ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Mein persönliches Date mit Pluto-Uranus

Fotoquelle: Sarah Waltermann

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 4)

Letzte Woche stellte mir in einem Interview Silke Liniewski von piece-by-peace.de die Frage, ob ich denn auch vom Veränderungsprozess der aktuellen Pluto-Uranus Konstellation betroffen wäre. Zur Erinnerung: Pluto-Uranus wirkt von 2010 bis 2017, wobei die Jahre 2012 bis 2015 besonders intensiv sind. Auf den Punkt gebracht: Pluto nimmt Überholtes fort, Uranus treibt neue Entwicklungen voran.

Aktivierung von Berufsfaktoren

Dass Pluto-Uranus etwas in meinem Leben verändern würde, war mir bereits im Jahr 2010 klar. Pluto stand im Sommer auf 4 Grad im Steinbock und Uranus auf 0 Grad im Widder. Es brauchte keine großen Rechenkünste, um zu wissen, dass beide von Januar 2012 bis Februar 2014 in den Bereich 7-9 Grad wandern würden. Das sind genau die Gradzahlen, auf denen bei mir zwei wichtige Berufsfaktoren im Horoskop stehen.

Trotzdem wusste ich nicht, was das im Einzelnen für mich bedeuten könnte. Was sollte ich denn noch verändern? Der große Umbruch hatte bei mir Mitte der achtziger Jahre stattgefunden, als ich für die Astrologie meinen Beamtenjob an den Nagel gehängt hatte.

Ich setzte mich also hin und bastelte mir Wunschlisten, auf denen stand, was ich vielleicht anderes tun könnte. Was sich schnell als unbrauchbar herausstellte, weil ich mir Dinge ausdachte, von denen ich glaubte, dass sie mich interessieren könnten. Aber nichts davon reizte mich wirklich, bei keinem Punkt hatte ich ein Gefühl von "Ja, genau das!"

Was ich nicht mehr wollte

Ich schob das Ganze also erst mal zur Seite. Es war schließlich erst 2010 und Veränderungen waren eh nicht vor 2012 zu erwarten. Aber irgendwann sprach ich mit einer Freundin darüber, die auch Astrologin ist. Und die machte was sehr Gescheites. Sie fragte nämlich nicht: „Gibt es irgendwelche unerfüllten Wünsche oder Träume?“, sie fragte: „Was würdest du gerne sein lassen?“

Die Antwort war sofort da: Die Kurse! Ich hatte seit mehr als 25 Jahren anfangs an nur an einem, dann an zwei, später sogar an drei Wochenenden im Monat Kurse in Astrologie gegeben. Der Gedanke, nicht mehr so viele Wochenenden zu arbeiten, fühlte sich ganz wunderbar an.

Aber wieso bitte sollte ich die dreijährige Ausbildung in Astrologie sein lassen? Nicht nur war sie immer ausgebucht, ich habe Menschen immer gerne beigebracht, wie man Horoskope professionell interpretiert. Viele tolle Frauen (und ebensolche - wenn auch wenige - Männer) hatten meine Kurse besucht. Wir haben nicht nur intensiv miteinander gearbeitet, wir hatten auch ganz viel Spaß zusammen!

Loslassen? Nöööööö ...

Irgendetwas sträubte sich ganz heftig in mir. Nicht wegen des Geldes, ich könnte wahrscheinlich auch ohne Astrologie-Gruppen leben. Auch nicht, weil ich Angst vor den freien Wochenenden gehabt hätte. Ich fühlte mich, als sollte ich meinen  Lieblingspulli nicht nur ausziehen, sondern auch gleich noch weggeben.

Genau aber das ist es, was der Pluto-Anteil der Pluto-Uranus-Verbindung will: Loslassen, auch wenn man noch nicht genau weiß warum und wieso. Aber loslassen ist halt nicht immer grad´einfach (aber man kann es anderen so schön predigen). Also einigte ich mich erst mal mit mir auf ein paar Monate Pause, um dann vielleicht mit nur einer Ausbildungsgruppe zu starten, statt mit dreien, wie die vielen Jahre zuvor. Heute muss ich wirklich grinsen, dass ich das damals als „ausreichende“ Veränderung für einen Pluto-Uranus-Einfluss ansah.

Stoppschild & Umleitung

Das Leben aber sorgt schon dafür, dass wir das Richtige tun. Kaum wollte ich nach meiner kurzen Auszeit wieder eine neue Ausbildung anbieten, handelte ich mir Ende 2011 für gut anderthalb Jahre eine Gelenksentzündung ein. An Seminare war für lange Zeit nicht mehr zu denken, ich war nicht mal in der Lage, einen Flipchart-Schreiber zu halten (Pluto-Uranus marschierte Ende 2011 auf meine Berufsfaktoren zu).

Als die Gelenke dann langsam wieder heilten, hatte ich keinen Impuls mehr, an das alte Unterrichtskonzept anzuknüpfen. Stattdessen hatte sich zwischenzeitlich etwas völlig anderes entwickelt. Irgendwer gab mir den Anstoß, einen regelmäßigen Newsletter zu verschicken. Ich hatte schon Lust dazu (und es gab bereits einige Ausgaben, die in großen Abständen erschienen waren), das Schreiben selber war aber sehr mühsam für mich. Viele, die wie ich eine Uni besucht haben, sind Meister darin, schrecklichlangeundschrecklichkomplizierte Sätze aufs Papier zu bringen. Das hört sich dann zwar irgendwie superschlau an, liest sich aber nicht gut.

Wie das so ist - wenn man eine Idee hat, die gut zu einem passt, zieht man Unterstützung an. Diese Unterstützung war Gitte Härter von der himbeerwerft.de, die Online-Schreib-Coachings anbietet. Mit ihrer unnachahmlich direkten Art (die mir sehr liegt), zeigte sie mir, wie man sich locker und entspannt ausdrückt, damit andere auch gerne lesen, was man geschrieben hat. Das Ergebnis: Ab September 2012 erscheint der Newsletter regelmäßig einmal im Monat (die Pluto-Uranus-Konstellation berührt jetzt exakt meine Berufsfaktoren) und ich merke, dass mir das regelmäßige Schreiben richtig Spaß macht!

Was aber tun mit den Artikeln des Newsletters? Ich speicherte sie erst auf meiner Website, aber irgendwann war mir das zu wenig. Eine neue Website MIT einem Blog musste her! Und auch hier merkte ich wieder, wie gut es flutscht, wenn etwas für einen stimmt. Ich habe einen wunderbaren Webdesigner und – programmierer, der zuverlässig alles umsetzt, was ich mir vorstelle.

Im Sommer 2013 gingen wir in die Planungsphase (Pluto-Uranus hängt immer noch auf meinen Berufsfaktoren), im Februar 2014 stand die neue Website mit dem Blog im Netz (Pluto und Uranus sagen ab jetzt 'tschüss' zu meinen Berufsfaktoren).

Wissen weitergeben, aber anders als bisher

Ich habe jahrelange Unterrichtserfahrung. Wenn ich etwas kann, dann Astrologie klar und verständlich zu vermitteln – und genau das wollte ich mit einem Blog weiterführen. Keine langen nebulösen Ausführungen, die Laien eh nicht verstehen, stattdessen kleine knappe Artikel, die man parallel zu einer Tasse Kaffee oder Tee lesen kann. Für Menschen, die schon Astrologie-Kenntnisse haben, aber besonders auch für solche, die sich in der astrologischen Fachsprache nicht so gut auskennen, trotzdem aber gerne mal etwas über Astrologie lesen.

Silke Liniewski brachte meine Erfahrung mit der Uranus-Pluto-Konstellation auf den Punkt:

Wenn man beim Segeln eine Wende macht, ist plötzlich der Wind, der einen getragen hat, weg und es entsteht Stillstand und Leere. Jetzt kommt es darauf an: Wollen wir zurück ins alte Fahrwasser, weil da der Wind so schön geblasen hat oder können wir den Moment der Ruhe, in dem alles still zu stehen scheint, zulassen?

Im Rückblick war für mich der unfreiwillige Rückzug aus einer gut funktionierenden Sache notwendig - erst dann konnte wieder neuer Wind aufkommen. Das muss nicht bei jedem so sein. Viele, die von Pluto-Uranus betroffen sind, haben bereits Ideen, was sie verändern möchten. Aber für die, die es noch nicht wissen, ist die Frage, was sie am liebsten sein lassen wollen, vielleicht auch ein guter Ansatz, aus dem heraus sich dann wieder neue Perspektiven entwickeln können.

Alte neue Leidenschaft

Pluto und Uranus haben bei mir insbesondere Platz fürs Schreiben geschaffen. Damit haben sie eine uralte und vergessene Liebe wieder ausgegraben. Ich war auf dem Gymnasium eine begeisterte und auch gute Aufsatzschreiberin (in anderen Fächern war ich eher mäßig), wenn es nicht gerade um "Bildbeschreibungen" ging. Jetzt plane ich samstags vergnügt mehrere kleine Beiträge für die neue Woche auf Facebook und stelle meist zusätzlich einen Artikel für den Blog fertig, den ich unter der Woche vorbereitet habe.

Die anfängliche Angst, mir könnte nichts einfallen, hat sich nicht bewahrheitet. Mit 101 Artikeln seit Blog-Start im Februar, scheint es da was in mir zu geben, worauf ich mich verlassen kann. Außerdem bieten meine täglichen Beratungen und Begegnungen mit wunderbaren Menschen in meiner Praxis immer wieder genügend "Stoff", den ich aufgreifen kann. Hätte mir das alles jemand VOR dem Pluto-Uranus-Transit gesagt, ich hätte es ihm nicht geglaubt.

Die Pluto-Uranus-Verbindung hat mich seit dem Blog-Start auf Nimmerwiedersehen verlassen. Ich tät die beiden ja zu gerne mal fragen, ob sie zufrieden sind mit der Veränderung, die sie bewirkt haben. Aber was soll´s Lächelnd, Hauptsache ich bin´s!

 

Dieser Artikel wurde am 08.12.2014 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Iris |

Hallo Frau Grotsch!
Danke für auch diesen schönen Artikel!
Mir stellt sich nur die Frage, wie sich Ihr Blog bezahlt macht - abgesehen von der Freude zu schreiben und vielleicht der Anerkennung durch die Leser. Bringt der Blog an sich Geld, oder ist er eher ein Exposé ihrer astrologischen Arbeit, also eine Art Eigenwerbung? Mal ganz abgesehen davon, dass ich auch gern gratis Wissen teile, in der Hoffnung dass "what goes around, comes around"! Leider wird das in unserer materiellen Welt schnell ausgenutzt...
Schreiben Sie weiter, meiner Leserschaft sind Sie sicher!
Viele Grüße!

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo liebe Iris,

danke für Ihre nette Rückmeldung! Sie fragen mich da was Wichtiges. Ich könnte natürlich gut und gerne täglich mehrere Stunden schreiben, aber ich habe eben auch als 100%-Selbstständige meine tägliche (Beratungs-) Arbeit, mit der ich mein Geld verdiene. Also darf das Schreiben nur einen kleinen Teil meiner Zeit einnehmen.

Trotzdem macht sich – und das war ja Ihre Frage – ein guter Blog bezahlt. Ich merke das ja auch an mir selber. Lese ich Blogbeiträge (und das tue ich viel und häufig) und gefallen die mir, dann speichere ich mir den Blog mitsamt Webseite ab (so bin ich zum Beispiel auch zu Gitte Härter gekommen). Wenn eine Freundin dann was braucht oder ich selber, dann schaue ich oft als erstes in meiner Blogliste nach (früher war es das Branchenadressbuch). In meiner Blogliste sind immer nur Blogs, bei denen ich merke, da schreibt jemand einerseits kompetent über sein Gebiet UND aus Liebe zur Sache. Man kriegt da mit der Zeit ein Gefühl für, wer aus reinen Marketingzwecken schreibt oder wirklich bereit ist, sein Wissen zu teilen.

Was das „Ausnutzen“ anbelangt, damit habe ich bislang keine negativen Erfahrungen gemacht. Es ist eher so, dass Menschen, denen ein Artikel gefällt, den Artikel dann gerne teilen und dadurch wächst die Bekanntheit, was mich natürlich freut. Sollte ich mal entdecken, dass sich jemand per paste & copy bedient, würde ich schnell darauf reagieren.

Wenn Sie mich fragen: Das Bloggen ist eine der großartigsten Entwicklungen der letzten Jahre, die sich für alle Beteiligten lohnt.

Einen schönen Tag Ihnen und ganz herzliche Grüße
Sylvia Grotsch

Kommentar von Barbara Rosen |

Hallo-Hallo,

hier sprechen Pluto und Uranus! Du machst das großartig, wir sind sehr zufrieden! Ab und an aber werden wir den Kollegen Saturn vorbeischicken, nachschauen, ob alles noch in Ordnung ist. Wenn ja, schickt der dann den Kollegen Jupiter, der die Belohnung dafür in der Tasche hat.

Schmunzelnde Grüße!
Barbara

Antwort von Sylvia Grotsch

*lach* - DANKE!!!

Ganz herzliche Grüße!
Sylvia

Kommentar von Gitte Härter |

Huhu Sylvia,

wie schön! Danke. :-D

Auch sonst habe ich dauernd genickt, war/bin ja gerade in einer ganz ähnlichen Umbruchsphase.

Herzliche Grüße
Gitte

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallöchen, Gitte, ja, deine Veränderungsprozesse beobachte ich ja mit sehr viel Interesse! Deine Konsequenz, wie du deine neuen Ideen durchziehst, ist wirklich bewundernswert!

Liebe Grüße
Sylvia

Kommentar von Irene |

Liebe Frau Grotsch,

was für ein wunderbarer Blog - und was für eine wunderbare Beschreibung des Uranus-Pluto-Überlaufes.

Die Fragestellung "was wollen Sie am liebsten sein lassen" ist genial! sagt die, die gerade mitten drin steckt.

Ich habe dann auch gleich Ihren Newsletter abonniert und freue mich auf Ihre zukünftigen Beiträge.

Mit herzlichen Grüßen
Irene Dietrich

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo liebe Frau Dietrich, vieeln Dank für Ihr nettes Feedback! Jaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa, wenn loslassen doch bitte immer federleicht wäre Stirnrunzelnd !

 

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

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