ASTROMIND

Sylvia Grotsch Diplom-Psychologin
Praxis & Schule für Astrologie in Berlin Tel.: +49 (30) 873 10 98 - www.astromind.de

Warum es manchmal besser ist, nicht zu heiraten

Fotoquelle: pixabay.com

von Sylvia Grotsch (Kommentare: 8)

Knapp vor dem Jahreswechsel sitze ich mit einer Freundin im Restaurant und unterhalte mich über das Schicksal von Paaren, die nach vielen Jahren heiraten, nachdem sie vorher ohne Trauschein glücklich waren.

Die Psychologen haben da nämlich was ganz Interessantes herausgefunden (leider habe ich die genaue Quelle nicht mehr): Auch wenn ein Paar vorher mehrere Jahre gut miteinander klar kam, ist das kein Garant dafür, dass ihre Ehe länger hält oder besser ist, als die von Paaren, die innerhalb eines Jahres nach dem Kennenlernen geheiratet haben.

Was vier Jahre ausmachen können

Im Gegenteil: Wer mehr als vier Jahre mit einem Partner fest zusammen war und dann erst heiratet, bei dem ist die Chance, wieder geschieden zu werden, erhöht. Die Erklärung der Psychologen? Ein unverheiratetes Paar entwickelt bestimmte Umgangsgewohnheiten miteinander und passt sich an den Status des Unverheiratetseins an.

Heiratet man nun nach einer längeren Zeit des „außerehelichen Zusammenseins“, gerät die Balance, die man sich miteinander erarbeitet hat, durcheinander, weil eine Ehe andere Verhaltensformen mit sich bringt. Dadurch tauchen Spannungen auf, die vorher nicht da waren.

Die Sache mit der Statistik …, wir wissen, dass man der nicht immer trauen kann. Und sicher trifft das, was die Psychologen da herausgefunden haben, nicht auf jede Ehe zu, bei der die Partner vorher vier oder mehr Jahre zusammen waren. Interessant finde ich es trotzdem, und ich habe dieses Phänomen: „Lange Beziehung vorher und dann trotzdem die Scheidung“ schon öfter beobachten können.

Prince Charles und Camilla

Und da stolpere ich per Zufall in meinem Baguette-Laden über eine Zeitungsnotiz, dass Camilla wohl die Nase von ihrer Ehe mit Charles voll haben soll. Mir fiel sofort das Horoskop von Prinz Charles ein, das ich vor einiger Zeit wegen der Frage, wie es denn mit seinem „König sein“ aussieht, in der Hand hatte.

Prinz Charles, 14.11.1948, 21:14 WZ, London

Hier können Sie sich das Horoskop downloaden!

Prinz Charles (71,5 KiB)

Irgendwie hat´s ganz nach einem Happy End geklungen, als Prinz Charles nach vielen Jahren 2005 endlich seine „wahre“ Liebe heiraten durfte :-). Aber … in 2014 und 2015 radierte das Pluto-Uranus-Quadrat kräftig über die Venus von Charles, die dazu noch im 4. Horoskopfeld steht. Damit ist aber nicht Schluss: Pluto macht noch bis Anfang 2017 einen Spannungsaspekt auf die Venus.

Dass da was im Busch ist, habe ich bereits im November 2014 im Artikel Warum Prinz Charles besser nicht König werden sollte angedeutet: " ... Deutlich zu erkennen ist aber, dass sich im privaten und familiären Bereich bis Herbst 2017 tiefgreifende Veränderungen ergeben, die Einfluss auf den weiteren Lebensweg von Prinz Charles haben werden..."

Pluto-Uranus-Transit auf die Venus

Venus steht für Beziehungen, beim Mann sagt sie auch etwas über die Partnerin aus, das vierte Haus steht für die häusliche Geborgenheit (es gibt natürlich noch weitere Bedeutungen für das vierte Haus). Wenn der Pluto dann die Venus transitiert, holt das tiefliegende Konflikte in der Beziehung hoch und der transitierende Uranus bringt überraschende und plötzliche Wendungen.

Kein Wunder, dass es bei diesem heftigen Doppeltransit kriselte. Wie es allerdings ausgeht, ob die beiden sich trennen werden oder nicht, ist nicht zu erkennen. Astrologen sind keine Hellseher [Gottseidank, sonst würde ich den Beruf nicht ausüben. Nicht auszudenken, wenn meine Arbeit darin bestünde, Menschen zu sagen, ob eine Beziehungskrise wieder vorbei geht oder ein Paar sich trennt].

Sicher hingegen ist, dass die Beziehung nur weitergehen kann, wenn das, was sich unter dem Pluto-Uranus-Transit als "Problem" zeigt, auch gelöst wird. Gelingt das nicht (oder wird das nicht gewollt), ist der Transit das Aus für die Beziehung. Ein "Aus" muss sich dabei nicht immer als Scheidung zeigen - es gibt viele Paare, die nebeneinanderher leben, weil sie die Kurve zu einer Scheidung nicht gekriegt haben.

Heiraten ist nicht immer gut

Ich will jetzt nicht in ein „Ich hab´s doch schon immer gesagt“ verfallen, aber seine langjährige, streckenweise geheim gehaltene Geliebte zu heiraten, war für Prinz Charles - aus astrologischer Sicht - keine so gute Idee.

Nicht nur, dass die beiden lange ihre ganz eigene Art der Beziehung geführt haben, die aller höfischen Etikette widersprach (und sie die erwähnte vier-Jahres-Schwelle überschritten hatten) - Prinz Charles hat eine Venus-Neptun-Verbindung im Horoskop. Das weist darauf hin, dass er nicht so viel für eine traditionelle Beziehungsform übrig hat. Mit Venus-Neptun liebt man Romantik, hält vieles geheim und braucht in einer Beziehung immer wieder Distanz, damit die Sehnsucht nach dem anderen wieder neue Nahrung bekommen kann.

Ja, natürlich kann man mit einem solchen Aspekt eine Beziehung leben! Aber eine konventionelle Heirat bekommt Venus-Neptun nicht sonderlich gut. Denn wie soll man Sehnsucht nach jemandem haben, der einem gleich morgens am Frühstück gegenüber sitzt? Und das jeden Tag? Und wo am Anfang des Jahres schon fest steht, welche gemeinsamen Verpflichtungen man hat und wann der Schwiegermutterbesuch ansteht? Viel eher schätzt man da die "besonderen" Augenblicke in einer Beziehung - weniger das tägliche Allerlei.

Jeder ist anders gestrickt!

Es wäre für viele Beziehungen besser, wenn man sie nicht in das Korsett einer Ehe pressen würde. Aber die Gesellschaft hat nur dieses eine Konzept im Angebot. Seien Sie mal mehr als ein halbes oder ganzes Jahr mit jemandem zusammen, schon heißt es: „Und wann heiratet Ihr?“

Dabei ist heiraten nicht die einzige Alternative. Jeder trägt sein ganz eigenes Beziehungsmuster in sich, mit dem er/sie selig werden kann. Wenn man seinen persönlichen Vorlieben Rechnung trägt, hat man gute Chancen auf eine erfüllte Beziehung.

Wissen Sie, was Sie in einer Beziehung wirklich brauchen und was am besten zu Ihnen passt? Ich erstelle Ihnen gerne Ihr Beziehungshoroskop!

Dieser Artikel wurde am 11.01.2016 von Sylvia Grotsch veröffentlicht und befindet sich in den Kategorien:

Sylvia Grotsch. Ich bin Diplom-Psychologin, Astrologin und Coach. Seit 1984 unterstütze ich Menschen mit astrologischen Beratungen und Kursen bei der Entdeckung ihres Potenzials für ein erfülltes und erfolgreiches Leben. Hier finden Sie ausführliche Informationen zu meinen astrologischen Beratungen.

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Kommentare

Kommentar von Claudia Baro |

David Bowie ist verstorben
Eine Steinbocksonne und dann so einen Lebensweg
Über eine Betrachtung von Deiner Seite, liebe Sylvia, würde ich mich sehr freuen
LG Claudia

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Claudia,

das bestätigt, was ich immer sage: Das Sternzeichen sagt so gut wie "nichts" aus, wenn man es nicht im Kontext des gesamten Horoskops betrachtet.

David Bowie hatte Sonne, Mars und Neptun Merkur im Steinbock und darauf ein QUADRAT von Neptun. Damit hat er - wie wir in unserer Sprache sagen - latent das Thema "Saturn-Neptun". Das ist einerseits ein Aspekt, den man häufig bei Künstlern findet, andererseits steht er für die Suche nach der  "Wirklichkeit hinter unserer Welt". Folge: Großes Interesse an religiösen und spirituellen Wegen - und leider auch an Drogen.

Das Horoskop werde ich dennoch nicht interpretieren können (ich hätte es zu gerne gemacht!), weil es zwei Geburtszeiten gibt, die kursieren (was ich eben geschrieben habe, ist unabhängig von der Geburtszeit). Ich favorisiere zwar eine ganz bestimmte, aber ich will mir da nicht meine astrologischen Finger verbrennen.

Man müsste sich seinen Lebensweg vornehmen, um zu überprüfen, welche Zeit stimmen könnte. Das sind Wochen an Arbeit, selbst dann kann man nicht sicher sein.

Herzlich

Sylvia

Kommentar von Claudia Baro |

oh, das ist schade, aber ich kann es verstehen
LG Claudia

Antwort von Sylvia Grotsch

Mit der Geburtszeit ist es schon sehr spooky:

1) Auf astro.com, findet man in der Datenbank folgende Angabe: David Bowie, 8.1.1947, 9:00 Uhr, Brixton (London), England. Quelle: Rodden-Rating A (Rodden ist ein Name einer amerikanischen Astrologin, die unglaublich viele Daten gesammelt hat. Ohne sie würden wir Astrologen ziemlich alt aussehen). Ein „A-Rating“ kann man aber vergessen, es ist eine Angabe „aus dem Gedächtnis“. Mit solch einer Angabe kommen viele Menschen zu mir. „Meine Mutter hat gesagt...“, heißt es dann. Ja, das kann schon stimmen, zu fünfzig Prozent geht’s aber daneben und die amtliche Zeit lautet ganz anders.

2) Dann finde ich eine zweite Uhrzeit: 23:50 Uhr. Als Quelle steht da: „LM. Rodden, The American Book of Charts”. Ohne Rating diesmal. Was auffällt, ist die Namensgleichheit der Quelle. Da scheint sich Lois Rodden nicht ganz einig zu sein oder es sind irgendwelche Fehler passiert.

Ich denke, so gibt uns David Bowie bis zum Schluss Rätsel auf.

Übrigens, wenn ich schon zwischen zwei Uhrzeiten wählen müsste (und wer sagt uns, dass nicht noch eine weitere Uhrzeit die richtigere ist?), würde ich 23:50 Uhr nehmen. Hier hat Bowie nicht nur einen dominanten Neptun, sondern der Planetenkomplex Merkur-Mars-Sonne-im Steinbock plus Neptun rutscht an prominente Stelle im Horoskop. Bei 9:00 Uhr ist das nicht der Fall.

Aber wie gesagt: Es kann sogar noch alles ganz anders sein :-). Schade jedenfalls, ich hätte gerne einen Artikel geschrieben.

Schönen Abend!

Sylvia

Kommentar von sa |

Sollen nun Menschen mit langjähriger stabiler traditioneller Beziehung und einer Neptun Venus Verbindung lieber gar nicht heiraten bzw. was sind eheförderliche Horoskopmerkmale?

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Leserin,

ich kann in einem Blog-Artikel immer nur Impulse geben. Alle "eheförderlichen" Konstellationen aufzuführen, ist der Inhalt eines ganzen Buches oder zumindest eines Workshops.

Außerdem haben manche Menschen eheförderliche und weniger eheförderliche Konstellationen parallel im Horoskop nebeneinander. Wie sich das auswirken könnte, wie man damit am besten fährt, dazu braucht es immer eine individuelle Horoskopanalyse.

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Amelia Vetterlein |

Liebe Frau Grotsch,

Hier muss ich mich auch mal kurz einmischen: Dass sich nur aufgrund einer Heirat plötzlich die Gewohnheiten eines Paares, das schon lange zusammen ist, ändern sollen, kann ich so nicht nachvollziehen, da viele Paare ja bereits vorher zusammenleben und täglich Tisch und Bett teilen. Insofern glaube ich eher, dass es sich um eine Änderung des Bewusstseins
handelt, was selbstverständlich sowohl positive als auch negative Auswirkungen haben kann...;)

Liebe Grüße und vielen Dank für die interessanten Beiträge.

Amelia

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Frau Vetterlein,

sicher sind die Gründe, warum Ehen wieder auseinander gehen, nachdem vorher eigentlich alles ganz gut lief, unterschiedlich.

Hier mal ein Beispiel aus meinem Bekanntenkreis: Als sie schließlich verheiratet waren, sollte "sie" nun doch bitte immer an den Feiertagen mit zu den Eltern des Mannes kommen (nachdem vorher akzeptiert wurde, dass sie als Freundin des Sohnes über Weihnachten immer zum Skilaufen ging). Argument: "Ihr seid doch jetzt verheiratet". Es gab jedesmal neue Debatten darüber, bis die Frau sagte, dass sie auf diese Erwartungen einfach keine Lust habe, schließlich habe sie vorher auch immer gemacht, was sie wollte. Naja, und dann gab eines das andere...

Das ist jetzt nur ein sehr verkürztes Beispiel, wie sich die Verhaltensstrukturen nach einem Eheschluss verändern können, sicher ist da jede Geschichte ganz individuell.

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Katharina |

Hallo Frau Grotsch,

vielleicht mögen Sie mal von Ihren Erfahrungen berichten, wie Ehen verlaufen, die unter rückläufiger Venus geschlossen wurden.

MfG

Katharina

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Katharina,

das ist eine spannende Frage! Mir fehlen dazu aber die entsprechenden Daten. Ich habe nie dazu gezielte Forschungen gemacht, in dem ich Klientinnen und Klienten nach dem Datum ihres Eheschlusses gefragt habe. Wissen Sie mehr dazu?

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

Kommentar von Katharina |

Liebe Frau Grotsch,

Es heisst ja leider, man solle unter ruecklaeufiger Venus nicht heiraten, die Ehen seien dann nicht von Dauer, frei von Verbindlichkeit und eher aus karmischen Gruenden geschlossen worden. Mich wuerde da die Staerke des Einflusses interessieren. Eigene Erfahrungen habe ich allerdings nicht.

Lg

Katharina

Antwort von Sylvia Grotsch

Hallo Katharina,

ja, so hatte ich Ihre Frage verstanden, wie sich eine rückläufige Venus auf den Eheschluss auswirkt. Ich wollte nur sagen, dass ich dazu keine Daten habe.

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Marlyse Möcklin-Truong |

Liebe Frau Grotsch
Mit grossem Interesse lese ich Ihre Newsletter. Ich danke Ihnen ganz herzlich für Ihre einfühlsamen und kompetenten Erklärungen.
Mit freundlichen Grüssen
Marlyse Möcklin

Antwort von Sylvia Grotsch

Liebe Frau Möcklin,

vielen Dank für Ihre Rückmeldung. Ich freue mich, wenn Sie mit meinen Ausführungen etwas anfangen können.

Herzlich

Sylvia Grotsch

Kommentar von Ole |

Hallo

Meine Freundin und ich wollen nächstes Jahr im März heiraten. Wir haben uns dabei an unserem Verlobungsdatum orientiert und würden daher gerne an diesem Termin festhalten. Leider ist in dieser Zeit die Venus rückläufig. Gibt es Statistiken, die belegen, wie viele Ehen, die bei rückläufiger Venus eingegangen wurden, nach wenigen Jahren wieder geschieden wurden? Gibt es Beispielehen, die bei rückläufiger Venus eingegangen wurden und heute noch bestehen (vorausgesetzt beide Partner leben noch)?

Danke für die Antwort!

Mit freundlichen Grüßen

Ole

Antwort von Sylvia Grotsch

Lieber Ole,

"rückläufige Venus" bedeutet erst mal gar nichts, wenn man nicht die persönlichen Horoskope dazu hat. Denn ist die Venus im Horoskop (oder in den Horoskopen der Beteiligten) ebenfalls rückläufig, dann hat das eine ganz andere Bedeutung, als man der rückläufigen Venus sonst zuschreibt.

Zum Thema Statistiken: Um valide statische Ergebnisse zu erhalten, braucht man eine sehr große Stichprobe. Eine sehr große Stichprobe zu erstellen, braucht es unglaublich viel Recherchearbeit:

1) Menschen finden, die unter rückläufiger Venus geheiratet haben und
2) die aussieben, die selber eine rückläufige Venus im Horoskop haben
3) deren Eheglück verfolgen

Gunter Sachs, Millionär, konnte es sich leisten, statistische Untersuchungen zu machen. Der hatte die Zeit, das Geld und die dazugehörigen Angestellten.

Lange Rede kurzer Sinn: Ich kenne niemanden in meiner Zunft, der wirklich mit sehr großen Stichproben gearbeitet hat (ach doch, der Gauguelin, aber ich glaube nicht, dass er über die rückläufige Venus geforscht hat. Und Gauguelin war auch kein beratender Astrologe, sondern hat das aus wissenschaftlichem Interesse getan).

Herzliche Grüße

Sylvia Grotsch

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