ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Barbara Steldinger |

Liebe Sylvia,

dein heutiger Artikel spricht mir aus der Seele. Das Thema beschäftigt mich, seit Anfang des Jahres eine ehemalige Schulfreundin mich anrief und wir nett plauderten. Wir hatten uns etliche Jahre nicht gehört und gesehen und so berührte mich ihr Satz irgendwie seltsam "Du, der Jürgen hat ja jetzt viel Zeit als Rentner und ich muss auch nur noch 3 Jahre durchhalten, dann kann ich auch in Rente gehen.". Jürgen ein Rentner? Sie bald Rentnerin? Wir sind gleichaltrig! Ganz seltsame Vorstellung.

Immer mehr gleichaltrige Freunde erzählen mir etwas von bald "in Rente gehen". Das ist mir noch so fern, so ganz und gar unpassend für mich. Ja, ich sehe jünger aus, ok.
Aber die Hauptsache ist, dass ich als Selbständige erstens keine besonders lukrative Rente bekommen werden, zweitens keine riesigen Rücklagen habe und drittens meine Arbeit weitermachen möchte. Ich habe das Gefühl, doch jetzt erst so richtig angekommen zu sein und das Ende der Fahnenstange ist noch lange nicht erreicht. Und wenn ich fit und gesund bleibe, gibt es keinen Grund damit aufzuhören.

Und die erwähnten Veränderungen, die du ansprichst, liebe Sylvia, die mache ich auch. Also mehr Pausen, genauer darauf achten, mich nicht zu übernehmen, gut ernähren usw. Das, finde ich, hat etwas von Weisheit des Alters.

Vielleicht ist es auch einfach anders, wenn man das macht, was man mit Herz und Seele gerne macht, selbstbestimmt. Angestellte erleben, wenn sie dann in Rente sind, dann endlich auch das Gefühl von Selbstbestimmtheit über ihr Leben, ihre Zeit. Könnte ich mir so erklären. Was meinst du dazu?
sonnige Grüße
Barbara

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo, liebe Barbara,

eigentlich ist es eine "Katastrophe", dass bei vielen Menschen die Selbstbestimmtheit erst nach der Rente losgeht. Natürlich ist das nicht bei allen so, denn man kann natürlich auch als Angestellte/r in einem Beruf sein, der einen ausfüllt.

Leider erlebe ich immer wieder, dass viele junge Menschen von den Eltern gedrängt werden, "was Vernünftiges" zu lernen. Nichts gegen Vernunft, aber man muss sich mal bewusst machen, wie lange wir in einem Beruf zubringen! Ich erinnere mich noch, als meine Mutter - die meinen Wunsch, erst Psychologin und dann Astrologin zu werden durchaus nachvollziehen konnte - zu mir sagte: "Aber das kann du dann doch nach deiner Pensionierung noch machen."

Das war damals die Denke - an der sich bis heute noch nicht allzu viel geändert hat. Hauptsache Sicherheit - wie es dem Menschen dabei geht, das wird zu wenig beachtet. Aber es sind keineswegs immer nur die Eltern, die diese Einstellung haben, ganz viele junge Menschen treffen ihre Berufswahl unter diesem Gesichtspunkt.

Auf der anderen Seite sehe ich das auch gelassen. Ich hatte mich ja damals auch für Sicherheit entschieden (niemand hat mich in meinen Lehrerberuf "reingeprügelt", ich hab das selber so entschieden) - das Leben hat mir dann die rote Karte gezeigt, die ich glücklicherweise verstanden hatte.

Zu tun, was man liebt und das bis zu einem Zeitpunkt, wo man es selber will (und auch kann), das hat für mich etwas mit "Lebensqualität" zu tun. Außerdem merke ich, dass sich meine Arbeit, wie bei dir ja auch, mit den Jahren nur verbessert hat. Wissen hat kein Verfallsdatum. Schön wäre es, wenn so etwas in der Schule vermittelt würde. Und auch, dass ein einmal eingeschlagener Weg nicht auf Dauer beibehalten werden muss.

Liebe Grüße und ganz viel Freude, Schwung und Gesundheit für dich, damit du lange deine wohltuende Arbeit ausüben kannst :-)

Sylvia

Kommentar von Zamyat M. Klein |

Hach, das ist doch auch genau mein Thema! Schön, dass es so viele Gleichgesinnte gibt. Offiziell wäre ich ja nun auch in Rente, bekomme ebenfalls ein nettes Zubrot monatlich überwiesen, dass so als Zusatz prima ist, aber alleine zum (guten) Leben nicht reichen würde.
Daher habe ich auch nie ernsthaft darüber nachgedacht, wie und wann ich "in Rente gehe".

Und ebenso wie ihr dennoch immer mehr geschaut: Was will ich wirklich? Welche Arbeit erfüllt mich besonders? Womit will ich meine kostbare Zeit vor allem verbringen? Und mich immer weniger nach Konventionen, Erwartungen und vermeintlichen Zwängen richten.

So ändert sich ständig in meinem Leben wieder etwas, ich beginne neue Projekte, kündige andere, die nicht mehr stimmen. Mit der Erfahrung: Wenn ich etwas beende, was so nicht mehr stimmt, kommt etwas besseres Neues. Es gehört immer wieder Mut dazu, aber ich habe es aktuell gerade wieder gemacht. (Und am nächsten Tag kam ein neuer Auftrag- das finde ich immer wieder irre!!)

Da ich das Thema so wichtig finde, habe ich sogar dazu ein eigenes Seminar in der Türkei entwickelt: Kreative Lebensplanung mit Ü50/ Ü60.

Auch vor dem Hintergrund, das immer mehr Menschen in meiner Umgebung (und zum Teil deutlich jünger) sehr schlimm erkranken oder sogar sterben, führt das immer zum gleichen Gedanken: Meine Zeit so gut und sinnvoll zu nutzen, wie es nur irgend geht.

Und ab einem gewissen Alter sieht und weiß man deutlicher, was man kann, mag und wie man leben möchte- und pfeift etwas entspannter auf die Erwartungen anderer.
In diesem Sinne: auf ein glückliches erfülltes Altern!

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Zamyat,

herzlich willkommen hier! Ja, Selbstständigkeit ist schon ein "aufregendes" Leben, mit ganz eigenen Erfahrungen, die man in einem Festangestellten-Verhältnis so nicht machen kann.

Ich werde immer wieder "bewundert", was ich alles in meinem "Alter" so mache. Ich finde das selber völlig natürlich, sich weiter zu entwickeln, sich neue Projekte einfallen zu lassen - sicher in einem anderen Arbeitstempo als mit Mitte Dreißig. 

Seltsamerweise: Je älter ich werde, desto weniger Ängste habe ich. Vielleicht weil Frau einfach schon viel "hinter" sich hat? Oder weil sich all die Sorgen (wir Deutschen sind ja krankhafte sich-Sorgen-Macher) nie eingetreten sind? Oder weil ich weiß, dass es für alles eine Lösung gibt? Die buchstäbliche Gelassenheit des Alters hat schon was :-).

Das Seminar von dir finde ich super - und ja, das ist das einzige Wichtige: Sein Leben mit dem zu gestalten, was einem Freude macht.

Herzliche Grüße in die Türkei!

Sylvia

 

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