ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Fischezeit. Einfach sein

Alle Fotos dieser Seite: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 5)

19. Februar bis 20. März

Bald ist es geschafft, und der kalendarische Winter ist vorbei. Andernorts schmilzt jetzt der Schnee und lässt die Flüsse über die Ufer treten. Feuchter Dunst und Vorfrühlingsnebel hängt über der Natur, die Felder sind kahl und ihre Grenzen verschwimmen für unser Auge konturenlos miteinander. Noch einen Monat, und dann wird es endlich wieder Frühling!

Dabei sieht es dieses Jahr sogar so aus, als käme er vielleicht sogar früher. Doch selbst, wenn die Temperatur stärker ansteigen und die Sonne mehr scheinen würde, ist das ein Trugschluss! In dieser Phase vor dem Widder, vor dem 21.3., steht die Natur still und hat noch etwas Unklares, Unbestimmtes. Es ist nicht mehr Winter, aber der Frühling ist noch nicht da. Wir sind im Übergang und können nur eines tun: WARTEN.

Pause vor dem Neubeginn

Im zwölfteiligen Tierkeis liegt eine tiefe Weisheit. Im Widder, dem Zeichen, das zu Frühlingsbeginn am Himmel steht, liegt der Neuanfang, die Aktivität, das spontane Tun. Die davor liegende Fischezeit aber steht für Ruhe Stille, Passivität. Für Abwarten, geduldig sein, die Dinge sich selbst überlassen. Das heißt auch für uns, dass JEDER gute Anfang eine vorgeschaltete Phase verlangt, in der wir einmal nichts tun, nichts forcieren.

Aber wie ist das mit uns? Wenn wir die Schule beendet haben, müssen wir sofort wissen, wie es weiter geht. Wenn wir – gewollt oder ungewollt – unsere Arbeit losgeworden sind, müssen wir sofort alles daran setzen, gleich die nächste zu finden. Wenn wir etwas nicht mehr wollen, was uns einmal wichtig war, müssen wir gleich wissen, was es stattdessen sein soll.

Unsere Gesellschaft besitzt keine Kultur des Wartens. Niemand bringt uns bei, dass das Leben Pausen von uns verlangt. Pausen, in denen alle Versuche, etwas verändern oder erreichen zu wollen, meist vergeblich sind, weil wir Prozesse nicht immer willentlich beschleunigen können. Pausen, in denen wir aber Kraft schöpfen können und auch die Zeit haben, uns mit unseren inneren Bildern zu verbinden, die uns schließlich den Weg zu einem Neuanfang zeigen werden.

Körperliche Entlastung

Aber nicht nur, dass wir uns ständig Entscheidungen und Aktivität abverlangen, auch unserem Körper gönnen wir selten eine Pause. Einerseits schlafen wir immer weniger und immer weniger tief, andererseits haben wir jederzeit alle Nahrungsmitteln zur Verfügung, auf die wir Lust haben. In früheren Zeiten war das anders: Im Februar und im März waren die Speicher leer und die Menschen mussten zwangsläufig fasten.

Für die Römer war der „Februarius“ traditionell ein Reinigungsmonat. Auch heute empfehlen naturnah arbeitende Ärzte und Heilpraktiker, sich Anfang März einer Reinigungs- oder Fastenkur zu unterziehen. Oder sich doch wenigstens leichter zu ernähren, um die Leber zu entlasten.

Drei Dinge, die in der Fische-Zeit gut tun

Relaaaaaaaaaax … Jetzt ist keine Zeit für stundenlangen Hau-Ruck-Frühlingsputz, keine Zeit, mit Sport anzufangen oder ein bereits bestehendes Sportpensum zu erhöhen. Schalten Sie nicht nur einen, sondern gleich mehrere Gänge runter! Das heißt ja nicht, das Sie nichts mehr tun sollen. Aber gut wäre es, möglichst wenig  zu tun, jenseits der Verpflichtungen, die Sie sonst noch so haben. Lassen Sie die Seele baumeln, schlafen Sie ausreichend, machen Sie Spaziergänge und nutzen Sie die ersten Sonnenstrahlen für den Besuch auf Ihrer Lieblingsbank. Lernen Sie eine Entspannungs- oder Meditationstechnik.

Sie werden überrascht sein, wie Sie nach nur einem Monat wieder neue Kräfte in sich spüren. Die sprichwörtliche Frühjahrsmüdigkeit ist oft auch (auch) die Folge dessen, dass wir ungebremst durchs Jahr düsen, uns Monat für Monat das gleiche Tempo abverlangen und uns keine Ruhephasen gönnen. Vielleicht haben Sie Lust, es dieses Jahr mal anders zu machen?

Innerlich vorbereiten … Spielen Sie bereits mit ein paar Ideen, was Sie gerne in ihrem Leben ändern würden? War Ihnen im Monat davor, in der Wassermannzeit, schon danach, einiges anders zu machen? Geben Sie sich jetzt die Zeit, sich auszumalen, was davon Sie umsetzen möchten. Träumen Sie! Was möchten Sie beginnen, wenn das Frühjahr kommt? Der 21.3. ist der Termin für Neuanfänge, nicht der 1. Januar!

Es müssen nicht gleich so große Dinge wie Jobwechsel oder eine Trennung sein. Genauso wichtig sind die kleinen Veränderungen, die unsere Lebensgeister wecken. Jetzt, in der Fischzeit können Sie innerlich die Entscheidungen vorbereiten, die Sie dann durch das gesamte Jahr begleiten können.

Entgiften … Wer jetzt spürt, dass ihm eine körperliche Entlastung gut tun könnte, vielleicht auch verbunden mit ein paar Kilochen Gewichtsverlust, für den ist jetzt die richtige Zeit gekommen! Voll-Fasten sollte natürlich – falls überhaupt – nur unter Anleitung geschehen, wenn man nicht schon jahrelange Erfahrungen damit hat.

Es gibt eh vieles, das wir selber machen können, um es unserem Körper wieder leichter zu machen. Einfach kleinere Portionen essen, Frühstück ausfallen lassen, Abendessen ausfallen lassen, mal einen Obst- oder Gemüsetag einschieben, heißes Ingwerwasser … Wählen Sie auf jeden Fall das, was Ihnen am angenehmsten ist und von dem Sie wissen, dass es zu Ihnen passt. Auch die traditionell chinesische Medizin (TCM) hat gute, leicht umsetzbare Tipps für den anstehenden Jahreszeitenwechsel.

Motto für die Fischezeit: Weniger ist mehr!

Dieser Artikel wurde am 23.02.2014 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Barbara Möller |

Liebe Sylvia, wie erleichternd, Deine Empfehlungen für die Fische-Zeit zu lesen! Nach all der körperlichen Arbeit unseres Umzugs - es klingt für mich wie eine ( so notwendige wie gern genommene)Erlaubnis, zu entspannen und Neues sich entwickeln zu lassen... Danke!

Kommentar von Sylvia Grotsch |

Hallo Barbara,
danke für deine Rückmeldung. Habt Ihr es geschafft? Toll! Ich wünsche dir ein gutes Ankommen im neuen Zuhause und dass du dich gut erholen und auch eingewöhnen kannst. Denn neben der körperlichen Arbeit, muss man da ja auch psychisch bei so einem großen Umzug was wuppen!

Liebe Grüße
von
Sylvia

Kommentar von Silvia |

Liebe Sylvia,

ich habe oft das Gefühl, dass unser Leben fast minutiös geplant ist...
Auch jetzt fühle ich mich wieder so.

Passend zu den aktuellen Energien steht bei mir eine Komplettveränderung meines Lebens an. Ein Sprung ins Neue.
Ich durfte die letzten Wochen ansatzweise in ein völlig neues Leben hineinschnuppern, welches ich mir bis dahin noch nicht mal im Ansatz vorstellen konnte zu leben.
Letztes Wochenende hatte ich eine Vision. Eine Vision wie mein Leben weitergeht.
Und ich werde den Schritt wagen - den Schritt in ein komplett neues Leben.
Ich habe meine Hauptarbeitsstelle auf Ende März gekündigt und gebe meine nebenberufliche Praxis auf. Ich packe meine Koffer und fahre am 21.03. in die Wüste, um an einer Karawane teilzunehmen. Anschließend ziehe ich sofort in mein neues 300 km entferntes Zuhause und fange dort ein neues Leben an.

Die Vision vom Wochenende, in der ich mich in meiner ganzen Kraft und in meinem ganzen Potential gesehen habe, war so toll, dass ich am Liebsten gar nicht mehr so lange warten möchte. Doch die Umstände erfordern diese Zeit. Es kann mir nie schnell genug gehen... und Geduld ist echt nicht meine Stärke.

Nachdem ich deinen Bericht gelesen habe, kann ich diese Zeit jetzt dankbar annehmen. Als ein Geschenk: Als Zeit für mich, mich zu verabschieden, in Ruhe all das zu organisieren was ansteht, zu packen und mich vor allem in einer Gelassenheit auf das zu freuen was jetzt kommt!

Ich danke dir von Herzen für diesen Impuls zur Entschleunigung und die Möglichkeit, den anstehenden Sprung ins Neue und auch das zurückbleibende Alte gebührend zu achten und wertzuschätzen.

Liebe Grüße
Silvia

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Silvia,

das hört sich aufregend an! Ich wünsche dir von Herzen ein gutes Ankommen im neuen Leben. Bei dem Wort "Wüste" und "Karawane" hab ich Gänsehaut bekommen. Das wäre so etwas, was auf meiner Wunschliste steht .... mal schauen.

Viele Grüße

Sylvia

Kommentar von Sandra |

Liebe Sylvia,
wieder einmal - wie schon so oft - eine schöne Bereicherung meiner Tage (und auch mal Nächte...). Danke dafür! Spontan musste ich an einen Begriff denken, der heutzutage nicht mehr so oft gebraucht wird: Harren. Wie ein Löwe in der Mittagssonne. Ohne ErWARTUNG, aber ganz im Moment.

Groetjes uit Amsterdam!
Sandra

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Sandra,

ja, "der Dinge harren, die da kommen", ist eine Formulierung, die ich durchaus verwende. Ist vielleicht eine "Generationsfrage" ... Zwinkernd.

Herzliche Grüße nach Amsterdam!

Sylvia

Kommentar von Claudia Schwab |

Liebe Sylvia Grotsch,

meinem FischeMond kommt diese Energie ja wie gerufen und ich kann es auch gut leben. Auch wenn meine WidderSonne Anfallsweise dazwischen funkt. Ich mache seit Anfang des Jahres intermittierendes Fasten 10/2; bedeutet, einen Tag essen und einen Tag fasten. Es ist einfach nur genial! Nicht nur für meinen Körper sondern auch für mein Bewusstsein, ja ich kann auch verzichten, was ich wiederum als sehr wertvoll empfinde.
So habe ich gerade ein rundes Paket: Widdersonne die ab und an ihre Anfälle von großer Schaffenskraft hat; Löweaszendent der gut ausharren kann, neuer Mietvertrag für Geschäftsräume muss unterzeichnet werden, bevor die Packerei dann los geht und mein Fischemond der die Auszeiten liebt und genießt.

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