ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

16. 3. 2015: Pluto-Uranus verabschiedet sich

Fotoquelle: LoganArt / pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 1)

Ich bin mal gespannt, was uns die Weltbühne diese Woche noch zeigen wird. Denn heute, am Montag, den 16.3. bilden Pluto und Uranus das letzte Mal ein exaktes "Quadrat" (= spannungsreiche Verbindung) zueinander, das uns die ganze Woche noch begleiten wird.

Traditionelles Denken (Pluto im Steinbock) und der Drang nach Befreiung aus alten Einengungen (Uranus im Widder) krachten seit 2012, dem Beginn dieser Konstellation, permanent aufeinander. Inhaber von Macht und Kontrolle (Pluto im Steinbock) stellten sich den Freiheitsbedürfnissen von Menschen (Uranus im Widder) brutal in den Weg, entweder mit Waffen oder auf leisen Cybersohlen. Kriege zwischen der alten Garde und radikalen Erneuerern sind an der Tagesordnung, die Welt, wie sie wir kannten, ist erschüttert, die Bedrohung massiv gewachsen.

Aber eine Konstellation hat nicht nur äußere Entsprechungen, bei vielen Menschen tobte dieser Krieg genauso in ihrem Inneren. Manchen gelang es, sich aus alten, ungeliebten Umständen zu befreien und den Weg  in etwas Neues, machmal auch ins Ungewisse einzuschlagen. Andere unterdrückten dieses Bedürfnis, nicht selten aus gutem Grund. Denn alte Sicherheiten loszulassen, ist nicht jedem einfach so gegeben, schon gar nicht, wenn eine neue Lösung noch nicht parat liegt.

Noch sind wir nicht durch

Heißt das jetzt, dass es ab jetzt wieder „besser“ wird? Auch wenn bei einigen nun das große Aufatmen beginnt, weil diese für den Weltfrieden nicht ungefährliche Konstellation abebbt – vergessen wir nicht, dass Konstellationen IMMER nachwirken, ja, dass sie in der Nachwirkung oftmals noch eine viel größere Kraft entfalten, die wir ihr eigentlich nicht zugetraut hätten, wenn wir lediglich exakte mathematische Verhältnisse zugrunde legen.

Mathematisch, das steht fest, sind wir am Ende dieser Woche „durch“, diese Konstellation kommt erst 2046 wieder. Warten wir aber besser ab, ob die Gewalt wirklich nachlässt! Denn noch bis zum Jahr 2017 laufen Pluto und Uranus – wie es in der astrologischen Fachsprache heißt – in einem „Orbis“ zueinander. Die Verbindung ist zwar nicht mehr exakt, aber immer noch nah genug beieinander. Ungefähr so, wie wenn Sie mit jemandem Hand in Hand gehen und sich dann langsam voneinander lösen, weil jeder von Ihnen in eine andere Richtung strebt. Wenn Sie die Hände loslassen, besteht da immer noch Nähe zueinander, die sich erst dann wirklich auflöst, wenn Sie sich weiter wegbewegen und sich nicht mehr winkend noch einmal zueinander umdrehen ...

Chancen zur Veränderung

Das Gute daran ist, dass diejenigen, die in den letzten Jahren einen starken Drang nach Veränderung spürten, aber – aus welchen Gründen auch immer – noch nicht realisieren konnten, was sie sich wünschten, eine weitere Chance zur Veränderung haben. Die Pluto-Uranus-Konstellation ist eine der stärksten Planetenverbindung für unsere persönliche Entwicklung. Dadurch, dass Pluto im Steinbock steht und Uranus im Widder, ist sie der Austreiber aus falschen Sicherheiten, erzwungener Anpassung, Selbstverleugnung und Selbstunterdrückung.

Schauen wir also nicht nur, welche Unterdrückung, welche Kriege „da draußen“ noch weiter toben, sondern schauen wir auch, wo wir uns selber die Luft zum Atmen nehmen. Pluto-Uranus steht uns für eine Weile noch zur Seite und hilft uns, Lösungen für festgefahrene Situationen zu finden. Um dem inneren Feuer wieder mehr Raum zu geben und das eigene Potenzial stärker zum Ausdruck bringen zu können.

Dieser Artikel wurde am 16.03.2015 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

Zurück

Kommentare

Kommentar von Sarah |

Liebe Sylvia,

wenn ich mir die aktuellen Ereignisse dieser Tage anschaue, dann ist das ja bisher ein krachender Abschied - und die Woche ist noch nicht einmal um! In den letzten Jahren habe ich diese Konstellation ja sehr deutlich in meinem eigenen Leben zu spüren zu bekommen, aber dennoch beeindruckt mich Uranus-Pluto immer wieder. Es geht immer wieder zur Sache, alles wird aus dem Schrank gezerrt. In dieser Konstellation steckt eine Unerbittlichkeit: Jedes Mal wenn ich dachte, dass es doch nun schon wahrlich kräftig genug geknallt habe, setzten die beiden noch eins drauf - frei nach dem beliebten Sprüchlein: Ach komm, einer geht noch! Und dennoch habe ich zunehmend den Eindruck, dass ich in diesen Jahren, in denen zeitweise das einzige Kontinuum in meinem Leben die Umbrüche zu sein scheinen, dass ich zum Kern gelange. Ich kann besser mit mir alleine sein und in mich hineinhorchen, was ich denn nun wirklich als nächstes tun möchte, mit wem ich Zeit verbringen möchte und meine Kräfte realistisch einschätze, wie stark ich mich für etwas engagieren kann und möchte. Inzwischen habe ich diese Krawallkonstellation schon fast ins Herz geschlossen. Wenn ich mir allerdings die Nachrichten anschaue, bin ich trotzdem froh, dass ein Ende in Sicht is

Ganz vielen lieben Dank für deine kontinuierliche "Berichterstattung", ich finde es sehr hilfreich, um gerade diese verrückten Zeiten einschätzen zu können.

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Sarah, vielen Dank für deinen Kommentar. Ich hatte heute den ganzen Tag keine Nachrichten gesehen, und mich hat fast ein Pferd getreten, als ich mitgekriegt habe, was heute gelaufen ist. Und ja, ich habe mich an meine eigenen Worte erinnert - das geht weiter zur Sache, wie es heißt. Weil bisher bestimmte Probleme einfach nicht gelöst wurden. Bleibt uns die Hoffnung, das die noch zur Verfügung stehenden 2 Jahre mehr Einsicht bewirkt in das, was getan werden muss. Denn das ist ja die "gute" Absicht der beiden.

Pluto-Uranus im persönlichen Leben kann wirklich einen Menschen bis zu seinem Kern bringen. Keine leichte Reise, aber eine lohnende. Bewundernswert, wie du das in den letzten Jahren gehändelt hast!

 

Liebe Grüße

Sylvia

Einen Kommentar schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Ihre eigene Webadresse können Sie gerne im Feld "Webseite" eintragen.

Wenn Sie hier einen Kommentar schreiben, werden folgende Daten von Ihnen gespeichert: gewählter Benutzername, Datum und Uhrzeit des Kommentars, E-Mail-Adresse, anonymisierte IP-Adresse.

(bitte mit http://)