ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Meine drei besten Buchtipps zur Astrologie!

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 2)

Häufig werde ich nach einer astrologischen Beratung nach einem Buch gefragt, das einem einen guten und vor allen Dingen „einfachen“ Einstieg in die Astrologie ermöglicht.

Das Buch, mit dem ich rundum zufrieden wäre, gibt es aber nicht (und nein, ich werde es auch nicht schreiben). Ich kenne alles, was auf dem Markt ist und ich bin keineswegs immer glücklich mit dem, was es da so gibt. Nicht selten wird schon im Titel suggeriert, dass alles ganz einfach sei und dass man nur dieses eine Buch braucht und schon hat man das Ganze begriffen.

Die Krux mit den Astrologie-Büchern

Bücher sind in der Produktion teuer und Verlage wollen und müssen Bücher verkaufen. Also - und das ist der Trend seit Jahren im Esoterik-Bereich - wird Leichtigkeit und Einfachheit versprochen, damit sich ein Buch auch verkauft. Je lockerer der Titel daher kommt, je mehr dem Leser ein schneller Erfolg versprochen wird, desto größer die Chance, dass ein Buch zumindest die Kosten wieder einspielt.

Wenn ich mir so anschaue, was es auf Amazon an neueren Astrologie-Büchern gibt, scheint der Markt für anspruchsvolle astrologische Literatur seit Jahren kleiner zu werden. Gute Bücher namhafter Astrologen, die ich immer mit gutem Gewissen empfohlen habe, werden nicht mehr neu aufgelegt, dafür nehmen Bücher unbekannter Autoren zu, die Amazon als Verkaufsplattform nutzen.

Das Beste ist daher immer noch, eine Ausbildung in Astrologie bei einer Fachfrau/einem Fachmann zu machen. Nicht, um dann als Astrologin, als Astrologe zu arbeiten, sondern weil die eigene Seele und ihr Plan die beste Ausbildung verdient hat, die es gibt! Es gibt keinen Abkürzungsweg, wenn es darum geht, sein Leben besser zu verstehen.

Trotzdem habe ich ein paar Bücher für Sie herausgesucht, die für den Einstieg taugen (und ich gehe jetzt mal von null Wissen bei Ihnen aus), diese Bücher können aber nur ein erster Anfang sein.

Eine kleine Anmerkung für die, die sich schon etwas mehr mit Astrologie auskennen: Ich weiß natürlich, dass es etliche andere Bücher gibt, die man vielleicht auch nennen könnte. Vielleicht würden Sie ganz andere Bücher empfehlen. Ich kenne den Markt, aber ich musste eine Auswahl treffen und Bücher sind nun auch mal Geschmackssache. Kriterium für meine Auswahl war auch, ob der Autor auch viele Jahr als Astrologe gearbeitet hat, was bei allen der hier vorgestellten Büchern der Fall ist.

Drei Bücher, die gut ins Thema einführen

Ich stelle Ihnen jetzt auch ganz bewusst keine lange Liste vor. Warum? Weil man bei drei Joghurts eher nach einem greift, als bei zwanzig. Je größer die Auswahl, desto mehr vergeht einem die Lust, sich mit einer Sache überhaupt zu befassen und desto mehr beschleicht einen die Angst, mit seiner Entscheidung etwas zu verpassen. Außerdem: Wer drei Bücher wirklich gelesen und durchgearbeitet hat, der ist sehr viel weiter als jemand, der fünfundzwanzig davon im Bücherschrank stehen hat.

Als Erstes ist es wichtig, sich mit der Denkweise und Weltanschauung der Astrologie vertraut zu machen. Immer noch herrscht die Vorstellung, dass die Sterne da oben unser Leben „lenken“ und dass ich das Opfer irgendwelcher Konstellationen bin. Damit räumt Thorwald Detlefen mit seinem Buch „Schicksal als Chance“ gründlich auf.

Sein Standardwerk ist 1979 zum ersten Mal erschienen und im Ton etwas rüde, aber das tut diesem Buch keinen Abbruch. Es ist ein Klassiker, der mit vielen Vorurteilen über die Astrologie aufräumt und nicht wenige hatten alleine aufgrund dieses Buchs ihren Weg zur Astrologie gefunden. Sie müssen nicht das ganze Buch lesen, steigen Sie einfach in das 4. Kapitel ein!

Dann ein Buch, das wie bereits erwähnt, schon im Titel suggeriert, dass alles doch ganz einfach sei (Titel gehen übrigens häufig nicht auf das Konto der Autoren, Titel werden von Marketingleuten gemacht). Wie auch immer das beim folgenden Buch war, der Autor Christopher Weidner hat es jedenfalls gut verstanden eine klare Essenz der Astrologie zu schaffen. Die Informationen sind dicht gepackt, gleichzeitig sehr verständlich formuliert. Wer das Wissen dieses Buchs dann wirklich gelesen und auch begriffen hat, der hat immerhin schon mal eine saubere Grundlage!

Ich warne allerdings davor - und das gilt auch für das nächste Buch - alleine mit solch einem Buch sich an die Horoskope anderer zu wagen. Solche Einführungsbücher sollten immer nur dazu genutzt werden, sich mehr mit dem eigenen Horoskop zu befassen. Die Synthese der vielen Informationen und der Umgang mit den Widersprüchen kann man nur in einer Ausbildung lernen.

Das folgende Buch hatte ich schon mal auf meinem Blog erwähnt. Es macht mehr Spaß, als das Buch von Weidner, auch wenn es teurer ist. Weil es gebunden ist, die Schrift angenehm groß ist und es hat - was in der Astrologie auch immer wichtig ist - ein paar bunte Abbildungen.

Neben den Grundlagen finden sich hier auch kurze Kapitel zum Thema „Astrologie und Wissenschaft“, zur Geschichte der Astrologie und zur Frage, weshalb es eigentlich diesen Astrologie-Schrott in den Zeitschriften gibt. Die Informationen sind sehr handlich gepackt, wer dieses Buch durchgearbeitet hat, weiß schon mal, was in der Astrologie alles drin steckt.

Eine kleine Warnung allerdings: Genauso wenig wie man heute ein Buch über Ernährung nicht ohne Rezeptteil auf den Markt bringen kann, müssen Astrologie-Einführungsbücher häufig die Möglichkeit bieten, eigene Konstellationen nachzuschlagen. Das kann dann, gerade für die Anfängerin, für den Anfänger, ziemlich ins Auge gehen. Da steht dann irgendetwas „Negatives“ über eine Konstellation und das hält man dann für die Wahrheit. Im Gesamtzusammenhang wird eine Konstellation aber oft ganz anders gedeutet, was man aber erst in einer astrologischen Beratung oder Ausbildung erfährt.

Eines ist sicher: Wer sich erst einmal in die Grundlagen der Astrologie eingearbeitet hat, der kommt oft nicht mehr von der Astrologie los. Astrologie ist so ein fantastisches Werkzeug, sich und andere zu verstehen, dass es mich wundert, dass nicht die ganze Welt an Astrologie interessiert ist :-). Vielleicht beißen Sie aufgrund meiner kleinen Literaturliste ja auch an? Sie sind herzlich willkommen!

Dieser Artikel wurde am 02.10.2017 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Ingrid Waibel |

Liebe Frau Grotsch,
habe gerade diese Tipps entdeckt und jetzt habe ich eine Frage an Sie bezüglich der arabischen Punkte. Vor allem der Glückspunkt hat mich interessiert. Kennen Sie das Buch von Renzo Baldini und was halten Sie davon. Fände ich schön, darüber mehr zu erfahren. Danke im voraus und herzliche Grüsse vom sonnigen Bodensee
Ingrid Waibel

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Waibel,

das Buch kenne ich nicht.

EDIT am 29.10.2017: Das Buch behandelt Spezialwissen, daher auch keine Beurteilung an dieser Stelle, auch wenn ich es mir zwischenzeitlich angeschaut habe. Danke für den Hinweis.

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Doria Hedderich |

Liebe Frau Grotsch,

beim Lesen fällt mir da grade etwas auf:

"Ich kenne alles, was auf dem Markt ist ..." und "Ich kenne den Markt, aber ich musste eine Auswahl treffen."
... und dann: Liebe Frau Waibel, das Buch kenne ich nicht.

;-) Vielleicht wäre, "ich kenne vieles, was auf dem Markt ist ..." und "Ich kenne den Markt recht gut ..." eine Überlegung wert ? ;-)

Sorry, aber der Jupiter läuft grad schnurstracks auf meinen rückläufigen Mars zu ;-)))

Grüße aus dem Skorpion-Reich
Doria Hedderich

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Hedderich,

Sie haben natürlich Recht. Was ich meinte, waren die "bekannten Namen" in der Astrologie, die in Verlagen schreiben. Oft haben diese Menschen jahrelang als Astrologe, als Astrologin gearbeitet, oft auch Ausbildungsgänge in Astrologie angeboten. Deren Bücher kenne ich in der Tat alle. Nach vierzig Jahren Astrologie ist das keine Kunst.

Nun gibt es heute viele, die versuchen, sich einen Namen in der Astrologie zu machen, indem sie Bücher über Astrologie schreiben, häufig als Kindle-Ebook oder im Selbstverlag. Das sind Menschen, die in der Astro-Szene weitgehend unbekannt sind. Da ist ganz gewiss auch die eine oder andere "Perle" dabei, allerdings habe ich über diese Art von Markt natürlich keinen vollständigen Überblick.

Im Übrigen ging es bei der Nachfrage nach Renzo Baldini um die so genannten "Arabischen Punkte". Das ist KEIN Grundlagenwerk, sondern Spezialwissen, daher steht es hier nicht zur Debatte. Ich habe es mir hinterher angeschaut (eben aufgrund der Nachfrage der Leserin), eine Beurteilung hätte aber hier keinen Platz, weil wir dann eine Diskussion beginnen würden, die vom Blog-Artikel (=Einführungsliteratur) wegführen würde.

Ich lass es mal so stehen, wie ich´s geschrieben habe, vielleicht hilft das hier :-).

Danke für Ihren aufmerksamen Hinweis und

herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

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