ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Das Jahr 2014 - wirklich ein Saturnjahr?

Fotograf: Wikilmages / pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 0)

Wie immer zur Jahreswende decke ich mich ein. Mit Astrologie-Blättchen, aber auch mit Zeitschriften, die „Prognosen“ für 2014 versprechen. Ich will wissen, was die Unterhaltungsindustrie ihren Lesern und Leserinnen über das kommende Jahr erzählt.

Schnell ist klar, da schreibt einer vom anderen ab. Denn überall taucht auf, dass 2014 angeblich ein „Saturn-Jahr“ ist.

Nichts ist so unbegründet, wie die Zuordnung der Planeten zu einem bestimmten Jahr. Aber immerhin kann man damit wieder eine Doppelseite einer Zeitschrift füllen. Damit, dass 2014 als Saturn-Jahr angeblich eine Zeit der Wahrheit ist und dass wir alles mit großer Ernsthaftigkeit, Disziplin und Verantwortungsbewusstsein angehen sollen. Schluss mit lustig, keine Flirts, keine Abenteuer! Verlangt wird Ehrlichkeit, Treue, Pflichtbewusstsein und Bescheidenheit.

Damit das aber nicht allzu schlimm für die Leserschaft wird, werden schnell noch „reale“ astrologische Gegebenheiten untergemengt: Jupiter steht im Krebs (was stimmt), und deshalb gibt es viele Hochzeiten, überraschend große Erbschaften und Lottogewinne (wie jedes Jahr, würde ich sagen).

Der hundertjährige Kalender

Wo kommt denn diese Zuordnung zu den Jahren überhaupt her? Sie tauchte das erste Mal im Hundertjährigen Kalender auf, der sich mit dem Wetter befasst.

Nach der Theorie dieses Kalenders wiederholt sich das Wetter alle sieben Jahre. Und da die Zahl sieben an die sieben Planeten erinnert, hat man einfach jedem Jahr einen der sieben Planeten zugeordnet (heutzutage haben wir übrigens zehn Planeten!). Los geht es im ersten Jahr mit Saturn, dann folgen Jupiter, Mars, Sonne, Venus, Merkur und zum Schluss der Mond. Und dann beginnt die Reihe wieder von vorne.

Das Planetenjahr selbst beginnt am 21. 3. und endet im nächsten Jahr am 20.3. In 2014 beginnt dann also laut Hundertjährigem Kalender zu Frühlingsbeginn ein „Saturn-Jahr“. Was das für das Wetter bedeuten soll, können Sie hier verfolgen.

Mir geht es nicht um die Diskussion, ob der Hundertjährige Kalender mit seinen Wettervorhersagen stimmt oder nicht. Es geht nur darum zu klären, wo diese Zuordnung von Planeten zu Jahren herkommt. Der Zisterzienserabt Mauritius Knauer, der Verfasser des Hunderjährigen Kalenders, behauptete einfach diesen Zusammenhang, ohne ihn aber astronomisch in irgendeiner Weise zu belegen.

Planet = Wetter = Jahresthema?

Und da kam dann wohl irgendwer auf die Idee, man könnte mit dieser Zuordnung von Knauer sogar ein Jahr „charakterisieren“. So sollen z. B. in Mars-Jahren vermehrt Kriege stattfinden. Aber wie war das 2013? Kriegerische Auseinandersetzungen gabs in Hülle und Fülle, wie seit Jahrzehnten schon. Und wir hatten kein Mars-Jahr ...

Nun kann man natürlich gerne daran glauben, dass wir in 2014 ein Saturn-Jahr haben. Schaden wird es einem nicht. Aber diese Jahresbenennung nach Planeten hat nichts mit Astrologie und den Konstellationen am Himmel zu tun. Sie sollte als Aberglaube ausquartiert werden, weil sie Beobachtungen und Erfahrungen nicht standhält. Aber nichts bleibt so hartnäckig bestehen, wie ein Irrtum. Und deshalb werden wir dann für 2015 lesen können, dass wir ein Jupiter-Jahr haben.

Natürlich lassen sich anstehende Entwicklungen innerhalb eines Jahres beschreiben, aber nur durch die aktuellen Konstellationen, die am Himmel stehen. Mehr zu diesen Konstellationen in 2014 finden Sie hier in einem Artikel von mir, der Ende 2013 auf newlichter.de veröffentlicht wurde.

Dieser Artikel wurde am 07.12.2013 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

Zurück

Einen Kommentar schreiben

Bitte keine Firmen im Namensfeld und keine Webadresse oder sonstige Eigenwerbung im Kommentar.

Ihre eigene Webadresse können Sie gerne im Feld "Webseite" eintragen.

Wenn Sie hier einen Kommentar schreiben, werden folgende Daten von Ihnen gespeichert: gewählter Benutzername, Datum und Uhrzeit des Kommentars, E-Mail-Adresse, anonymisierte IP-Adresse.

(bitte mit http://)