ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Die DSGVO - astrologische Hintergründe und warum Sie keine Visitenkarten mehr entgegennehmen sollten

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 3)

Für diesen Artikel empfehlen sich astrologische Grundkenntnisse - es geht zur Not aber auch ohne :-)

Sogar unsere Kanzlerin will sich plötzlich des Gesetzes annehmen, das am 25.5.2018 in Kraft tritt, von dem vor ein paar Wochen so gut wie kaum jemand etwas wusste. Ein Gesetz, das in seiner eigentlich guten Absicht so was von übers Ziel rausschießt, weil es zum Teil Dinge von uns Unternehmern und Unternehmerinnen verlangt, die kaum umzusetzen sind.

Es geht um die DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung. Eigentlich ein gute Sache, denn die DSGVO soll unsere Daten schützen. Die, die bei Ihrem Zahnarzt liegen, genauso wie die, die Sie auf einer Website hinterlassen, wenn Sie im Internet surfen oder wenn Sie jemanden übers Internet beauftragen.

Eigentlich sollte dem großen Datenklau im Internet und der damit verbundenen Geschäftemacherei Einhalt geboten werden. In der Realität erlebe ich aber leider, dass bereits kleinere Existenzen durch das Gesetz bedroht werden, um die großen wird sich dann schon unsere Kanzlerin kümmern.

Man reimt sich das alles irgendwie zusammen. Die neue Datenschutzverordnung trifft jeden, der eine Website betreibt und Daten von anderen einsammelt. Sie bringt viele Kleinunternehmer an den Rand der Verzweiflung.

ZEIT-online vom 12. Mai 2018

Denn unsere Kanzlerin machte sich bereits Sorgen, dass „Big Data“ ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor sei, der durch die DSGVO keinen Schaden erleiden dürfe. „Big Data“, damit sind die Datensammler gemeint, die meine und ihre Daten haben wollen, um sie dann gewinnbringend zu nutzen.

Wie man sich mit Gesetzestreue selber schadet

Welchen Irrsinn die DSGVO gerade für die „Kleineren“ bedeutet, zeigt folgendes Beispiel: Sie, als Inhaberin eines kleinen Yogastudios, gehen auf eine Veranstaltung, auf der sich viele Menschen tummeln, die ähnliche Interessen haben wie Sie. Sie freuen sich dabei auf interessante Vorträge und vielleicht auf den einen oder anderen neuen Business-Kontakt.

Dabei kommen Sie mit einer Pilates-Trainerin ins Gespräch. Schließlich holt diese ihre Visitenkarte aus der Tasche, drückt Sie Ihnen in die Hand und sagt: „Wär´ doch schön, wenn wir in Kontakt bleiben würden, wir können vielleicht ja auch mal was beruflich miteinander machen“.

Und jetzt geht´s los :-). In dem Augenblick, in dem Sie die Visitenkarte annehmen, sind Sie DATENEMPFÄNGERIN in beruflichem Kontext und müssen jetzt sofort die Pilates-Trainerin über den Umgang mit ihren Daten und ihren Rechte an ihren Daten aufklären.

Step by step. Was Sie jetzt tun müssen…

Wie Sie das machen? Na, Sie haben doch sicher einen dreiseitigen Vordruck in der Tasche ab 25.5. oder etwa nicht? Einen Vordruck, auf dem genau steht, was Sie jetzt der Pilates-Trainerin mitteilen müssen und welche Rechte die Besitzerin nach Übergabe ihrer Visitenkarte hat.

  • So müssen Sie sie umgehend darüber aufklären, dass Sie ihre Daten speichern werden, wo und wie lange die Daten in Ihrem System gespeichert bleiben und wann Sie sie dann löschen werden (oder als Alternative, dass Sie die Visitenkarte in ihr Visitenkartenkästchen einordnen werden und wann das dann wieder geleert wird).
  • Sie müssen der Pilates-Trainerin weiterhin zusichern, dass Dritte keinen Zugang zu ihren Daten bekommen und dass kein Transfer der Daten in ein Land außerhalb der EU stattfindet (zur Erinnerung: Wir sprechen von den Daten auf einer Visitenkarte).

Sie glauben, dass ich spinne? Ich bin noch nicht am Ende! Als Nächstes müssen Sie ihr Gegenüber über seine Rechte aufklären:

  • Die Pilates-Trainerin hat das Recht auf Auskunft. Sie darf jederzeit bei Ihnen anfragen, ob ihre Daten bei Ihnen gespeichert sind;
  • sie hat das Recht, eine Berichtigung zu verlangen, falls Sie die Adresse in Ihrem Computer eingetragen und sich bei der Hausnummer geirrt haben;
  • sie hat das Recht zu verlangen, dass Sie die Daten löschen (oder alternativ, wenn Sie Visitenkarten sammeln, dass sie diese wegwerfen, Sie müssen ihr aber zusichern, dass Sie die Karte so vernichten, dass kein Dritter doch noch Kenntnis von den Daten erlangt);
  • sie hat das Recht, dass ihre Daten an jemand anderen, den sie benennt, übertragen werden;
  • weiterhin hat sie das Recht, Ihnen zu untersagen, dass Sie jemals in der Zukunft irgendwelche Daten von ihr speichern und
  • sie hat das Recht jeglicher Verwendung ihrer Daten zwecks Zusendung von Werbung zu widersprechen.

Jetzt werden Sie aber bitte nicht ungeduldig und sagen zu der Trainerin, die sich eventuell nach Jahren wegen ihrer Daten an Sie wendet, dass Sie gerade keinen Bock haben, sich um den Verbleib einer dusseligen Visitenkarte zu kümmern. Dann nämlich hat die Trainerin ein Beschwerderecht bei der jeweiligen Aufsichtsbehörde.

Harte Strafen

Sie sagen sich jetzt sicher, dass Sie doch nicht verrückt geworden sind, so einen Unfug mitzumachen? Wenn Sie Ihr Gegenüber nicht darüber aufklären, wie Sie mit den Daten umgehen und welche Rechte daran bestehen, machen Sie sich strafbar. Und die Strafen sind empfindlich hoch. Gut, Sie und ich werden nicht mit der Höchststrafe von 20 Millionen bestraft werden, weil wir die gar nicht haben, aber es geht um den Ärger, der mit all dem verbunden ist.

Ergo? Wir tauschen am besten keine Visitenkarten mehr aus. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt und sich fragt, was wohl die Absicht hinter so etwas sein könnte?

Realitätsferne Entscheidungen

Ich gebe zu, das mit der Visitenkarte ist ein wirklich sehr kurioses Beispiel. Die DSGVO besteht natürlich noch aus sehr viel mehr - auch aus sehr Vorschriften, die natürlich auch Sinn machen. Ich bin sehr wohl für Gesetze, die den Datenklau und den damit unlauteren Umgang unterbinden.

Wie wichtig der Schutz unserer Daten ist, habe ich nämlich selbst erlebt: Just in dem Moment, als ich über der Umsetzung der DSGVO für meine Website sitze, bekomme ich zum Beispiel von der Berliner CHARITE eine Einladung zu einer Studie über Knochengesundheit, an der ich kostenlos teilnehmen könnte.

Ich habe die Charité nie betreten! Wo haben die meine Adresse her? Da der Brief eindeutig an „ältere Menschen“ gerichtet war, frage ich mich weiter, wo die mein Geburtsjahr her haben? Wo bitte ist hier das Datenleck?

Wenn es die DSGVO schafft, solchen "Einladungen" den Riegel vorzuschieben, bin ich natürlich dankbar. Aber das obige Visitenkartenbeispiel zeigt auch, wie wenig die Kommission, die dieses Gesetz auf den Weg gebracht hat, Ahnung hat, womit es viele Selbstständige tagtäglich in ihrer Arbeit zu tun haben.

Ein Blick aus astrologischer Sicht

Je mehr ich mich in den letzten Wochen mit der DSGVO und der Schwierigkeit ihrer Umsetzbarkeit in meinem Berufsalltag befasste, desto mehr fragte ich mich, was eigentlich astrologisch los ist. Los war, als das Gesetz am 25. (24.?).5.2016 verabschiedet wurde und los ist, wenn es dann ab 25.5.2018 bindend wird. Denn alles hier unten spiegelt sich oben wider (und umgekehrt).

Was ich dann gefunden habe, wird denjenigen von Ihnen, die selber gute astrologische Grundkenntnisse haben, hoffentlich ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Inkrafttreten der DSGVO am 24.5.2016 um 00:00 Uhr, Brüssel

Bei einem Gesetz schauen wir auf Steinbock und Saturn. Wunderbar! Das Horoskop hat einen Steinbock-Aszendenten, das gefällt uns Astrologen. Denn Steinbock steht - genauso wie der ihm zugehörende Planet, der Saturn - für den Staat und seine Gesetze. Der Saturn war an diesem Tag „rückläufig“.

Bei einem rückläufigen Saturn kann man schon mal davon ausgehen, dass hier immer noch mal etwas überarbeitet werden muss, was ich an sich nicht schlimm finde. Änderungen sind für mich nicht per se etwas Negatives, Gesetze müssen sich immer wieder an neue Entwicklungen anpassen.

Aber der Saturn hat nun ausgerechnet eine rote Linie zu Neptun. Wir haben also eine Saturn-Neptun-Verbindung, die in diesem Horoskop besonders stark wirkt, weil Saturn der Herrscher des Steinbock-Aszendenten ist.

Saturn-Neptun ist das chronische Übel. Die schleichende Krankheit, die sich immer mal beruhigt und dann wieder aufflackert. Der mangelnde Blick für die Realität, das Unterhöhlen von Sicherheiten und Verwirrung darüber, was nun stimmt und was nicht.

Wenn man als Mensch diesen Aspekt hat, kann man damit durchaus gut leben, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Ein Mensch hat die Freiheit, sein Bewusstsein dazu zu nutzen, das Bestmögliche aus dieser Konstellation herauszuholen - ein Gesetz hat kein Bewusstsein.

Wenn ein Gesetz diese Signatur trägt, dann erzeugt es Chaos (Neptun), wo es für Sicherheit und Regeln (Saturn) sorgen solle, Unklarheit (Neptun), wo es um den Anspruch nach einer klaren Richtung (Saturn) geht.

Da ein Gesetz mit Saturn-Neptun nicht eindeutig zu fassen ist (ich habe Nächte damit verbracht, herauszufinden, WAS GENAU ich jetzt tun muss, um gesetzkonform zu arbeiten), selbst Anwälte sich im Internet permanent in der Auslegung widersprechen, provoziert es dazu, Schleichwege zu finden, es heimlich zu umgehen und dadurch wird es mit den Jahren immer mehr unterhöhlt werden (Neptun).

Jetzt schauen wir uns den 25.5.2018 an, den Augenblick, an dem das Gesetz bindend wird und wo wir alle mit der Umsetzung der DSGVO fertig sein müssen.

Rechtsverbindlichkeit der DSGVO am 25.5.2018 um 00:00 Uhr Berlin

Ich habe die Rechtsverbindllichkeit am 25.5. bewusst auf Berlin berechnet, denn mich interessiert die Wirkung auf Deutschland. Andere europäische Länder haben unter Umständen von dieser Grafik leichte Abweichungen. Zumal sogenannte "Öffnungsklauseln" es den einzelnen Ländern erlauben, die DSGVO teilweise auch individuell zu handhaben.

Hier gleich mal eine wichtige astrologische Regel vorweg: Wenn der Beginn einer Sache nicht gut war, kann alles, was später damit im Zusammenhang steht, auch nicht besser sein. Oder anders ausgedrückt: stand die Verlobung unter einem schlechten Stern, wird das auch bei der Hochzeit so sein. Wenn der 24.5.2016 ein schlechter Termin für das Inkrafttreten eines solchen wichtigen Gesetzes war, kann der 25.5.2018, an dem das Gesetz bindend wird, nicht besser sein.

Wen wundert es also, dass wir diesmal wieder einen rückläufigen Saturn, als Herrscher des Steinbock-Aszendenten haben, der für Deutschland dann im 12. Horoskopfeld steht. Das 12. Horoskopfeld hat NEPTUN-Qualitäten, die wir schon am 24.5.2016 durch die Verbindung des Saturns zum Neptun hatten. Damit haben wir wieder die Themen Unklarheit, Chaos und Auflösung in der DSGVO.

Dieses Gesetz ist kein Gesetz, das eine eindeutige Richtung und Sicherheit gibt, es ist ein diffuses, kränkelndes, nicht greifbares Etwas, das über Jahre die Gerichte beschäftigen wird. Im schlimmsten (oder besten?) Fall ist es dem Untergang geweiht.

PS. Weiß eigentlich jemand, wann der offizielle Baubeginn des neuen Berliner Flughafens war? Der muss auch so ein Ding in seinem Horoskop haben … :-)

PPS. Die leicht aufkeimende Hoffnung, dass Frau Merkel noch mal was ändern könnte, hat sich natürlich längst wieder in Luft aufgelöst.

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Dirk Hornschuh |

Liebe Sylvia Grotsch,
vielen Dank für Ihre humoristische Stellungnahme zur DSGVO anhand des Beispiels des Visitenkartenaustausches. Der Beitrag zeigt nur zu deutlich, wie realitätsfremd diese Verordnung in manchen Punkten ist. Dennoch teile ich ihre Meinung, dass sie grundsätzlich gut für uns alle ist. Einen lieben Gruß aus Much
Dirk Hornschuh

Antwort von Sylvia Grotsch

Lieber Herr Hornschuh,

ah, ich sehe, auch ein "Betroffener". Ja, da sind wir uns einig - das "musste" sein und wir müssen nun eben mit viel Humor durch die Anfangswehen dieses Gesetztes durch. Ich hoffe, da wird noch kräftig nachgebessert, ich fürchte aber auch - aufgrund der astrologischen Anzeichen - dass geleugnet wird, dass dieses Gesetz Verbesserungsbedarf zeigt. Erste Anzeichen meine ich schon wahrgenommen zu haben, dass man einfach nicht sehen will, wie schwer das eine oder andere umsetzbar ist.

Herzliche Grüße nach MUCH,

Sylvia Grotsch

Kommentar von Barbara Röthlisberger |

Ohweh... sicher würden wir gerne 'das Fass ohne Boden', welches wir uns geschaffen haben, wieder sauber abdichten. Aber es ist zu fürchten, dass wir uns hier in der Rolle des Zauberlehrlings befinden. Auch er wurde die Geister, die er rief nicht mehr los. Punkto DSGVO bin ich gespannt wie lange es noch dauern wird, bis unser fleissiges CH-Bern hier nacheifern wird (müssen). Viel Geduld wünsche ich uns allen, und die nötige Portion Humor. Gruss aus der Schweiz. Barbara Röthlisberger

Antwort von Sylvia Grotsch

Man (Frau) könnte fast auf die Idee kommen, nach CH auszuwandern :-). Wobei die Österreicher das Ganze bereits lockerer handhaben, nur wir Deutschen machen´s mal wieder ganz genau, wie es der Vorschrift entspricht :-).

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Meike |

Liebe Sylvia,
ach, ich mag deine Artikel :) Und besonders diesen!
Du erinnerst mich immer wieder daran, wie wichtig Humor ist.
Auch bei solch schwer umzustetzenden "Anweisungen von Oben", was sich auch noch Gesetz nennt.
Ich finde es sehr befreiend und weitend, mit Humor die Sache zu betrachten. Das Beispiel mit der Visitenkarte ist echt cool :) und so bildhaft gesprochen bzw. geschrieben.
Vielen Dank ☼

Liebe Grüße
Meike

Antwort von Sylvia Grotsch

Danke, liebe Meike, für deinen netten Kommentar :-). Ja Humor hilft bei Vielem!

LiebeGrüße

Sylvia Grotsch

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