ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Selbstständig sein? Kommen Sie raus! Teil 1

Fotoquelle: balzacanv / pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 4)

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Die astrologische Beratung mit Nina läuft richtig gut. Sie war zu mir gekommen, weil es schon lange ihr Traum ist, sich als Physiotherapeutin selbstständig zu machen. Sie ist es leid, angestellt in einer Praxis zu arbeiten und Dinge machen zu müssen, zu denen sie keine Lust mehr hat.

Ihre Kunden lieben sie und loben sie für ihre besondere Art der Arbeit. Die wiederum wird aber von ihrem Arbeitgeber nicht gerne gesehen, weil sie nicht ins Schema F der Kassenabrechnung passt.

Endlich raus aus dem Hamsterrad!

Also will Nina endlich ihre eigene Praxis aufmachen, endlich so arbeiten, wie es ihr und ihrer Einstellung zu kranken Menschen entspricht. Aber, und das war ihre Frage im Vorgespräch an mich – würde das wirklich zu ihr passen? Ist sie wirklich für die Selbstständigkeit geeignet oder wäre es nicht doch besser, angestellt zu bleiben?

Wer nicht seinen eigenen Traum lebt, ist gezwungen für die Träume anderer zu arbeiten

Natürlich ist Nina ganz glücklich, als ich ihr aus astrologischer Sicht bestätige, dass sie mit ihrem Wunsch richtig liegt. Es gibt genügend Hinweise in ihrem Horoskop, dass ein heilender, selbstständiger Beruf gut zu ihr passt.

Jetzt geht es einzig und alleine noch um die praktische Umsetzung, aber auch da gibt es grünes Licht: Mehrere astrologische Faktoren weisen gerade auf günstige Zeitfenster hin, die sie nutzen könnte, eine eigene Praxis aufzubauen. Mit allem, was heute in der Regel dazugehört, wenn man sich selbstständig macht, zum Beispiel auch mit einer Internet-Präsenz.

Also, worauf noch warten?

Lust dazu hat Nina, aber plötzlich wird ihre Stimme schwächer, so als würde sie sich gerade in ein Schneckenhaus zurückziehen. Ich hake nach und frage, woran sie denkt. Und da kommt der Satz, den ich ganz oft in meinen Beratungen mit Frauen höre: „Ich kann mich nicht verkaufen“.

Bei Nina klingt der Satz zaghaft, bei manchen meiner Klientinnen trotzig: „Ich verkauf mich doch nicht (mit drei Ausrufezeichen)“. Manchmal schwingt da ein: „Das hab ich doch nicht nötig“ mit oder es kommt so etwas wie: „Wenn ich wirklich mache, was zu mir passt, dann werden die Kunden ganz von alleine zu mir hingezogen“.

Sich zeigen heißt nicht, "sich zu verkaufen“!

Es überrascht mich immer wieder, dass viele Frauen in der Beratung sagen, sie würden sich nicht „verkaufen“ wollen (oder können). Wer hat denn das gesagt? Keine Frau, die selbständig ist, verkauft sich! Wir verkaufen eine Leistung, genauso wie wir für eine Leistung eines anderen ganz selbstverständlich bezahlen.

Ich habe wunderbare DienstleisterInnen übers Internet gefunden, weil sie sich mit dem, was sie können, nach draußen gegangen sind haben. Egal, ob eine homöopathische Ärztin, einen Schreibcoach, einen Webprogrammierer und viele, viele andere mehr.

Niemand von denen hat sich mir angebiedert, niemand hat mich belästigt, niemand sich aufgedrängt. Alle waren einfach nur da, haben sich sichtbar gemacht, sich mit ihrer Website vorgestellt. Klar, es gibt auch Schreihälse, aber die kann man doch schnell wieder wegklicken.

Die wirklichen Hintergründe

Woher kommt dann der Gedanke, man würde sich „verkaufen“, wenn man zeigt, was man kann und was man anzubieten hat? Ist das nicht in Wahrheit wieder so ein deutsches Bescheidenheitsding? Wieder so eine Gewohnheit, sich klein, unsichtbar und unscheinbar zu machen?

Ich habe darauf keine eindeutige Antwort, aber ich glaube, es würde lohnen, sich mal zu fragen, ob man in Wahrheit nicht vielleicht Angst hat, sich zu zeigen. Da könnten überraschende Antworten zutage treten, die sich, je nach eigener Biografie, sicher sehr voneinander unterscheiden.

Die Angst, sich zu zeigen, fängt vielleicht nach dem ersten kleinen Bildchen an, das man als Kind gemalt hat und über das Mama oder Papa einen Witz gemacht haben. Das geht weiter über all die Situationen, wo man sich als Kind spontan gezeigt hat, wie man ist – und das Donnerwetter ist über einen hereingebrochen. Aber auch die Mark oder der Euro für eine Zwei auf dem Zeugnis gehört hier her, weil damit eine klare Botschaft verbunden war, dass nur „gut sein“ zählt. Und wie viele peinliche Situationen haben wir alle erlebt, bei denen wir gerne in den Erdboden verschwunden wären?

Je nach Konstitution stecken die einen solche Erlebnisse gut weg, andere hingegen knabbern noch Jahre danach an ihnen herum. Viele von denen, die Geschichten mit beschämenden, manchmal regelrecht demütigenden Situationen erlebt haben, haben den bewussten oder unbewussten Entschluss gefasst, sich nicht mehr allzu sehr zu outen. Jedenfalls nicht mehr mit den Dingen, die ihnen wirklich wichtig sind und am Herzen liegen.

Angst lässt sich durch Tun auflösen

So schmerzlich solche Erlebnisse auch waren, sich zeigen kann man lernen! Man braucht manchmal einfach nur ein paar Informationen, wie man Schritt für Schritt voran gehen könnte. Glauben Sie bitte nicht, ich hätte das sofort gekonnt.

Auch ich bin tausend Tode gestorben, als ich vor dreißig Jahren die erste Kleinanzeige als Astrologin geschaltet habe und hab´ mich mit den verrücktesten Gedanken rumgeschlagen, wer was über mich denken könnte. Wäre ich den Schritt aber nicht gegangen, wäre das das Aus für meinen Traum-Beruf gewesen und ich wäre Beamtin geblieben. Denn die Menschen kommen nicht von alleine zu uns – positives Denken hin oder her. Wir müssen zumindest ein Schild hinstellen, das ihnen zeigt, wo sie uns finden!

In solchen Gesprächen wie mit Nina, werde ich am Ende manchmal gefragt, wie ich das denn „damals“ gemacht hätte. Ich muss dann immer ein bisschen lächeln, denn ich habe mich ja 1984 selbstständig gemacht. Das war noch tief im dunklen Zeitalter Zwinkernd ohne Computer, Internet und IPhone, Mark Zuckerberg - der spätere Facebookgründer - lag just frisch geboren in den Windeln. Die Horoskope für meine Beratungen habe ich noch zu Fuß ausgerechnet und mit der Hand gezeichnet.

Nicht stehen bleiben!

Aber irgendwann kam natürlich der Zeitpunkt, wo ich mich an die neuen Gegebenheiten anpassen musste. Und seit ein paar Jahren sind immer wieder Kurskorrekturen nötig, weil wir uns in einem tiefgreifenden Wandel befinden. Daher habe ich Ihnen ein paar Schritte zusammengestellt, die Sie nacheinander angehen könnten, um sich im Internet sichtbar zu machen. Diese Ideen haben natürlich mit meiner eigenen Selbstständigkeit als Astrologin zu tun und sind sicher nicht auf jede Art der Selbstständigkeit übertragbar. Aber ich denke, sie passen für viele, die im direkten Kontakt mit Menschen arbeiten.

Dieser Artikel wurde am 07.04.2015 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Romy Martin |

Liebe Frau Grotsch!
Ich kann Ihren Artikel nur unterstreichen. Ein gutes Angebot zu haben ist das eine, es auch unter die Leute zu bringen - und zwar auf eine für alle angenehme und verbindliche Art - ist das andere und eine Kunst, die vielleicht (noch) nicht jeder beherrscht. Ich habe mich auch vor 13 Jahren selbständig gemacht und kannte in Berlin gerade einmal 10 Leute. Heute habe ich Rund 450 Mandanten und denke mal, die sind auch ganz froh, das sie mich irgendwann einmal kennen gelernt haben ;-)
Ich freue mich auf unsere Beratung. Herzliche Grüße Romy Martin

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Frau Martin,

Sie sprechen etwas sehr wichtiges an: Erfolg braucht auch sehr viel Zeit. Eine Selbstständigkeit ist kein Schnellspurt.

Bis bald, wir sehen uns!
ihre

Sylvia Grotsch

Kommentar von Birgit Jourdan |

Liebe Frau Grotsch,

ganz herzlichen Dank für diesen wunderbaren Beitrag... und auch Ihren Zusatz, dass Erfolg sehr viel Zeit braucht und kein "Schnellspurt" ist. Dies wird in unserer schnellebigen Zeit nämlich gerne vergessen :-)
Auch braucht es den Mut zu sagen, dass man in einzelnen Etappen dabei durchaus auch "scheitern" kann und darf - und trotzdem erfolgreich sein kann. Menschen, die sich nicht präsentieren möchten, haben ja oft den Herkules-Anspruch an sich selber, dass immer alles auf Anhieb gelingen muss.

Ich freue mich schon sehr auf Teil 2 - genauso wie auf all Ihre anderen Beiträge, die ich immer sehr gerne lese. Dankeschön.

Herzliche Grüße
Birgit Jourdan

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Jourdan,

vielen Dank für Ihren Beitrag und Ihre aufbauende Rückmeldung. Leider wird ja auch vieles als "Scheitern" definiert, was in Wahrheit ein "schauen wir mal, ob das funktioniert" war. Ein Kind, was bei seinen ersten Schritten hinfällt, denkt ja auch nicht, es sei gescheitert ... Nur durch machen lernt man. Ich habe auch als Astrologin Projekte gestartet, aus denen nichts geworden ist - aufgeben wäre keine Option gewesen.

Sonninge Grüße

Sylvia Grotsch

 

Kommentar von Gabriele Burkard |

Vielen Dank für den wunderbaren Artikel, liebe Sylvia!
Für mich besonders wertvoll ist der Satz:
"Angst lässt sich durch Tun auflösen"
Herzlichen Gruß
Gabriele

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Gabriele,

ja, das war der Satz, der mir auch selber vor Jahren sehr geholfen hat und immer noch bis heute hilft. Denn "Bedenken", na, die  hat meine Generation noch zuhauf ("Hast du auch an dein Alter gedacht?"). Das soll jetzt nicht unbedachtem Leichtsinn die Türe offnen, aber immer mehr von dem TUN, was uns Freude macht, dürfte der Schlüssel sein, dass wir uns entwickeln. Kinder machen das ja auch so (wenn man sie lässt)Lächelnd.

Liebe Grüße

Sylvia

Kommentar von Martina Singh-Glowalla |

Liebe Frau Grotsch,
Vielen Dank für die vielen, sehr hilfreichen Artikel von Ihnen! Oft steht da genau die Bestätigung drinnen, die ich gerade brauche.
Auch ich habe mich vor 3 Jahren selbstständig gemacht, ohne so recht zu wissen, wie es eigentlich geht. Aber es ist genauso, wie Sie sagen, das Lernen kommt beim gehen. Das Ausprobieren, ob und wie etwas funktioniert ist das A und O. "Der Weg ist das Ziel."
Und auch wenn ich noch nicht so lange selbstständig bin, so muss ich doch feststellen, wo ich jetzt schon stehe, und was ich schon alles lernen und erfahren durfte.
Und jede neue Hürde ist ja auch eine Herausforderung, an der man sich messen kann, und die es Spaß macht, gemeistert zu werden.
Ich freue mich auf jeden Artikel von Ihnen
Seien Sie herzlichst gegrüßt
M. Singh-Glowalla

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Frau Singh-Glowalla,

ich freue mich, dass Ihnen meine Artikel eine Unterstützung sind.

Und ja, ich glaube, die eigene Selbstständigkeit ist zwar sehr sehr viel Arbeit, aber auch sehr befriedigend. Weil sie einen "herausfordert", sich an Dinge zu wagen, wo das "bequeme Ich" gerne "ö" sagt, "nö, brauch ich nicht". Ich glaube ich hätte nie das gelernt, was ich gelernt habe, wenn ich mich nicht getraut hätte, mein eigenes Ding zu machen.

Herzliche Grüße und alles Gute weiterhin!

Ihre

Sylvia Grotsch

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