ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Buchtipp: "Die Fallen fallen. Schieb dich frei!"

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 6)

Manchmal kann ein alter Bekannter ein Segen sein. Dr. Hans Hein, dessen kleines Büchlein mit dem Titel: „Die Fallen fallen. Schieb dich frei“ ich Ihnen heute hier vorstelle, habe ich vor gefühlt hundert Jahren auf einem Seminar, das wir beide besucht hatten, getroffen.

Wahrscheinlich haben wir nur ein paar Worte miteinander gewechselt, so genau kann ich mich nicht erinnern. Trotzdem drücke ich gleich auf den Abspiel-Button, als mir sein Name durch Zufall auf Youtube begegnet.

Es gibt nur ein paar wenige Videos von Hans Hein, fasziniert hängen bleibe ich bei einem mit dem Titel „Global Brain - Chancen zur Veränderung“, bestehend aus zwei Teilen.

Wir sind viel mehr, als wir denken

Selten hat mich etwas so gefesselt, wie diese beiden Videos, und schnell merke ich, dass ich den Inhalt nicht einfach und nur so nebenbei aufnehmen kann.

Es geht in diesen anspruchsvollen Videos um unser Gehirn und was wir damit tun können. Es geht um das Weltengehirn und wie das eine mit dem anderen verbunden ist und wie sie sich gegenseitig beeinflussen

Es geht um das geniale Potenzial in jedem von uns und wie wir gehindert werden (und uns selbst hindern), es zu entfalten. Es geht um morphische Felder, um Aufstellungsarbeit, um Bewusstseinsentwicklung und um Realitätsgestaltung.

Und es geht besonders im zweiten Teil darum, wie wir in unserem Leben immer wieder in die gleichen Fallen (Muster) geraten und wie wir uns daraus lösen können. Mit einer kleinen, von Hans Hein entwickelten Technik, für die man weder einen Therapeuten noch einen Coach benötigt. Zumindest nicht, wenn es um „nervige“ Alltagsprobleme geht.

Bevor Sie jetzt vielleicht gleich zu den Videos springen, ein kleiner Hinweis: Ich bin selber nicht gerade von der doofen Truppe, aber ich sage ehrlich, dass ich beim ersten Mal nicht sehr viel verstanden habe.

Das sind nämlich keine netten Unterhaltungsvideos, wie man sie zuhauf auf Youtube finden kann. Hier begegnen Sie einem Mann, der offenbar über einen „großen Brain“ verfügt und der seine differenzierten Gedankengänge dann gerne in einen einzigen Satz packt.

Mehrere solcher Sätze aneinander gereiht, das wird dann schon zu einer mentalen Herausforderung für den Zuschauer, zumindest ging es mir so :-)

Wie man Muster verändern kann

Dr. Hans Hein hat bei diesem Thema ganz viel Erfahrung. Besonders nach Beendigung seiner Arztpraxis verfolgt er in seinem FORUM SYNERGIE in Hannover mit seinen Kursteilnehmern genau diese Frage: Wie löst man neuronale Ladungen im Gehirn auf, die uns immer wieder in die gleichen Erlebnisse und Ergebnisse hineinzwingen, die wir aber gar nicht haben wollen?

Das ist natürlich nichts grundlegend Neues, jeder Therapeut, jeder Coach hat sich das auf die Fahne geschrieben. Aber nicht alles ist wirksam und selbst wenn anfänglich etwas gewirkt hat, können wir später doch wieder in der gleichen Falle festsitzen.

Die Technik, die Hans Hein zur Selbstanwendung entwickelt hat, interessiert mich also sehr. Kurz gefasst: Man nimmt ein leeres Blatt Papier oder irgendeine andere Unterlage, darauf legt man vier Steine - zum Beispiel aus einem Mühlespiel - konzentriert sich auf sein „Problem“ und schiebt die Steine so lange, bis man eine innerliche Entspannung verspürt und bis man spürt, dass einen das Problem gerade „irgendwie“ loslässt.

Aber Achtung! Wenn Sie das jetzt aufgrund meiner Beschreibung machen, wird das nicht klappen. Bitte lesen Sie das genaue Vorgehen in seinem Büchlein nach und schauen Sie sich dazu auch wenigstens den zweiten Teil des genannten Videos an!

Eine sehr wirksame kleine Technik

So verrückt das auch klingen mag - dass das reine Schieben von Steinen auf einer Unterlage etwas in einem verändern kann, ist naturwissenschaftlich zu belegen. Denn die Fingerspitzen sind direkt mit unserem Gehirn verbunden. Durch die Konzentration auf unser „Problem“ und die gleichzeitigen Schiebe-Bewegungen kommt es zur Entladung von Spannungen im Gehirn.

Das Fantastische aber ist, dass nach dem Abbau von Spannungen, sich unsere Realität zu verändern beginnt. Dies ist auch der Grund, weshalb „positives Denken“ oder auch irgendwelche „Bestellungen“ rein gar nichts bewirkt, so lange in unserem Gehirn noch neuronale Muster ablaufen, die uns immer wieder in die gleichen Fallen zwingen.

So hilft es wenig, „ich bin glücklich, ich bin glücklich“ zu denken, wenn ich mich noch im Feld der gesellschaftlichen und familiären Indoktrinationen bewege, die mein Denken von Anbeginn nachhaltig negativ beeinflusst haben oder alte, nicht aufgelöste Emotionen aus meiner Vergangenheit mich noch unbewusst beeinflussen.

Nun kann ich in meinem Alltagsleben nicht ständig nach Beeinflussungen in meiner Vergangenheit forschen, mal abgesehen davon, dass diese oft so weit zurückliegen, dass der unmittelbare Zugang dazu gar nicht möglich ist .

Aber wenn ich merke, dass ich in einer Falle sitze - und Hans Hein hat in seinem Buch die vier wichtigsten Fallen, in die man hinein geraten kann beschrieben - kann ich anfangen, mit seiner Technik die emotionale Ladung, die mich in eine Falle hat rennen lassen, aufzulösen. Ist etwas in mir aufgelöst - und das dürfte jede/r von uns bereits erlebt haben - ändert sich etwas in meinem Umfeld zum Positiven.

Erster Erfolg - reiner Zufall?

Ich bin genervt. Es ist morgens um 7 Uhr und die Welt ist für mich alles, nur nicht in Ordnung.

Ich hatte die Nacht davor wenig geschlafen und mir fehlt alles für ein gemütliches Frühstück. In zwei Stunden muss ich fit sein für meine erste Beratung und ohne Frühstück geht da gar nichts (ja, ich weiß, Intervallfasten ist was Feines, aber bitte nicht an diesem Morgen).

Ich also los in den Supermarkt um die Ecke. Gut zwanzig Minuten später stehe ich an der Kasse. An der einen und einzigen Kasse, die um diese Zeit besetzt ist und an der sich logischerweise eine Schlange bildet, so lang, als würde man morgen keine Lebensmittel mehr kaufen können.

In mir kocht die Wut hoch. Da geht man in aller Herrgottsfrühe einkaufen und darf genau lange warten, wie zu Weihnachten!

„Arbeitsplatzvernichter“, denke ich, „Ausbeuter. Kapitalisten. Ist denen doch egal, wie es anderen geht“. Wahrscheinlich sind mir noch viele andere böse Wörter durchs müde Gehirn geschossen, hört ja niemand :-)

Glücklicherweise kapiere ich, dass ich in dem festhänge, was Hans Hein die „Konfrontationsfalle“ nennt:

Ich fühle mich als Opfer der Umstände und vergesse dabei, dass ich bei allem, womit ich konfrontiert werde, durchaus in der Lage bin, das Steuer selbst in die Hand zu nehmen.

So könnte ich durchaus den Korb hinstellen, den Laden verlassen und in den daneben gehen. Oder eben doch entscheiden, nichts zu frühstücken. Oder lauthals nach der Öffnung einer zweiten Kasse verlangen. Mache ich ich aber nicht, Opfer sein fühlt sich wohl gerade besser an (ich bin da im Supermarkt sicher nicht die Einzige).

Das Leben hat mir eine erste Falle präsentiert, an der ich üben darf. Nun kann ich natürlich kein Brett oder Blatt Papier mit vier Steinen herausziehen, aber ich weiß durch die Youtube-Videos, dass man die Methode auch mental anwenden kann.

Ich schiebe also in Gedanken wie wild vier Steine auf einem weißen Blatt Papier hin und her und schiebe und schiebe und schiebe... (Achtung! Es gibt eine bestimmte Ausgangsposition der Steine, mit der man unbedingt beginnen muss, das sollten Sie aber selber nachlesen).

Ich merke schnell, dass ich mich innerlich entspanne, ohne dass ich mich bewusst um „Akzeptanz“ bemühen müsste, und das innere Rotieren im Kopf hört auf. Was sind schon ein paar Minuten, so früh am Morgen…, und bis zu meiner ersten Klientin ist noch viel Zeit.

Und was passiert? Nur ein, zwei Minuten später (ich kann unausgeschlafen nicht gut die Zeit schätzen), taucht eine weitere Kassiererin auf und winkt die Hälfte der Schlange, in der ich stehe, zu sich rüber. In dieser neuen Schlange stehe ich an der zweiten Position.

Ich sehe Hans Hein lächeln. In dem Youtube-Video erzählt er von einer Frau, die es mit dieser Technik geschafft hat, die deutsche Bahn pünktlicher zu machen (zumindest, wenn sie unterwegs ist) und wie er selber mit der „Schiebe-Technik“ eine für ihn heikle Steuerangelegenheit entschärfen konnte.

Spooky? Versuch macht klug. Andere verwenden die Technik vor schwierigen Verhandlungen oder wenn sie feststellen, dass sie sich in Grübeleien verrannt haben. Man muss es ausprobieren, um sich von der Wirkung zu überzeugen.

Geduld bitte

Ich habe das schmale Büchlein jetzt zum zweiten Mal gelesen und auch bei den Videos bin ich überrascht, was ich beim ersten Mal nicht wahrgenommen habe. Je mehr ich mich aber mit beidem  - dem Büchlein und den Videos -  befasse, desto mehr verstehe ich.

Legen Sie das Büchlein also nicht gleich zur Seite, weil es im ersten, mehr theoretischen Teil vielleicht nicht gleich so leicht zu verstehen ist. Die eigentliche Technik ist sehr gut zu verstehen! Mein eigenes Vorgehen - zuerst die beiden Videos sehen, dann das Büchlein lesen und dann die Videos zum wiederholten Male ansehen - hat mir sehr geholfen. Abgesehen davon, dass beides zusammen sehr "mindblowing" ist :-)

Denn in beidem steckt viel mehr drin, als eine Methode zur persönlichen Problemlösung im Supermarkt. Es geht um nicht weniger als um die Veränderung und Erweiterung unseres Bewusstseins, mit der uns so viel mehr möglich sein wird, als wir es uns jetzt vielleicht schon vorstellen können.

Dieser Artikel wurde am 19.02.2018 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Yvonne Salm |

Liebe Frau Grotsch
Ich danke Ihnen herzlich für Ihren tollen Buch- und Videotipp! Mindblowing! Gerade richtig für den Wochenstart : )
Liebe Grüsse,
Yvonne Salm

Kommentar von Barbara Röthlisberger |

Guten Morgen Frau Grotsch. Vielen Dank für den Tipp

Kommentar von Claudia Baro |

Liebe Sylvia, vielen Dank! Ich habe mir die Videos angesehen :-) und freue mich jemanden zu sehen, der mit "Bucky" Fuller etwas anfangen kann. Das Schieben ist interessant, da ich eine ähnliche Methode aus dem Huna Schamanismus kenne, die mit 7 Steinen arbeitet und auch zur Lösung schiebt.
Wie schön, daß solche Menschen immer sichtbarer werden.

Herzlich, Claudia

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Claudia,

vor allen Dingen Fullers Gedankengang, der Mensch brauche lediglich 4 Stunden am Tag, um alles für seine Existenzsicherung zu tun - und dann habe er den Rest des Tages Zeit für die wirklich wichtigen Fragen des Lebens ...

Bei uns wird immer mehr produziert, was wir "haben" müssen und dadurch sind wir dann den ganzen Tag am Rödeln, das dafür "not-wendige" Geld an Land zu schaffen. Außer man guckt sich das mal bewusst an, was einen das an wirklicher Lebensqualität kostet.

Herzlich

Sylvia

Kommentar von w-binder@gmx.at |

Liebe Fr. Grotsch,
danke für diesen genialen Tipp. Habe mir die Videos angesehen und mir das Buch bestellt. Es bestätigt mich darin , daß wirklich sehr viel mehr möglich ist als wir uns vorstellen können. Da kommt sehr viel Freude auf und natürlich auch das Bewusstsein daß ich Schöpfer meines Lebens bin. Vieleicht hilft uns das "Schieben". . Ich werde auf jeden Fall dranbleiben und diese Methode ausprobieren. Ganz liebe Grüße und vielleicht können wir uns ja austauschen welche Erfahrungen wir dabei machen. Sie haben ja schon einige gemacht.

Antwort von Sylvia Grotsch

Man glaubts nicht, aber ich hatte seit drei Monaten meine einizige Armbanduhr vermisst und mir natürlich einen Wolf nach ihr gesucht.

Ich habs dann "aufgegeben", aber nicht wirklich.

Dann habe ich neulich Abend mal ein paar Minütchen "geschoben", am nächsten Abend - zack, einen Handgriff zwischen Sofa und Beistelltisch .... sie war dort dazwischengerutscht.

Geht doch :-).

Wäre natürlich sicher auch im Rahmen einer größeren Putzaktion aufgetaucht, aber so hab ich sie jetzt schon, und die zeitliche Nähe zwischen "schieben" und finden ist schon frappant.

Liebe Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Anna Pirker |

Liebe Frau Grotsch,
Vielen Dank für den Beitrag und die Buchempfehlung! Denn im Grunde sind wir für unser Denken, Handeln und alles was daraus resultiert voll und ganz Verantwortlich. Schon allein der Gedanke daran, dass ich den Situationen nicht mehr "AUSGELIEFERT" bin sondern selber das Ruder in die Hand nehme und meine Richtung ändern kann, ist für mich wieder eine wahre Bereicherung die ich gerne in mein Leben übernehmen will!
Herzlichen Dank aus Norderney,
Anna Pirker

Kommentar von Heidi Zinnel |

Liebe Frau Grotsch,
dieser Buchtipi hat mich wirklich fasziniert und heute bin ich zur Tat geschritten und wollte es hier über die Deutsche Buchhandlung bestellen, au Mallorca. Fehlanzeige, da ich dort über 20 Jahre Kunde bin, hat sich die Dame wirklich bemüht. Das Buch gibt es wohl nur von einem Buchhändler in Deutschland, Versandkosten über Amazon ( geht gar nicht für mich) 10 Euro. Da werde ich wohl mal Freunde in D bitten, und warte halt noch ein wenig. Bin dann sehr gespannt. Danke für den Tipp.
Mit herzlichem Gruß von der Insel
Heidi Zinnel

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Zinnel,

das Buch ist bei epubli erscheinen, das ist - wie ich es verstehe - ein Druckservice für Menschen, die nicht über normale Verlage ihr Buchveröffentlichen wollen. Daher ist das Buch nicht im Buchhandel zu erwerben und Auslandslieferung via amazon ist immer teuer.

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

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