ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Die DSGVO - astrologische Hintergründe und warum Sie keine Visitenkarten mehr entgegennehmen sollten

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 8)

Für diesen Artikel empfehlen sich astrologische Grundkenntnisse - es geht zur Not aber auch ohne :-)

Laut BERLINER ZEITUNG vom 9.5.2018 will sogar unsere Kanzlerin sich des Gesetzes annehmen, das am 25.5.2018 in Kraft tritt, von dem vor ein paar Wochen so gut wie kaum jemand etwas wusste. Ein Gesetz, das in seiner eigentlich guten Absicht so was von übers Ziel rausschießt, weil es zum Teil Dinge von uns Unternehmern und Unternehmerinnen verlangt, die kaum umzusetzen sind.

Es geht um die DSGVO, die Datenschutzgrundverordnung. Eigentlich ein gute Sache, denn die DSGVO soll unsere Daten schützen. Die, die bei Ihrem Zahnarzt liegen, genauso wie die, die Sie auf einer Website hinterlassen, wenn Sie im Internet surfen oder wenn Sie jemanden übers Internet beauftragen.

Eigentlich sollte dem großen Datenklau im Internet und der damit verbundenen Geschäftemacherei Einhalt geboten werden. In der Realität erlebe ich aber leider, dass bereits kleinere Existenzen durch das Gesetz bedroht werden, um die großen wird sich dann schon unsere Kanzlerin kümmern.

Man reimt sich das alles irgendwie zusammen. Die neue Datenschutzverordnung trifft jeden, der eine Website betreibt und Daten von anderen einsammelt. Sie bringt viele Kleinunternehmer an den Rand der Verzweiflung.

ZEIT-online vom 12. Mai 2018

Denn unsere Kanzlerin machte sich bereits Sorgen, dass „Big Data“ ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor sei, der durch die DSGVO keinen Schaden erleiden dürfe. „Big Data“, damit sind die Datensammler gemeint, die meine und ihre Daten haben wollen, um sie dann gewinnbringend zu nutzen.

Wie man sich mit Gesetzestreue selber schadet

Welchen Irrsinn die DSGVO gerade für die „Kleineren“ bedeutet, zeigt folgendes Beispiel: Sie, als Inhaberin eines Ein-Frau- Yogastudios, gehen auf eine Veranstaltung, auf der sich viele Menschen tummeln, die ähnliche Interessen haben wie Sie. Sie freuen sich dabei auf interessante Vorträge und vielleicht auf den einen oder anderen neuen Business-Kontakt.

Dabei kommen Sie mit einer Pilates-Trainerin ins Gespräch. Schließlich holt diese ihre Visitenkarte aus der Tasche, drückt Sie Ihnen in die Hand und sagt: „Wär´ doch schön, wenn wir in Kontakt bleiben würden, wir können vielleicht ja auch mal was beruflich miteinander machen“.

Und jetzt geht´s los :-). In dem Augenblick, in dem Sie die Visitenkarte annehmen, sind Sie DATENEMPFÄNGERIN in beruflichem Kontext und müssen jetzt sofort die Pilates-Trainerin über den Umgang mit ihren Daten und ihren Rechte an ihren Daten aufklären.

Step by step. Was Sie jetzt tun müssen…

Wie Sie das machen? Na, Sie haben doch sicher einen dreiseitigen Vordruck in der Tasche ab 25.5. oder etwa nicht? Einen Vordruck, auf dem genau steht, was Sie jetzt der Pilates-Trainerin mitteilen müssen und welche Rechte die Besitzerin nach Übergabe ihrer Visitenkarte hat.

  • So müssen Sie sie umgehend darüber aufklären, dass Sie ihre Daten speichern werden, wo und wie lange die Daten in Ihrem System gespeichert bleiben und wann Sie sie dann löschen werden (oder als Alternative, dass Sie die Visitenkarte in ihr Visitenkartenkästchen einordnen werden und wann das dann wieder geleert wird).
  • Sie müssen der Pilates-Trainerin weiterhin zusichern, dass Dritte keinen Zugang zu ihren Daten bekommen und dass kein Transfer der Daten in ein Land außerhalb der EU stattfindet (zur Erinnerung: Wir sprechen von den Daten auf einer Visitenkarte).

Sie glauben, dass ich spinne? Ich bin noch nicht am Ende! Als Nächstes müssen Sie ihr Gegenüber über seine Rechte aufklären:

  • Die Pilates-Trainerin hat das Recht auf Auskunft. Sie darf jederzeit bei Ihnen anfragen, ob ihre Daten bei Ihnen gespeichert sind;
  • sie hat das Recht, eine Berichtigung zu verlangen, falls Sie die Adresse in Ihrem Computer eingetragen und sich bei der Hausnummer geirrt haben;
  • sie hat das Recht zu verlangen, dass Sie die Daten löschen (oder alternativ, wenn Sie Visitenkarten sammeln, dass sie diese wegwerfen, Sie müssen ihr aber zusichern, dass Sie die Karte so vernichten, dass kein Dritter doch noch Kenntnis von den Daten erlangt);
  • sie hat das Recht, dass ihre Daten an jemand anderen, den sie benennt, übertragen werden;
  • weiterhin hat sie das Recht, Ihnen zu untersagen, dass Sie jemals in der Zukunft irgendwelche Daten von ihr speichern und
  • sie hat das Recht jeglicher Verwendung ihrer Daten zwecks Zusendung von Werbung zu widersprechen.

Jetzt werden Sie aber bitte nicht ungeduldig und sagen zu der Trainerin, die sich eventuell nach Jahren wegen ihrer Daten an Sie wendet, dass Sie gerade keinen Bock haben, sich um den Verbleib einer dusseligen Visitenkarte zu kümmern. Dann nämlich hat die Trainerin ein Beschwerderecht bei der jeweiligen Aufsichtsbehörde.

Harte Strafen

Sie sagen sich jetzt sicher, dass Sie doch nicht verrückt geworden sind, so einen Unfug mitzumachen? Wenn Sie Ihr Gegenüber nicht darüber aufklären, wie Sie mit den Daten umgehen und welche Rechte daran bestehen, machen Sie sich strafbar. Und die Strafen sind empfindlich hoch. Gut, Sie und ich werden nicht mit der Höchststrafe von 20 Millionen bestraft werden, weil wir die gar nicht haben, aber es geht um den Ärger, der mit all dem verbunden ist.

Ergo? Wir tauschen am besten keine Visitenkarten mehr aus. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt und sich fragt, was wohl die Absicht hinter so etwas sein könnte?

Realitätsferne Entscheidungen

Ich gebe zu, das mit der Visitenkarte ist ein wirklich sehr kurioses Beispiel. Die DSGVO besteht natürlich noch aus sehr viel mehr - auch aus sehr Vorschriften, die natürlich auch Sinn machen. Ich bin sehr wohl für Gesetze, die den Datenklau und den damit unlauteren Umgang unterbinden.

Wie wichtig der Schutz unserer Daten ist, habe ich nämlich selbst erlebt: Just in dem Moment, als ich über der Umsetzung der DSGVO für meine Website sitze, bekomme ich zum Beispiel von der Berliner CHARITE eine Einladung zu einer Studie über Knochengesundheit, an der ich kostenlos teilnehmen könnte.

Ich habe die Charité nie betreten! Wo haben die meine Adresse her? Da der Brief eindeutig an „ältere Menschen“ gerichtet war, frage ich mich weiter, wo die mein Geburtsjahr her haben? Wo bitte ist hier das Datenleck?

Wenn es die DSGVO schafft, solchen "Einladungen" den Riegel vorzuschieben, bin ich natürlich dankbar. Aber das obige Visitenkartenbeispiel zeigt auch, wie wenig die Kommission, die dieses Gesetz auf den Weg gebracht hat, Ahnung hat, womit es viele Selbstständige tagtäglich in ihrer Arbeit zu tun haben.

Ein Blick aus astrologischer Sicht

Je mehr ich mich in den letzten Wochen mit der DSGVO und der Schwierigkeit ihrer Umsetzbarkeit in meinem Berufsalltag befasste, desto mehr fragte ich mich, was eigentlich astrologisch los ist. Los war, als das Gesetz am 25. (24.?).5.2016 verabschiedet wurde und los ist, wenn es dann ab 25.5.2018 bindend wird. Denn alles hier unten spiegelt sich oben wider (und umgekehrt).

Was ich dann gefunden habe, wird denjenigen von Ihnen, die selber gute astrologische Grundkenntnisse haben, hoffentlich ein breites Grinsen ins Gesicht zaubern.

Inkrafttreten der DSGVO am 24.5.2016 um 00:00 Uhr, Brüssel

Bei einem Gesetz schauen wir auf Steinbock und Saturn. Wunderbar! Das Horoskop hat einen Steinbock-Aszendenten, das gefällt uns Astrologen. Denn Steinbock steht - genauso wie der ihm zugehörende Planet, der Saturn - für den Staat und seine Gesetze. Der Saturn war an diesem Tag „rückläufig“.

Bei einem rückläufigen Saturn kann man schon mal davon ausgehen, dass hier immer noch mal etwas überarbeitet werden muss, was ich an sich nicht schlimm finde. Änderungen sind für mich nicht per se etwas Negatives, Gesetze müssen sich immer wieder an neue Entwicklungen anpassen.

Aber der Saturn hat nun ausgerechnet eine rote Linie zu Neptun. Wir haben also eine Saturn-Neptun-Verbindung, die in diesem Horoskop besonders stark wirkt, weil Saturn der Herrscher des Steinbock-Aszendenten ist.

Saturn-Neptun ist das chronische Übel. Die schleichende Krankheit, die sich immer mal beruhigt und dann wieder aufflackert. Der mangelnde Blick für die Realität, das Unterhöhlen von Sicherheiten und Verwirrung darüber, was nun stimmt und was nicht.

Wenn man als Mensch diesen Aspekt hat, kann man damit durchaus gut leben, wenn man weiß, wie man damit umgeht. Ein Mensch hat die Freiheit, sein Bewusstsein dazu zu nutzen, das Bestmögliche aus dieser Konstellation herauszuholen - ein Gesetz hat kein Bewusstsein.

Wenn ein Gesetz diese Signatur trägt, dann erzeugt es Chaos (Neptun), wo es für Sicherheit und Regeln (Saturn) sorgen solle, Unklarheit (Neptun), wo es um den Anspruch nach einer klaren Richtung (Saturn) geht.

Da ein Gesetz mit Saturn-Neptun nicht eindeutig zu fassen ist (ich habe Nächte damit verbracht, herauszufinden, WAS GENAU ich jetzt tun muss, um gesetzkonform zu arbeiten), selbst Anwälte sich im Internet permanent in der Auslegung widersprechen, provoziert es dazu, Schleichwege zu finden, es heimlich zu umgehen und dadurch wird es mit den Jahren immer mehr unterhöhlt werden (Neptun).

Jetzt schauen wir uns den 25.5.2018 an, den Augenblick, an dem das Gesetz bindend wird und wo wir alle mit der Umsetzung der DSGVO fertig sein müssen.

Rechtsverbindlichkeit der DSGVO am 25.5.2018 um 00:00 Uhr Berlin

Ich habe die Rechtsverbindllichkeit am 25.5. bewusst auf Berlin berechnet, denn mich interessiert die Wirkung auf Deutschland. Andere europäische Länder haben unter Umständen von dieser Grafik leichte Abweichungen. Zumal sogenannte "Öffnungsklauseln" es den einzelnen Ländern erlauben, die DSGVO teilweise auch individuell zu handhaben.

Hier gleich mal eine wichtige astrologische Regel vorweg: Wenn der Beginn einer Sache nicht gut war, kann alles, was später damit im Zusammenhang steht, auch nicht besser sein. Oder anders ausgedrückt: stand die Verlobung unter einem schlechten Stern, wird das auch bei der Hochzeit so sein. Wenn der 24.5.2016 ein schlechter Termin für das Inkrafttreten eines solchen wichtigen Gesetzes war, kann der 25.5.2018, an dem das Gesetz bindend wird, nicht besser sein.

Wen wundert es also, dass wir diesmal wieder einen rückläufigen Saturn, als Herrscher des Steinbock-Aszendenten haben, der für Deutschland dann im 12. Horoskopfeld steht. Das 12. Horoskopfeld hat NEPTUN-Qualitäten, die wir schon am 24.5.2016 durch die Verbindung des Saturns zum Neptun hatten. Damit haben wir wieder die Themen Unklarheit, Chaos und Auflösung in der DSGVO.

Dieses Gesetz ist kein Gesetz, das eine eindeutige Richtung und Sicherheit gibt, es ist ein diffuses, kränkelndes, nicht greifbares Etwas, das über Jahre die Gerichte beschäftigen wird. Im schlimmsten (oder besten?) Fall ist es dem Untergang geweiht.

PS. Weiß eigentlich jemand, wann der offizielle Baubeginn des neuen Berliner Flughafens war? Der muss auch so ein Ding in seinem Horoskop haben … :-)

PPS. Die leicht aufkeimende Hoffnung, dass Frau Merkel an dem Gesetz noch mal etwas ändern könnte, hat sich natürlich gleich wieder in Luft aufgelöst. Zumindest zu dem Augenblick, als ich diesen Artikel verfasst habe.

Ergänzung am 24.5.2018

Eine aufmerksame Leserin spielt mir den ersten Spatenstich über den Berliner Flughafen zu :-) Dankeschön!!! Die Quelle, aus der die Daten stammen, ist der "astrologie karlsruhe-blog", inwiefern die dort angegebene Zeit wirklich korrekt ist, kann ich natürlich nicht beurteilen, möchte sie Ihnen aber nicht vorenthalten.

Mein Astrologinnen-Herz ist verzückt! Hat das Ding doch tatsächlich eine SATURN-NEPTUN-Opposition im Horoskop und der Jupiter, HERRSCHER des Aszendentenzeichen, steht doch glatt im 12. Haus.

Als Bewohnerin von Berlin und Steuerzahlerin bin ich natürlich not amused, ahne nun aber, welches Desaster die DSGVO noch anrichten wird, von dem wir gerade noch nichts wissen.

Erster Spatenstich, 5.9.2006, 13:55 Uhr in Berlin

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Dirk Hornschuh |

Liebe Sylvia Grotsch,
vielen Dank für Ihre humoristische Stellungnahme zur DSGVO anhand des Beispiels des Visitenkartenaustausches. Der Beitrag zeigt nur zu deutlich, wie realitätsfremd diese Verordnung in manchen Punkten ist. Dennoch teile ich ihre Meinung, dass sie grundsätzlich gut für uns alle ist. Einen lieben Gruß aus Much
Dirk Hornschuh

Antwort von Sylvia Grotsch

Lieber Herr Hornschuh,

ah, ich sehe, auch ein "Betroffener". Ja, da sind wir uns einig - das "musste" sein und wir müssen nun eben mit viel Humor durch die Anfangswehen dieses Gesetztes durch. Ich hoffe, da wird noch kräftig nachgebessert, ich fürchte aber auch - aufgrund der astrologischen Anzeichen - dass geleugnet wird, dass dieses Gesetz Verbesserungsbedarf zeigt. Erste Anzeichen meine ich schon wahrgenommen zu haben, dass man einfach nicht sehen will, wie schwer das eine oder andere umsetzbar ist.

Herzliche Grüße nach MUCH,

Sylvia Grotsch

Kommentar von Barbara Röthlisberger |

Ohweh... sicher würden wir gerne 'das Fass ohne Boden', welches wir uns geschaffen haben, wieder sauber abdichten. Aber es ist zu fürchten, dass wir uns hier in der Rolle des Zauberlehrlings befinden. Auch er wurde die Geister, die er rief nicht mehr los. Punkto DSGVO bin ich gespannt wie lange es noch dauern wird, bis unser fleissiges CH-Bern hier nacheifern wird (müssen). Viel Geduld wünsche ich uns allen, und die nötige Portion Humor. Gruss aus der Schweiz. Barbara Röthlisberger

Antwort von Sylvia Grotsch

Man (Frau) könnte fast auf die Idee kommen, nach CH auszuwandern :-). Wobei die Österreicher das Ganze bereits lockerer handhaben, nur wir Deutschen machen´s mal wieder ganz genau, wie es der Vorschrift entspricht :-).

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Meike |

Liebe Sylvia,
ach, ich mag deine Artikel :) Und besonders diesen!
Du erinnerst mich immer wieder daran, wie wichtig Humor ist.
Auch bei solch schwer umzustetzenden "Anweisungen von Oben", was sich auch noch Gesetz nennt.
Ich finde es sehr befreiend und weitend, mit Humor die Sache zu betrachten. Das Beispiel mit der Visitenkarte ist echt cool :) und so bildhaft gesprochen bzw. geschrieben.
Vielen Dank ☼

Liebe Grüße
Meike

Antwort von Sylvia Grotsch

Danke, liebe Meike, für deinen netten Kommentar :-). Ja Humor hilft bei Vielem!

LiebeGrüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Uwe Grimm |

Hallo Frau Grotsch,

ein Blick in die Ephemeride zum Zeitpunkt der Verabschiedung dieses "grandiosen" EU-Gesetzes am 24. bzw. 25.05.2016 gewährt interessante Einblicke. Merkur, der ja für Daten bzw. Informationen zuständig ist, war am 23.05.2016 stationär. Einige Astrologen sind der Meinung, dass stationäre Planeten besonders stark zur Geltung kommen. Vielleicht ist Merkur, der sympathische Schelm, ein Schlüssel, wie man mit diesem Gesetz sonst noch umgehen könnte. Als Götterbote hat er es mit der Wahrheit nie so genau genommen. In einem Merkurbuch habe ich vor kurzem gelesen, dass er seine Taten nicht moralisch nach gut und böse beurteilte, sondern danach ob er erwischt werden könnte oder nicht. Dem Dalai Lama schreibt man die Aussage zu, dass man die Regeln kennen müsse, um sie zu brechen oder zu umgehen.
Das soll selbstverständlich keine Aufforderung zum Gesetzesbruch sein, sondern lediglich eine Inspiration, dieses Gesetzeskorsett mal aus einer alternativen Perspektive zu betrachten. Schließlich haben die EU-Bürokraten den Götterboten - wahrscheinlich ohne es zu wissen - besonders kraftvoll ins Gesetz gepackt und das mit harmonischen Aspekten zu Pluto, Neptun und Jupiter. Happy Surfing. In diesem Sinne...
Viele Grüße
Uwe Grimm

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Herr Grimm,

das mag jetzt Interpretationssache sein - für mich ist der Merkur am 24. und 25. deutlich wieder direktläufig. Aber wie auch immer man das betrachten mag: Mögen uns die Alternativen einfallen, mit diesem Gesetz umzugehen. Mir ist bislang aber eher Verzweiflung begegnet (in verschiedenen geschlossenen FB-Gruppen) über diesen Gesetzes-Irrsinn, der einem aber erst deutlich wird, wenn man eine Website und das, was daran hängt, zu händeln hat. Viele Menschen können jetzt nicht mehr so arbeiten, wie früher und das waren nie "böse Datendiebe", sondern ganz normale, "kleine" Selbstständige.

Mein Fazit habe ich neulich in einem Facebook-Post folgendermaßen zusammengefasst: Ich sehe das Ganze positiv, obwohl ich gute 3 Monate gestruggelt habe, das alles zu verstehen. Mir ist sehr klar geworden, wie zum Teil mit unseren Daten umgegangen wird, und ich habe mir immer gesagt: Der Datenschutz ist nicht für mich, er ist dazu da, dass sich meine Kunden und Kundinnen bei mir sicher fühlen können. Dafür hat der ganze Aufwand gelohnt, wenn die DSGVO zum Teil auch wirklich sehr "irre" Blüten treibt .

Möge das Surfen happy bleiben oder wieder werden, da stimme ich Ihnen zu :-).

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Barbara |

Liebe Frau Grätsch,
Sie haben das Desaster wunderbar anschaulich gemacht.
Mittlerweile habe ich von dem Gesetz den Eindruck, dass es dazu da ist, uns zu beschäftigen und von den wichtigen Dingen abzulenken. In diesem Sinne erfüllt es seinen Zweck hervorragend. Wir haben es selbst in der Hand, wie weit wir bei dem Ablenkungsmanöver mitmachen.
Lieber Grüße
Barbara B.

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Barbara,

genau so sehe ich das auch :-).

Dann wenden wir uns wieder den wichtigen Dingen zu: Heute scheint die Sonne, es ist Sonntag und damit eine wunderbare Gelegenheit für Erdbeerkuchen mit Sahne :-).

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Sabrina |

Liebe Sylvia,
fand Deinen Artikel sehr treffend und amüsant. Aber zum Trost für Dich und alle anderen Verunsicherten: Ich arbeite seit Anbeginn (d. h. seit Erlass im Jahre 2007) im Bereich der europäischen Chemikalienregulation. Dort war es anfangs nicht anders: totales Chaos. Die Erfahrung, dass vieles nicht so funktioniert, wie es soll, Prozesse, spezialisierte Anwälte, die Lücken aufspüren und die Verordnung beugen bis fast zum Knackpunkt etc. Mit 10 Jahren ist die REACH-VO noch jung und längst noch nicht ausgegoren. Die DSGVO ist seit einigen Tagen in Kraft! Nicht nur Gottes Mühlen mahlen langsam auch die der Legislative. Neptun ist auch Erleuchtung. Allerdings als 12. Element meist erst spät. Mach Dir keine Sorgen: In 50 Jahren ist alles supi! (Hi, hi) - Nein, wirklich, das lernt man, wenn man sich etwas intensiver mit Gesetzgebung beschäftigt: Kaum etwas unter dieser Sonne braucht so lange Zeit wie ein gutes Gesetz. Trotzdem war dieser erste Schritt (mit dem bekanntlich jede weite Reise beginnt) ein wichtiger und richtiger Anfang.
Herzliche Grüße Sabrina

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Sabrina,

dass Gesetze oft Jahre brauchen, um wirklich tragfähig zu sein, ist für mich nachvollziehbar.

Was mir aber "Sorge" macht - falls man das überhaupt so bezeichnen kann, denn ich bin ja eher jemand, der Entwicklungen betrachtet und nicht "bewertet" - ist die Tatsache, dass dieses Gesetz von Menschen geschmiedet wurde, die offensichtlich keine Ahnung von Selbstständigen haben und deren Arbeitswerkzeug, dem Internet. Die nicht wissen, inwiefern viele Selbstständige heute das Internet und die damit verbundene Kommunikation für ihre Existenz brauchen. Denen sind zum Teil zum Verzweifeln die Hände in ihrer Arbeit gebunden (ruf mal bei einem Handwerker an und schau mal, wie der reagiert ...). Außer sie setzen sich einfach über bestimmte Verordnungen gnadenlos hinweg. Ich behaupte jetzt mal, dass das nicht aus Bosheit passiert ist, sondern aus purer Unwissenheit (Neptun), wie es in der Realität (Saturn) abläuft. Und der erste Vorstoß von Merkel, dass das Gesetz zum Teil nicht umsetzbar ist und Menschen in Bedrängnis bringt, wurde sofort wieder abgeschmettert.

Ich frage mich, ob ein Gesetz mit Saturn-Neptun und AC-Herrscher in 1 überhaupt korrigierbar ist. Oder ob man es nicht einfach besser "aufheben" und wieder neu erschaffen sollte. Das aber ist sicher eine astrologisch-philosophische Betrachtungweise det Janzen :-).

Herzlich

Sylvia

 

Kommentar von Sabrina Dr. Hausdörfer |

Liebe Sylvia,
nee, wirklich Ahnung hatten die natürlich nicht. Müssen sie auch nicht. Es gibt z. B. sog. Omnibus-Gesetze (also wörtlich: „Gesetze für alle“), die absichtlich ganz vage gehalten sind, damit von Seiten der Betroffenen (z. B. EU-Länder) praktikable Ausführungsbestimmungen formuliert werden können. Dieses Gesetz richtet sich ja auch nicht primär gegen Menschen wie Dich. Aber dass endlich mal versucht wird, gegen diese endlose Datenhuberei von Facebook, Google, Amazon etc. vorzugehen, finde ich absolut richtig.
Deine Saturn-Neptun-Interpretation finde ich zu einseitig und pessimistisch. Saturn ist das Gesetz, aber auch der Gott der Zeit; Neptun ist ja nicht bloß Chaos, Kränklichkeit, Irrealität etc., sondern auch wirklich tiefe Erkenntnis und Einsicht.
Ich freue mich, wie gesagt, über das Gesetz. Es ist ein Anfang, ein guter Anfang. Mit Hölderlin: „Lang ist die Zeit (Saturn), es ereignet sich aber das Wahre (Neptun)“.
Mach weiter wie bisher. Generalvollmacht: Kannst mit meinen Daten machen, was Du willst. Ich vertraue Dir einfach.
Ich bin wirklich überzeugt davon, dass es nicht gegen Menschen wie Dich geht, auch nicht gegen kleine und mittelständische Unternehmen, die einfach Kundendaten speichern. Aber den wirklich bösen Datenkraken sollte man schon irgendwie Einhalt gebieten.
Liebe Grüße Sabrina

Antwort von Sylvia Grotsch

In der astrologischen Ereignis-Analyse muss der AC-Herrscher immer in einer hervorragenden Verfassung sein. Da wird nur "schwarz-weiß" gedeutet und nicht nach möglichen "Potenzialen" geschaut.

Ich würde niemandem unter Saturn-Neptun, (wobei der Saturn auch noch AC-Herrscher ist), den Beginn eines wichtigen Projektes empfehlen. Weil da nämlich schon die Pleite mit drin ist.

In der Persönlichkeitsastrologie kann man diesen Aspekt natürlich auch anders betrachten, das hatte ich im Artikel erwähnt.

Herzlich

Sylvia

Kommentar von Katrin L. aus Kölm |

Hallo Sylvia,

vielen Dank für den tollen Artikel! Der hat mir mal wieder sehr viele astrologische Einblicke beschert.

Zur DSGVO: Es ist doch Augenauswischerei, was da mit uns gemacht wird: Unsere Daten sind längst weg und Google, Facebook und alle, die ein wirtschaftliches Interesse haben, werden weiter abzapfen. Aber dem "Bürger" wird jetzt vorgegaukelt, dass hier etwas zu seinem Schutz passiert sei. Ja, beim Arzt darf ich mir jetzt durchlesen, dass meine Daten geschützt sind - hallo, davon bin ich immer ausgegangen, auch bei dir, als Psychologin - Ihr hattet doch schon immer Eure Spielregeln, wie mit Daten umzugehen ist.

SATURN/NEPTUN = die Verschleierung der Realität, nichts anderes. Döbereiner dreht sich grade im Grab um, was uns da als Wahrheit verkauft wird. Glücklicherweise kann man mit der Astrologie hinter den Schleier der Täuschung sehen.

Dann beten wir mal, dass das, was die noch in der Pfanne haben (e-privacy-Verordnung, Urheberrecht), nicht dazu führen wird, dass das Internet völlig gegen die Wand gefahren wird. Angefangen hat das ja bereits damit, in dem neuerdings Fan-Pages für die Datenschutzlücken auf Facebook mitverantwortlich gemacht werden sollen. So sorgt man dafür, dass Menschen mit ihrem Angebot verschwinden. Toll, kann ich da nur sagen.

Liebe Grüße und ich hoffe, noch lange ganz viel von dir zu lesen!
Katrin

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Katrin,

dem kann ich nichts hinzufügen :-). Danke für deinen Beitrag und dein damit verbundenes nettes Feedback!

Sonnige Grüße aus Berlin

von Sylvia

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