ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
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Pluto im Steinbock, Teil 2: Ist die Krise schon vorbei?

Fotoquelle: flyupmikke / pixabay.com

von Sylvia Grotsch

Dieser Artikel wurde in der Nr. 2/2009 in der "Welt der Esoterik" veröffentlicht

Die Frage, ob die Krise schön vorbei ist, könnte man sich zurecht stellen. Denn in Deutschland freuen sich gerade viele über ihr staatlich mitfinanziertes neues Auto und halten den allgemeinen Konsum tüchtig am Laufen. Gleichzeitig  macht die Regierung Gelder für Investitionen locker, von denen die meisten von uns nicht mal wussten, dass es diese Gelder überhaupt gibt.

Sicher, da ist ein leises, fernes Grollen zu hören. Erste Arbeitsplätze gehen verloren und der sonst übliche Frühlingsaufschwung am Arbeitsmarkt fällt dieses Jahr  offenbar aus. Aber noch ist die Arbeitslosenzahl nicht in dem Maße gestiegen, dass man sie als bedenklich einstufen müsste.

Wird vielleicht doch alles gut? Lagen die vielen Astrologen vielleicht doch daneben mit ihrer Vermutung, dass unter Pluto im Steinbock ein tiefgreifender Wandel stattfinden müsse? Ein Wandel, dem der Einzelne durch materielle Einschränkung und Verzicht auf liebgewonnene Privilegien und Sicherheiten seinen Tribut wird zollen müssen?

Was Pluto im Steinbock bringt

Damit Sie diese prognostizierte Entwicklung besser nachvollziehen können, fasse ich noch einmal kurz zusammen, was ich in meinem letzten Artikel dazu geschrieben habe.

Ende November 2008 trat Pluto endgültig in das Tierkreiszeichen Steinbock ein und wird sich dort bis zum Jahr 2024 aufhalten. Seine vordringlichste Aufgabe hier wird ein tiefgreifender Bewusstseinswandel sein. Denn viele natürliche Ressourcen unserer Erde neigen sich bedrohlich ihrem Ende zu. Aber auch der Klimawandel und neue Naturkatastrophen größeren Ausmaßes werden in Zukunft konsequente Verhaltensänderungen verlangen und innovative Lösungen fordern.

Gleichzeitig werden gesellschaftliche Strukturen, festgefügte Systeme und Institutionen tiefgreifende Änderungsprozesse durchlaufen. Besonders in den westlichen Ländern dürften bislang gewohnte Sicherheiten und Sicherungssysteme infrage gestellt werden, wenn nicht gar zusammenbrechen. Aber auch die Globalisierung und die Veränderung der Altersstruktur verlangen nach neuen Konzepten.

Verbunden wird das alles mit einer Forderung an den Einzelnen sein, dass er zum Bestehen des Gesamtwohls seinen Teil beizutragen habe und nicht immer nur die Lösung aller Probleme von denen „da oben“ erwarten kann. Daher werden Worte wie soziales Bewusstsein,  Eigenverantwortung, Bescheidenheit und Disziplin die Schlagworte sein, die die nächsten Jahre deutlich prägen werden.

Nun kann Pluto diesen gut fünfzehn Jahre andauernden Umwandlungsprozess nicht alleine bewerkstelligen. Und so gesellen sich Jahr für Jahr andere Planetenkonstellationen am Himmel hinzu, entspannen, unterstützen oder verschärfen die Situation. Wie bei einer mehrstimmigen Melodie wird das Hauptthema manchmal durch andere Stimmen überlagert werden. Zu anderen Zeiten hingegen wird es in den Vordergrund geschoben und deutlich untermalt.

Silberstreifen am Horizont?

Seit Mitte/Ende März diesen Jahres findet sich am Himmel nun ein Planetenpaar zusammen, das den ernsten Unterton von Pluto im Steinbock überlagert, und das besonders in diesem Sommer für eine äußerst positive Stimmung sorgen wird.  Es sind dies die Planeten Jupiter und Neptun.

Jupiter schmiedet gerne Pläne, und er gibt uns den Glauben und das Vertrauen, dass alles gut werden wird. Neptun ist der Planet der Ideale, der Träume und auch der bedingungslosen Liebe.

Zusammen erzeugen die beiden im zukunftsorientierten Zeichen Wassermann ein ausgesprochen kräftiges Kursfeuerwerk an neuen Ideen, Vorhaben und Visionen. Und so beginnen wir unter ihrem Einfluss von Dingen zu träumen, die wir uns zu anderen Zeiten nicht zugetraut hätten.

Aber wir werden nicht nur träumen. Für den einen oder anderen von uns – immer abhängig davon, ob diese Konstellation das eigene Horoskop berührt oder nicht – werden sich überraschend günstige Möglichkeiten auftun.

Ideale Chancen und Angebote beruflicher und auch finanzieller Art können wie aus dem Nichts auftauchen. Auch Künstler und Selbständige werden profitieren, denn jetzt fliegen ihnen schnell die richtigen Ideen zu. Und noch ganz andere Möglichkeiten sind unter dieser Konstellation denkbar: Vor dem einen oder anderen Single wird, wie aus heiterem Himmel, endlich die Traumfrau, der Traummann stehen.

Wirtschaftlich betrachtet schlägt sich die positive Stimmung bereits in anziehenden Aktienkursen nieder. Darin zeigt sich aber leider auch die Kehrseite der Jupiter-Neptun-Konstellation. Die Kehrseite heisst Überoptimismus und Leichtsinn. Glauben die Aktionäre wirklich ernsthaft, dass sich die Wirtschaftskrise jetzt schon, fast „magisch“ und wie von selbst, erledigt hat?

Noch dazu, wenn man bedenkt, was am 18. März geschah? An diesem Tag begannen Jupiter und Neptun langsam mit ihrer Annäherung am Himmel, während gleichzeitig die USA die Druckmaschinen anwarfen, um Geld (Jupiter) ohne Gegenleistung (Neptun) zu erzeugen. Um Anleihen aufzukaufen, die auf faulen Hypothekenkrediten basieren.

Damit aber steht die Gefahr des ökonomischen Aus drohend am Horizont. Jedenfalls soweit man es mit den Kenntnissen der Finanzastrologie sagen kann.

Denn wenn die Politik hier nicht aufpassst, kann mit der Jupiter-Neptun-Verbindung aus einer Deflation schnell eine Inflation werden. Zumal ab Spätsommer langsam Konstellationen wirksam werden, die das sichere Gefühl, doch eigentlich immer noch in ganz guten Zeiten zu leben, urplötzlich enden lassen können.

Zerplatzen alle Träume?

Vergessen wir eines nicht: Konstellationen zeigen lediglich Potenziale und Entwicklungsmöglichkeiten auf. Sie sagen nicht, wie etwas konkret enden wird. Nutzen wir also das Wissen der Astrologie, um uns auf den kommenden Herbst und die Zeit danach vorzubereiten:

Die „Wüsch-dir-was-Konstellation" von Jupiter und Neptun wirkt jedenfalls noch bis Ende diesen Jahres. Sie wird nicht nur die Stimmung verbessern. Sie wird auch die Aktienkurse weiter steigen lassen und in den Sommermonaten möglicherweise einige Ökonomen zu der leichtsinnigen Aussage verleiten, dass die Wirtschaft ihren Tiefpunkt erreicht hat und es ab jetzt wieder aufwärts gehen wird.

Doch schon ab Spätsommer können andere Töne hörbar werden, wenn auch vielleicht zunächst nur sehr leise.

Denn jetzt bildet sich langsam am Himmel,  zusätzlich zur aktuellen Jupiter-Neptun-Verbindung, bis zum Sommer 2010 eine Saturn-Uranus-Konstellation heraus, die für weitreichende wirtschaftliche, politische und geistige Umwälzungen bekannt ist.

Entsprechend könnte der Aktienmarkt wieder mit einer heftigen Abwärtsbewegung reagieren. Zudem werden viele Menschen den Status quo satt haben und nicht mehr bereit sein, noch länger das geduldig hinzunehmen, was man ihnen vonseiten der Politik auftischt. Demonstrationen, wie Ende März von der „Attac“, dem globalisierungskritischen Netzwerk oder den zu erwartenden Unruhen beim G20-Gipfel, dem Treffen der Gruppe der zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer in London Anfang April könnten eine erste Vorhut für solche kommenden Proteste sein.

Das Gute im Schlechten

Aber diese Zeit wird auch ihre guten Seiten haben. Die nach Veränderung drängenden Kräfte können wir sehr gut für unsere eigenen Anliegen nutzen. Nie ist wird die Zeit so geeignet sein,  sich von überlebten Dingen zu verabschieden, wie jetzt.

Halten Sie also nicht länger an Unvereinbarkeiten fest, mit denen Sie sich die letzten Jahre arrangiert haben. Trennen Sie sich von Projekten, von Menschen und Sicherheiten, von denen Sie wissen, dass sie Sie kein Stück weiter bringen. Mit Geduld, Ausdauer und dem nötigen Sachverstand können Sie sich nun etwas Neues aufbauen, das Ihnen für die kommenden Jahre als solides Fundament dienen wird.

Natürlich kann ich Ihnen nicht versprechen, dass Ihnen nicht  auch einmal der kalte Wind ins Gesicht blasen wird. Wer mehr Freiheit, Individualität und Selbstverwirklichung wagt, muss auch mit Rückschlägen umzugehen lernen und sich in Geduld üben.

Eine Tugend, die uns allen sehr wahrscheinlich ab November 2009 abverlangt wird Denn jetzt bildet sich zusätzlich eine Saturn-Pluto-Verbindung am Himmel, die gemeinsam mit der Saturn-Uranus-Konstellation bis August 2010 das Geschehen mitprägen wird.

Die gute Stimmung des Sommers könnte sich nun stärker eintrüben. Vielleicht müssen sich die Politiker endgültig eingestehen, dass ihre Rettungsprogramme nicht das gebracht haben, was sie sich vorgestellt haben? Vielleicht gibt es neue Probleme mit Energielieferanten, die das Wirtschaftsklima zusätzlich eintrüben und zu weiterer Arbeitslosigkeit und Rezession führen? Werden weitere Firmen in Konkurs gehen? Brauchen wir ein neues, milliardenschweres Konjunkturprogramm? Und versucht man vielleicht, einem immer weiter klaffenden Finanzloch mit Steuererhöhungen beizukommen?

Aber auch, wenn sich das erst einmal nicht so rosig anhören mag, Pluto-Saturn-Zeiten sind sehr wichtige Zeiten. Jetzt  klärt sich, was wirklich „Sache“ ist. An einem solchen Punkt kann dann endlich das Ruder herumgerissen und können neue Lösungen auf den Weg gebracht werden.

Allerdings sind das auch Zeiten, bei denen jemand, der sich mit solchen kosmischen Zyklen und Gesetzmäßigkeiten nicht auskennt, schnell mit Angst reagiert. Dem sollten wir mit klarem Blick entgegenwirken.

Wie wir die Zeit zu unseren Gunsten nutzen

Pluto-Saturn-Zeiten nutzt man am besten dazu, sein Leben möglichst einfach zu gestalten und seinen Weg sehr diszipliniert zu verfolgen. Wer sind Sie wirklich? Was brauchen Sie wirklich? Welche Begabungen und Talente wollen Sie noch ausbilden? Wovon sollten Sie sich endgültig trennen?

Zu diesen Zeit sind Sie weiterhin gut beraten, eventuelle Einschränkungen und gewisse Gegebenheiten, an denen Sie nichts ändern können, einfach anzuerkennen. Auch sollten Sie Ihr Geld und Ihre Arbeitskraft nicht in Projekte stecken, deren Erfolg durch andere bestimmt werden. Pluto-Saturn verlangt nur eines von Ihnen: Stehen Sie zu Ihrer eigenen Wahrheit und verankern Sie diese Schritt für Schritt in Ihrem Leben.

„Schwierige Zeiten“ da draußen sind oft der beste Prüfstein für das, was uns wirklich wichtig ist. Und so können wir auch aus dieser Krise wieder ein Stück stärker und ein wenig weiser hervorgehen. Weil wir wieder mehr wissen, wer wir sind und was wir wirklich brauchen.

Hier finden Sie den 1. Teil:

Pluto im Steinbock, Teil 1

Dieser Artikel wurde am 01.01.2010 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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