ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Der Sinn des Lebens. Filmtipp

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 2)

Heute wird sie 83 Jahre und sie ist umwerfend. Umwerfend in ihrer Attraktivität und umwerfend in ihrer schauspielerischen Leistung, die einen die Zeit im Kino vergessen lässt. Ich spreche von Shirley MacLaine in dem Film „Zu guter Letzt“, der die Frage stellt, was im Leben wirklich zählt.

Ich habe nicht sehr viele Filme mit Shirley MacLaine gesehen, das hängt alleine damit zusammen, dass ich nie eine übertrieben fleißige Kinogängerin war. Dafür aber haben mich ihre beiden Bücher „Tanz im Licht“ und „Zwischenleben“ vor mehr als dreißig Jahren sehr fasziniert und meine Ansichten von der Welt wesentlich verändert.

Wie Shirley MacLaine mein Denken beiflusste

Genau genommen bedeuteten ihre Bücher für mich den endgültigen Abschied von der klassischen „Schul-Psychologie“ und dem damit verbundenen Dogma, dass immer nur das als Wahrheit gilt, was man messen kann.

Sicher hatte dieser Abschied bei mir bereits durch die Begegnung mit der Astrologie begonnen, die Bücher von Shirley MacLaine haben mir dann aber den letzten Schubs gegeben, auch Fragen nach den unsichtbaren (und nicht messbaren) Dimensionen unseres Daseins zuzulassen.

Shirley MacLaines spirituelle Erfahrungen, wie sie sie in den beiden genannten Büchern beschreibt, wirkten auf mich so authentisch, dass ich jahrelang ihr Horoskop bereits in Anfängerkursen von meinen Kursteilnehmerinnen deuten ließ. Dass sie damals nicht einfach nur auf eine „Eso-Welle“ aufgesprungen ist, lässt sich nämlich ganz wunderbar an ihren Geburtsdaten erkennen:

MacLaine, geb. am 20.4.1934 um 20:57 UT in Richmond, Virginia, USA

Rodden-Rating: AA, Quelle: astro.com/data-bank

Hier nur ein paar kurze Deutungshinweise für die, die sich selber gerne mit Horoskopen befassen: Ein Jupiter im ersten Horoskopfeld zeigt eine Frau, die ein Leben lang auf der Suche nach Bewusstseinserweiterung ist, die starke Betonung des 8. und des 12. Hauses bezieht dabei Fragen nach Leben und Tod (und was nach dem Tod kommt) und nach unserem göttlichen Ursprung mit ein.

Natürlich lässt sich auch die Schauspielerin in ihrem Horoskop erkennen. Um in Rollen schlüpfen zu können, braucht es immer einen dominanten Pluto - hier steht er im 10. Horoskopfeld, ergänzt durch einen dominanten Saturn im 5. Haus.

Aber auch das 8. und das 12. Haus spielen bei Schauspielern immer eine wichtige Rolle, da sie die Fähigkeit verleihen, sich in andere Menschen einzufädeln und mit ihnen zu verschmelzen. Jetzt "spielt" man nicht mehr - sondern man ist der Mensch, der der im Film oder auf der Bühne dargestellt werden soll.

Biestige Alte und junge Journalistin

Im Mittelpunkt des Films steht HARRIET LAULER (Shirley MacLaine), heute weit über achtzig. Zu ihrer Berufszeit war sie eine äußerst erfolgreiche Geschäftsfrau, die sich von niemandem etwas gefallen ließ, stattdessen kommandierte sie jeden herum, wie es ihr passte. Das wird auch gleich zu Beginn des Films klar, als Harriet ihrem Gärtner die Schere aus der Hand nimmt, weil dieser in ihren Augen die Hecke nicht richtig schneidet. Das gleiche macht sie auch mit ihrer Frisörin.

Und da Harriet ein Leben lang gewohnt war, alles nach ihrem Gusto zu lenken, beschließt sie, auch die Zeit nach ihrem Tod nicht dem Zufall zu überlassen. Weiß Gott, was andere Leute vielleicht für einen Mist über sie schreiben - da nimmt sie die Sache mit dem Nachruf doch gleich besser selber in die Hand. Selber schreiben will sie den Nachruf nicht, aber schreiben lassen ist schließlich auch eine Option.

Damit beauftragt sie die junge Journalistin ANNE SHERMANN (gespielt von der zauberhaften Amanda Seyfried), die in einer Zeitungsredaktion ein ziemlich langweiliges und gleichförmige Dasein fristet. Eigentlich möchte die junge Frau Schriftstellerin sein, sie schreibt auch Essays, allerdings findet sie diese völlig nichtssagend und verdient sich daher lieber ihr Geld mit dem Verfassen von Nachrufen. Außerdem träumt sie von Andalusien, aber was bedeuten schon Träume?

Was im Nachruf stehen soll

Harriet diktiert nun der jungen Anne, welche möglichen Themen in einem „guten“ Nachruf auftauchen sollten. Sie hat sich dazu durch Nachrufe gewühlt und kam zu folgendem Ergebnis:

  • Der/die Verstorbene wurde von seiner Familie geliebt oder
  • ehemalige Mitarbeiter haben ihn bewundert oder
  • der betreffende Mensch hat das Leben eines anderen beeinflusst oder
  • sein Leben stand unter einem besonderen Motto (zum Beispiel „Erfolgreiche Sportlerin mit acht Adoptivkindern“ oder „Der bekannteste private Kunstsammler der Welt“ …)

Niemand kann etwas Gutes sagen - und die Folgen

Also macht sich Anne mit einer Liste Namen auf den Weg, um Menschen zu finden, die vielleicht  Informationen für Punkt 1 oder 2 liefern könnten. Weit gefehlt: Jeder, der mit Harriet zu tun hatte, sieht sie lieber von hinten als von vorn. Ganz besonders ihre eigene Tochter.

Also beschließt Harriet, es mit Punkt 3 zu versuchen und nimmt ein kleines, elternloses dunkelhäutiges Mädchen unter ihre Fittiche. Anne muss bei allem, was die beiden nun unternehmen, immer mit dabei sein.

Was nun passiert, ist der eigentliche Kern des Films: Die dominante und schnodderige Harriet zeigt noch ganz andere Seiten und plötzlich wird klar, dass es doch Menschen in ihrem Leben gab, die sie liebten und verehrten, auch wenn sie es mir ihr nie einfach hatten.

... der Schluss?

Den darf ich natürlich nicht verraten. Nur, dass Harriet natürlich etwas Besonders im Leben verwirklicht und auch das Leben anderer maßgeblich beeinflusst hat, was genügend Stoff für einen Nachruf ergibt. Dazu gehören neben Menschen ihres Privat- und Berufslebens das kleine dunkelhäutige Mädchen und die junge Journalistin - und in gewisser Weise auch der eine oder andere Zuschauer des Films.

Merci, Shirley MacLaine für diese unterhaltsame, kurzweilige Komödie, die ganz durch Ihr schauspielerisches Können bestimmt wird. Da ist es auch egal, dass man relativ schnell merkt, worauf die Handlung hinausläuft. Die biestige Alte mit weichem Herzen und später Entwicklungsbereitschaft ist so ganz eine Rolle, die zu Ihnen passt und die auch das Thema Alter noch mal in einem anderen Licht erscheinen lässt.

Ein Film, der Mut macht, seine Träume zu leben und der die Frage aufwirft, was wirklich zählt in unserem Leben.

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Dieser Artikel wurde am 24.04.2017 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Renate |

Hallo Sylvia,

ich erinnere mich genau an die Besprechung dieses Horoskops im Kurs und an deine Begeisterung, mit der du mich angesteckt hast. Du hast meine Liebe zur Astrologie geweckt und ich merke hier auf deinem Blog, dass deine immer noch brennt. Ich freue mich jedesmal wieder auf deinen Newsletter. Danke!

Renate

Antwort von Sylvia Grotsch

Danke Renate :-) und ganz herzliche Grüße!

Sylvia

Kommentar von Heidrun Bomke |

Liebe Frau Grotsch,
danke für Ihren Filmtipp! Kam mir gerade so über den Weg gelaufen ...
Ja, "das Beste aus sich machen" - das ist für mich die Essenz.
Herzliche Maienwünsche für Sie,
Ihre Heidrun Bomke

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