozial oder einfach nur menschlich (denn einige kommen auch aus "gutem Hause") den Kürzeren gezogen und fühlen sich deshalb mit der Gesellschaft nicht mehr verbunden. Sie werden dann leicht Opfer von Rattenfängern, deren Vorstellungen ihnen das geben was sie von der Gesellschaft, Familie etc. nicht bekommen haben. Zugleich wechseln sie von der ohnmächtigen in eine scheinbare Machtposition, denn in Wirklichkeit sind sie ja von religiösen Fanatikern fremdbestimmt. Wie Krebszellen fangen sie dann an, den Organismus (Gesellschaft) zu zerstören. Aber wieviele Menschen überleben Krebs, indem sie einfach nur gegen ihn ankämpfen? Pluto ist auch der Planet der brutalen Wahrheit. Und so könnten wir uns auch die Frage stellen, warum wir nicht auch um die unschuldigen Menschen weinen, die z.B. bei amerikanischen Drohnen- oder russischen Luftangriffen sterben (sog. Kollateralschäden).
Warum sind wir nicht mehr schockiert, wenn tagtäglich mehrfach so viele Menschen (darunter sehr viele Kinder) verhungern wie in Paris ermordet wurden und das Wirtschaftssystem der Industrieländer maßgeblich dafür mitverantwortlich ist? Ich will mit diesen Argumenten keinesfalls das Verbrechen von Paris relativieren. So eine Tat ist durch nichts zu rechtfertigen.
Aber vielleicht sollten wir etwas zurückhaltender sein, mit dem Finger auf die anderen Bösen zu zeigen und daran denken inwieweit auch wir Böses tun.
Nur wenn wir die Kellertür aufschließen und das scheinbar Böse als zu uns gehörig annehmen, können wir uns innerlich wandeln und authentisch und selbstbestimmt sein. Wäre das nicht echte Freiheit? So gesehen würde das Herz auf Pluto doch gut passen (ich weiß, viele Astrologen werden jetzt laut aufschreien).

Sehr aufschlußreich ist eine Synastrie zwischen dem Horoskop der 5. Französischen Republik (05.10.1958, 0.00 Uhr) und dem Zeitpunkt der 1. Bombenexplosion (13.10.2015, 21.16 Uhr). Die Krebsaszendenten sind identisch. Der herrschende Mond läuft in eine Konjunktion mit Saturn und in ein Quadrat mit Neptun hinein. Natürlich ist auch Sonne Quadrat Pluto enthalten. Das ist nur ein erster oberflächlicher Blick.
Ich wünsche Ihnen weiter viele Ideen für viele interessante Artikel.

Viele Grüße
Uwe Grimm

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