ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Warum Ihr Beruf Sie nicht "glücklich" machen muss und was Sie tatsächlich weiterbringt

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 8)

Vor jeder astrologischen Beratung mache ich immer ein telefonisches Vorgespräch, weil ich wissen möchte, was mein Gegenüber zu mir führt. Welche Fragen sie oder er hat und ob ich auch die Erwartungen, die jemand an eine astrologische Beratung hat, erfüllen kann.

Am Telefon ist diesmal eine junge Frau. Sie hatte sich für ihr Kind eine Auszeit von drei Jahren genommen, jetzt steht der Wiedereinstieg in ihre alte Firma bevor. Alleine bei der Vorstellung, an ihren alten Arbeitsplatz zurückzukehren, graut ihr. Nicht wegen ihres Chefs oder der Kollegen, die sind nett, aber die Büro-Arbeit in einem Versicherungskonzern ist einfach nur öde.

Was eine astrologische Beratung kann

Wir sprechen darüber, was ich für sie tun könnte: Ich kann ihr an ihrem Horoskop erläutern, welche Talente sie in ihrem Beruf einsetzen will, was sie interessiert und was wirklich zu ihrer Persönlichkeitsstruktur passt.

Ich kann ihr die Inhalte nennen, die für sie wichtig sind: zum Beispiel Kreativität / Entwerfen / Gestalten / Handwerkliches oder Heilen / Helfen / Beraten oder Lehren / Schreiben / Kommunikation … und ganz vieles andere mehr.

Ich kann aber nie sagen: „Du musst Rechtsanwältin, Frisörin oder Automechanikerin werden“. Wenn man das mit der Astrologie könnte, würde ich diesen Beruf wahrscheinlich nicht ausüben. Ich will Denkanstöße geben, nicht Vorschriften machen oder jemandem die Lösung abnehmen.

Sehnsucht danach, glücklich zu sein

Noch während ich meiner Klientin das alles erkläre, fällt der entscheidende Satz von ihr: „Ich glaub, ich möchte einfach einen Beruf haben, der mich glücklich macht“.

Diesen Satz höre häufig, er ist direkt zu einem neuen Credo im Internet geworden. Genauso oft wird behauptet, dass man bei der Frage nach dem richtigen Beruf sich an seiner "Leidenschaft" orientieren soll und an dem, wofür man "brennt". Auch gibt es jede Menge Bücher, die genau in diese Richtung zielen, wie zum Beispiel „Finde den Job, der dich glücklich macht“. Genauso wie ungezählte Coaches, die Menschen auf der Suche nach dem Beruf, der sie „glücklich“ macht, unterstützen.

Aber stimmt das wirklich? Brauchen wir wirklich so heftige Emotionen, um sicher sein zu können, das Richtige für uns gefunden zu haben? Muss uns ein Beruf wirklich „glücklich“ machen, müssen wir vor Begeisterung in Flammen stehen - oder geht es nicht in Wahrheit um ganz was anderes?

Eine Frage der Definition

Die Antwort hängt natürlich auch davon ab, was man unter „glücklich sein“ versteht. Geht man streng wissenschaftlich vor, dann hängt unser Glücksempfinden von Vorgängen im Gehirn ab.

In unserem Gehirn gibt es das „Lustzentrum“, das ist eine Ansammlung von Neuronen im Mittelhirn. Diese werden aktiv, wenn etwas passiert, das besser ist als erwartet. Dann stoßen die Neuronen den Glücksstoff Dopamin aus und leiten ihn weiter ins untere Vorderhirn und direkt ins Frontalhirn. Wenn das Dopamin im unteren Vorderhirn ankommt, produzieren die dortigen Neuronen opiumähnliche Stoffe – was das Gefühl der Euphorie und des Glücks auslöst.

Aber: Ein ständiges Glücksgefühl, quasi eine „Überdosis“, wäre gefährlich (Sie kennen das – wenn Sie frisch verliebt sind, können Sie glatt eine Woche oder länger ohne zu essen leben, was noch harmlos ist. Andere brettern laut singend und mit offenem Verdeck mit zweihundert Stundenkilometer über die Autobahn oder kündigen einfach vorschnell ihren Job, weil ihr Glück vermeintlich in Südamerika auf sie wartet). Rein des Überlebens wegen ist es also wichtig, dass das Glücksempfinden wieder abflaut.

Ein Anspruch der überfordert

Der Anspruch, einen Beruf zu haben, der uns “glücklich“ macht, ist also eine Überforderung. Wir würden damit von unserem Beruf erwarten, dass er dauerhaft ein intensives Gefühl in uns hervorruft, das von Natur aus nur vorübergehend und nur Einzelmomenten vorbehalten ist.

Und meine Klientin?

Ihr Horoskop zeigt eine starke handwerkliche Begabung. Einen Beruf zu haben, in dem sie etwas Schönes herstellen kann, wäre wichtig für sie. Da erzählt sie mir, dass sie die Jüngste ist in einer Familie mit einer langen Schneidertradition.

Auch meine Klientin hat als Kind schon total gerne für ihre Puppen genäht und hat sich in ihrer Teenagerzeit von Kopf bis Fuß selbst eingekleidet. Aber „irgendwie“ ist sie nicht auf die Idee gekommen, das Schneidern zum Beruf zu machen. Vielleicht auch deshalb nicht, weil sie die Nähkunst ihrer Mutter immer sehr bewundert hatte und glaubte, nie so gut werden zu können wie sie. Damit verschwand aber das Nähen mit der Zeit völlig aus ihrem Leben.

Wenn Sie das tun, was Sie lieben, werden Sie Erfolg haben.
Albert Schweitzer

Auf meine Frage, wie es sich anfühlen würde, wieder ans Nähen anzuknüpfen, platzt ein "Richtig gut!" aus ihr heraus. Und genau das ist es, worauf wir achten sollten: ob sich für uns etwas gut anfühlt. Denn wenn sich etwas gut anfühlt, dann meldet sich immer unser Wesen mit seinen ganz besonderen Talenten und Interessen zu Wort.

Wie Sie den passenden Beruf finden

Wenn Sie sich also fragen, was beruflich gut zu Ihnen passt, können Sie getrost den Vergleich mit heftigen Emotionen beiseite lassen. Statt darauf zu warten, dass Sie von einer heftigen Welle gepackt werden, überlegen Sie besser folgendes:

  • Was mache ich SO GERNE, dass ich einen Großteil des Tages damit verbringen kann? Einfach weil es mich interessiert und mir gut tut?
  • Wofür bin ich bereit, mich anzustrengen? Wo stecke ich freiwillig Energie rein und vergesse die Zeit darüber?
  • Welche Themen oder Tätigkeiten interessieren mich so sehr, dass ich immer noch mehr darüber lernen möchte?
  • Was erfüllt mich mit Freude und Stolz, wenn ich es gut hingekriegt habe?

Wenn Sie diese Punkte bei Ihrer Berufsentscheidung berücksichtigen, sind Sie auf der richtigen Spur und dann wird das, was Sie tun, Ihnen Energie geben, statt Ihnen welche zu klauen. Und in ganz besonderen Momenten werden dann sicher auch mal die Glückshormone Samba tanzen :-).

Wie ist das bei Ihnen? Haben Sie einen Beruf, der Ihnen Spaß macht, der Sie interessiert und Sie erfüllt? Wenn nicht - was wäre es, was Ihnen mehr Freude machen würde? Wie könnte ein erster Schritt in diese Richtung aussehen?

Wenn Sie mehr darüber wissen möchten, was Ihr Horoskop zu Ihrem idealen Beruf sagt, dann unterstütze ich Sie gerne! Ich zeige Ihnen, was gut zu Ihnen passt, was Sie wirklich interessiert und wofür Sie morgens gerne aufstehen :-).

Dieser Artikel wurde am 13.09.2015 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Maraike |

Liebe Frau Grotsch,
vielen Tag für diesen wunderbaren Artikel! Diese heftigen Emotionen, die mit der Berufswahl verbunden sein sollen, haben mich tatsächlich viele Jahre unter Druck gesetzt. Dabei geht es darum, dass einen etwas wirklich interessiert und dass man sich "gut" dabei fühlt. Alles andere ist übertrieben. Auch wenn man etwas am Anfang vielleicht "leidenschaftlich gerne" tut, verwandelt sich das schließlich im besten Fall mit der Zeit in das "gute Gefühl", auf dem richtigen Weg zu sein. In der heutigen Zeit wird immer alles ein bissel überzeichnet :-).
Ach so, noch zu Ihrer Frage: Ich habe mich mit Anfang 50 mit einem eigenen kleinen Geschäft der besonderen Art selbstständig gemacht. Und ja, es läuft erfolgreich und es geht mir - trotz heftig vieler Arbeit - sehr gut damit. Davor hab ich anderen Herren gedient. Kein Vergleich zu dem, wie ich mich heute fühle.
Herzlichen Dank für Ihren schönen Blog!
Maraike

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Maraike,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich sehe das auch so: Heute werden gerade in Web-Artikeln sehr heftige Worte benutzt, um zu Menschen durchzudringen. Ich habe in meinen Beratungen häufig erlebt, dass solche Begriffe wie "glücklich", "Leidenschaft" etc. gerade Menschen, die ein etwas gelasseneres Temperament haben, überfordern. Sie denken dann, es gäbe nichts, was für sie stimmt.

Dabei ist das doch so leicht herauszufinden, wenn man einfach nach anderen Gefühlen ausschaut!

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Claudia Schwab |

Hallo liebe Frau Grotsch,

im ähnlichen Wortlaut hatte ich gestern mit einer Freundin ein Gespräch die selber unglücklich ist in ihrem Beruf. Doch es ist nicht der Beruf, es ist ein Bereich davon den sie einfach nicht gerne macht und auf alles drüberstülpt. Sie meinte auch sie muss durchgehend begeistert, motiviert und euphorisch sein.
Als ich vor 21 Jahren erkannte was meine Berufung ist habe ich auch nicht "Hurra" geschriehen. Ganz im Gegenteil. Ich musste mich an meine Berufung gewöhnen wie an ein gesundes Essen wenn man zuvor nur JunkFood gegessen hat :). Doch dann kam immer mehr die Freude, der Spaß, Erfüllung und ein Wohlgefühl mit den Nebenwirkungen: Shit, Buchhaltung steht wieder an oder den Kunden sehe ich auch lieber von hinten usw.
Alles hat die Vielfalt eines Malkastens im Leben, egal ob im Beruf oder in unseren Beziehungen ... mei, so ist das Leben! Jeder fühlt anders oder hat andere Punkte die bei seinem "glücklich sein" zählen. Einfach bei sich selber bleiben und nicht verwirren lassen. Im Grunde ist alles immer ganz einfach!

Herzliche Grüße
Claudia Schwab

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Frau Schwab,

Sie haben das sehr gut auf den Punkt gebracht.

Ich hab damals, als ich mich als Astrologin selbstständig gemacht habe, auch nicht "hurra" geschreiben oder "im Glück" gebadet. Ich stand (selbstgewählt) von heute auf morgen vor der Herausforderung, ab sofort das Geld, das sonst von alleine auf mein Konto floss, selber zu verdienen.

Aber ich habe den Stress auf mich genommen, weil das, was ich gemacht habe, mich interessiert hat. Bis zum heutigen Tag. Und ja, es gibt genauso auch langweilige Anteile in meinem Beruf und es ist die Frage, ob man sich davon dominieren lässt.

Sehr interessant finde ich auch Ihren Gedanken, dass Sie sich an Ihren neuen Beruf erst mal gwöhnen mussten, wie an ein gutes Essen. Das zu wissen, nimmt Druck raus, wenn man mit etwas startet, was einem liegt.

Danke für Ihren Beitrag!

Sylvia Grotsch

Kommentar von Monika Andrea Schembera |

Liebe Frau Grotsch, ich finde den Artikel sehr interessant. Ich finde es muss einen der Beruf schon Spaß machen, ich für mich habe herausgefunden das ich gerne meine Beruf nachgehe wenn er Spaß macht. Natürlich muss alles zusammen passen. Jedoch sollte man auf seine Träume hören, ich habe mein Hobby nun zu meinem Beruf gemacht und bin begeistert darüber. Natürlich hatte ich zuerst den Beruf gewählt der meinen Eltern gefiel, jedoch wollte ich immer schon einen Sozialen Beruf. Meine Eltern erklärten mir du musst Geld verdienen du hast kein Studium, nach harter Arbeit an mir und meine Träumen konnte ich es verwirklichen, aber ich lies mich nie davon abbringen. Für mich persönlich stellt sich immer die Frage was will ich tun will ich Geld verdienen um zu Überleben, oder Lebe ich um Freude im Beruf zu haben. Bei mir steh an erster Stelle, die Liebe zum Beruf, wenn ich mit Müh und Not einen Beruf nach gehen leide ich und mein Umfeld. Ich persönlich rate immer, natürlich auch alles Umstände vorher Abwegen, sich zu überlegen was sind deine persönlichen Ziele was soll dein Beruf für dich sein? Ich habe immer meine Träume und Ziele geprüft und dann meine Berufe entschieden. Bewusst habe ich gelernt , wenn ich mich veränderte, verändert sich auch mein Beruf und meine Sichtweise hierzu. Glaube versetzt Berge ist mein Slogan! Danke

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Frau Schembera,

ja *lach*, das ist wohl das "Los" von uns Deutschen: Viele haben Eltern, die darauf drängen, "was Sicheres" zu machen. Das war bei mir auch so. Das Credo war: "Lern erst mal Lehrerin, dann kannst du machen, was du willst". Ich kann das heute gut so stehen lassen, aber ich weiß, dass "Sicherheit" für einige Menschen nie das letzte Wort sein kann.

Sie benutzen in Ihrer Antwort sehr schöne Begriffe, ich führe sie hier noch mal auf:

  • Spaß
  • Freude
  • Liebe
  • auf seine Träume hören.

 

Genau das ist es.

Dann machen wir mal weiter:-).

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Marion Schilcher |

Liebe Frau Grotsch,
ich lese sehr gerne was Sie schreiben, danke für die viele Mühe. Aber wenn man macht, was man liebt ...

Ein Beruf kann nicht "glücklich" machen. Das wird tatsächlich in den Medien viel zu sehr hochgepuscht und hinterläßt enttäuschte Menschen.

Das Leben hat doch so viel mehr an Glücksmöglichkeiten zu bieten. Aber: In Deutschland wird man als Erstes gefragt: "was machst (arbeitest) du?" Anstatt: "Was macht dir Freude zu tun?"

Ich hatte viele Jahre meinen "Traumjob" und es war toll! Maßgeschneidert zugeschnitten auf meine Talente und meine zeitlichen Möglichkeiten. Zur richtigen Zeit am richtigen Ort. Eine angenehme Umgebung, nette Kollegen und die Ausgewogenheit zwischen Herausforderung und Routine sowie Erfolg bei der Realisierung meiner Aufgaben schenkten Zufriedenheit. Das ist das Maximum, was ein Beruf bieten kann.
Diese Aufgabe machte für mich Sinn. Und das war's!

Als ich keinen Sinn mehr darin sah, weil ich kein "immer höher, immer weiter, immer mehr" wollte, habe ich aufgehört. Und Beruf durch Berufung ersetzt.

Heute macht es für mich Sinn, frei zu sein und das zu tun, was ich liebe und was mir am Herzen liegt. Und ja, ich erlebe Glücksmomente, wenn ich Menschen mit meiner Arbeit glücklich machen kann.

Herzlich
Marion Schilcher

Antwort von Sylvia Grotsch

Dem kann ich nichts hinzufügen :-). Vielen Dank!

SG

Kommentar von Birgit Koch |

Liebe Frau Grotsch,
vielen Dank für Ihren Beitrag.
Mir fällt ein großer Stein vom Herzen. Ich habe mich sehr, auch auf Anraten meines Coach, der mir erzählt hat, du musst immer Gänsehaut bekommen, wenn du über deinen Job sprichst, unter Druck gesetzt. Habe an meiner Tätigkeit gezweifelt ... Jetzt bin ich sehr beruhigt und bin auf dem, meinem richtigen Weg. :-)
Merci
Mit herzlichen Grüßen
Birgit Koch

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Koch,

ich darf Ihnen versichern: Ich tue das, was ich mache, gern, sehr gern. Gerade eben habe ich noch an einem Kurs-Projekt gebastelt und einen Artikel geschrieben (es ist 0.33 Uhr, und ich hab mal wie immer die Zeit vergessen). Ich habe aber keine Gänsehaut auf dem Kopf. Weder beim Arbeiten, noch, wenn ich mit jemandem über meinen Beruf spreche.

Aber eben beim Lesen Ihres Kommentars hatte ich ein paar Gedanken UNTER meiner Kopfhaut, die ich besser nicht in Schriftform packe. Mit so was, was dieser Coach sagt, werden Menschen einfach nur sinnlos unter Druck gesetzt.

Hören Sie auf sich, auf Ihr Wohlbefinden, mehr braucht es nicht :-).

Danke für Ihren Beitrag,

Ihre

Sylvia Grotsch

Kommentar von Claudia Baro |

Vielen Dank fuer Deinen Artikel :-)
Er ist sehr inspirierend!
Das Wesen mit seinen Talenten, was sich meldet, ist es vor allem die Sonne in der Astrologie?
Ich persönlich merke mein Wohlgefühl schon auch als Wärme, aber insgesamt ist es eher ein Fließen und Strömen, also auch viel Hingabe - an andere, das Leben, mein Herz & Seele.
LG Claudia

Antwort von Sylvia Grotsch

Interessante Frage, Claudia,

wenn wir die Sonne im Horoskop als unser "ICH" betrachten, dann kommt diese Reaktion, von der du sprichst, aus einer anderen Instanz in uns.

Wenn du dir mal die Horoskope auf meinem Blog anschaust, siehst du, dass die IMMER in der Mitte einen leeren Kreis haben. Und ich lege sehr viel Wert darauf, dass hier die Linien nicht durchlaufen (es gibt Horoskopgrafiken, wo dieser innere Punkt gnadenlos von Strichen durchbrochen wird).

Ich sehe diesen inneren Punkt als SELBST, wenn du willst als unser HÖHERES Selbst, als unseren göttlichen Anteil, der sich das Spiel, in das wir eingewoben sind (dargestellt in unserem Horoskop) anschaut. Und ich denke, dass dieses warme Gefühl von "das stimmt für mich", aus diesem Anteil kommt. 

Nur so, als Idee.

LG Sylvia

Antwort Claudia Baro am 15.09.2015

Das ist eine tolle Betrachtung - und macht "Sinn" für mich!
Als innere vollkommene Ruhe, die "nach außen" strömt.
Wie schön, dass Du dem Ganzen auch eine physische Form bzw. Würdigung gibst. Damit bin ich sehr in Resonanz.
LG Claudia

Kommentar von 50plus-anonyma |

Sehr geehrte Damen und Herren,
für viele (sehr viele) wäre es schon beglückend überhaupt eine Arbeit zu ergattern und nicht jahrelang von hartz4 leben zu müssen (399 euro/Monat). Wenn Frau nach der sogenannten "Elternzeit" (?) ihren Job nicht wiederbekommt, zu alt ist, zu viel Konkurrenz herrscht, wenn doch dann brutale Kündigungsfristen/befristete Verträge, 10 Überstunden pro Woche erwartet werden ...sind die Regel - ist von Erfüllung und Glück im Job schon lange keine Rede mehr. Sogar den eigenen Kindern (studieren jetzt) rate ich dringend, auf Ihre Karriere zu achten (zukunftssicheres Fach, "börsensicher" Firma, top-Firmenkultur, nicht zu lange Praktikum, keine Chefs a la Peterprinzip).
Aber trotz "weichgespülter" Tips + Themen ist es gut im positiven Modus zu sein/zu bleiben.
gruß ;-)

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Anonyma,

ja, das Arbeitsleben ist nicht immer ein Ponyhof. Allerdings schaffen es viele trotz widriger Umstände, sich etwas zu erschaffen, was sie annähernd oder auch voll zufrieden stellt. Die Einstellung ist sicherlich mitentscheidend für das persönliche Wohlgefühl (so wie Sie sagen, wichtig ist, im positiven Modus zu bleiben). Ich wünsche Ihnen und Ihren Kindern jedenfalls viel Glück und Zufriedenheit bei Ihren jeweiligen Aufgaben und Tätigkeiten.

Herzlich

Sylvia Grotsch

 

Kommentar von Sigrid Jo Gruner |

Liebe Frau Grotsch,

fabelhafter Artikel! Das nimmt sicherlich bei vielen Lesern Zündstoff aus der Frage, ob man den richtigen Job habe. Ich habe auch lange gebraucht, um zu erkennen, dass das wofür man wirklich brennt (also intensivstes Interesse) nicht unbedingt der Brotjob sein muss. Meine Arbeit teilt sich in zwei Bereiche: Dienstleistung als Texterin, Strategin und Journalistin für Auftraggeber, Kreation als Autorin (eigene Produkte, Ghostwriting). In beiden Bereichen empfinde ich Erfüllung, wenn ich im Flow bin, bei beiden gibt es auch Black Boxes, in denen meine Leidenschaft für kurze Zeit zu verschwinden droht. Sinn ist der Antrieb. Aber Professionalität ist auch die Kunst, mit Aufträgen gut umzugehen, für die man nicht den Mond vom Himmel holen will/muss. Das bedeutet immer noch Qualität, aber nicht "Herzblut". Auch Bücher werden nicht mit Herzblut, sondern mit Tinte oder Toner geschrieben ;-) Schiller, Goethe, Thomas Mann, Günter Grass, Virginia Wolf .. - alles harte Arbeiter, die neben Inspiration, Talent, Sensibilität, Intellekt auch ihr Handwerk verstanden. "Genialität" ist die Summe aus allem. Und Genialität ist nicht nur den "großen Geistern" vorbehalten. Genial ist was man daraus macht.

Ich freue mich auf weitere Beiträge von Ihnen!

Herzlich
Jo Gruner

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Jo Gruner,

dem gibt´s nicht hinzuzufügen :-). Und ja, das man was mag und was einen interessiert, verlangt immer noch "Arbeit". Manchmal ist es auch mit Frustration - aus welchen Gründen auch immer - verbunden, da es aber "das Eigene" ist, ist das viel leichter zu bewältigen, als wenn man etwas macht, was man im Grund seines Herzens nicht mag. 

Erfolg = Etwas, was ich gerne mache + Arbeit + Durchhalten + Frustrationstoleranz und ein Quäntchen Glück. Aber das winkt ja bekanntlich dem Tüchtigen :-).

Ich wünsche weiter frohes und produktives Schaffen!

Ihre

Sylvia Grotsch

Antwort von Jo Gruner am 27.9.2015

Erfolg = Etwas, was ich gerne mache + Arbeit + Durchhalten + Frustrationstoleranz und ein Quäntchen Glück - das ist genial :-)

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